Pfarrverband Obergiesing

Gietlstr. 2, 81541 München, Telefon: 089-6936588-0, E-Mail: Hl-Kreuz.Giesing@erzbistum-muenchen.de

Hilfe für Flüchtlinge

Informationen zur neuen Flüchtlingsunterkunft im Dekanat Giesing

Aktuelle Informationen finden Sie im vierteljährlich erscheinenden Newsletter.

Flüchtlinge im Dekanat Giesing - Stand Mai 2016

McGraw wird vorerst doch nicht erweitert - Osramgelände ist jetzt voll in Betrieb - Gemeinsam mit der Aschauer Straße sind 1400 erwachsene Flüchtlinge in Giesing untergebracht - etwa 200 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden in weiteren fünf Einrichtungen intensiv betreut - es gibt viele Wege, um zu helfen.

Die Schließung der Balkanroute wirkt sich auch in Giesing aus: die Erweiterung der Erstaufnahmeeinrichtung in der McGraw-Kaserne von 300 auf 600 Plätze wird vorerst nicht weiter vorangetrieben.

Die Gemeinschaftsunterkunft im Osramgelände ist jetzt mit 800 Personen belegt; waren es anfangs nur alleinreisende Männer, so sind seit Februar mit der Eröffnung des größeren Gebäudeteils auch Familien mit Kindern in dieser Überbrückungsunterkunft aufgenommen worden.

Seit mit dem Osramgelände und mit der Aschauer Straße zwei Gemeinschaftsunterkünfte in Giesing ihren Betrieb aufgenommen haben, werden die Flüchtlinge immer mehr im öffentlichen Leben sichtbar: die Kinder sind schulpflichtig, der Aufenthalt ist von längerer Dauer, die Menschen wohnen im Viertel. Zudem hat das Landratsamt München in der Ludmillastraße in Untergiesing eine Außenstelle eröffnet, in der alle Einrichtungen für Asylbewerber gebündelt sind, die vom Landkreis München untergebracht werden.

Die Einrichtungen sind gut miteinander und mit den Institutionen in Giesing vernetzt (Basisinfos zu den Einrichtungen siehe unten). Sehr gut funktioniert die Betreuung der etwa 200 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in fünf Einrichtungen verschiedener Träger. Diese Gruppe wird nach den Standards der Jugendhilfe mit deutlich besseren Möglichkeiten gefördert.

Aktuell braucht die GU in der Aschauer Straße Räder, Kinderwägen, eine Digitalcamera, einen Beamer und eine Leinwand.
Kontakt: alina.sokar@caritasmuenchen.de

Im Osramgelände werden Fußbälle und Volleybälle benötigt.
Kontakt: guenther.weinrich@johanniter.de

Die generellen Hilfsmöglichkeiten finden Sie unten angeführt.

SozialarbeiterInnen zur Festanstellung und ehrenamtliche Sprach- und Musiklehrer werden vor allem für das Osramgelände gesucht.
Kontakt: guenther.weinrich@johanniter.de
 
 
Wie können Sie sich informieren?

Die Erzdiözese betreibt unter der Adresse www.erzbistum-muenchen.de/asyl-flucht ein Unterstützungsportal zu Asyl und Flucht; dort finden Sie Basisinformationen, Begriffsklärungen und vieles mehr.
Die Informationen der Stadt München zum Thema Flucht und zu den Unterkünften finden Sie unter www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Sozialreferat/Fluechtlinge.

Wie können Sie helfen?

  • Mit Kleider- und Sachspenden
    Das Betreiben einer Kleiderkammer und das Erbitten und Annehmen von Sachspenden brauchen viel Zeit und Räume; beides ist in den Unterkünften Mangelware.
    Die zentrale Sammelstelle für Kleider- und Sachspenden für Flüchtlinge ist die Diakonia in der Dachauer Straße 192 oder deren Außenstelle am Stahlgruberring 8 im Gewerbegebiet Moosfeld. Im Einzelfall kann auch eine Abholung von Großspenden vereinbart werden unter 0179/6904463.
    Für Kleiderspenden können Sie auch die Container der Diakonia nutzen,
    z.B. an der Philippuskirche in der Bodelschwinghstraße 16.
    Die aktuelle Spendenbedarfsliste und nähere Informationen sowie eine Liste aller Kleidercontainer im Stadtgebiet finden Sie unter: www.diakonia.de/spenden/sachspenden

  • Mit Zeit
    Ehrenamtliche Hilfe wird im Moment vor allem gesucht im Bereich Sprachen: zum Unterrichten, zum Üben, um Menschen bei Behördengängen zu begleiten oder Freizeit zu gestalten. Gesucht sind Kenntnisse in Englisch und Arabisch. Nähere Informationen erhalten Sie bei Gerhard Wastl, gwastl@ebmuc.de.

  • Mit Geld
    Alveni in der Aschauer Straße können Sie auf folgendem Weg unterstützen:
    Empfänger: Alveni Sozialdienst für Flüchtlinge;
    Verwendungszweck: Flüchtlingsbetreuung Aschauer Straße;
    IBAN: DE 40 7509 0300 0002 3462 22
    Für die Arbeit der Helfer im Osramgelände können Sie spenden unter:
    Empfänger: Kirchenstiftung Mariahilf; Verwendungszweck: Flüchtlinge;
    IBAN: DE 47750903000002144239Geld für die Arbeit auf dem McGraw-Gelände können Sie spenden unter:
    Empfänger: Innere Mission München;
    Verwendungszweck: Sozialdienst, KST 54220 McGraw;
    IBAN DE 48 700202700036707070

Danke!
 

Mai 2016, für das Dekanat Giesing, Gerhard Wastl, gwastl@ebmuc.de
 
Basisinfos zu den Einrichtungen:

Die Erstaufnahmeeinrichtung in der McGraw-Kaserne ist sehr gut im Viertel angekommen und hat ein breites Helfernetz. Hier verbringen 300 Flüchtlinge die ersten Wochen der Registrierung, Gesundheitsüberprüfung und Antragstellung. Als Sozialdienst ist die Innere Mission der Evangelischen Kirche vor Ort.
Die Unterkunft liegt auf dem Gebiet der Pfarrei Zu den Heiligen Engeln.

In einer Gemeinschaftsunterkunft verbringen die Flüchtlinge die Zeit der Bearbeitung ihres Asylantrages. Dies kann mehrere Jahre dauern. Die Flüchtlinge haben pro Person etwas mehr Wohnraum zur Verfügung, sie kochen selber, die Kinder sind schulpflichtig. Eine solche Unterkunft ist seit Ende November 2015 in der Aschauer Straße das vorübergehende Zuhause von 300 Flüchtlingen. Der zuständige Fachdienst der Caritas, Alveni, leistet die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort.
Unterstützt wird er von der Pfarrei St. Bernhard, auf deren Gebiet die Unterkunft liegt.

In der Hellabrunner Straße wurde Anfang Dezember 2015 in den ehemaligen Osram-Gebäuden eine Gemeinschaftsunterkunft im Überbrückungsprogramm mit 250 Personen belegt. Im Lauf des Frühjahrs ist diese Zahl auf 800 angewachsen. Bei dieser Weise der Unterbringung, die einen akuten Notstand bis zur Bereitstellung längerfristiger Unterkünfte überbrücken soll, gibt es deutlich geringere Standards: die Menschen leben in Kojen ähnlich einem Großraumbüro, haben kaum Rückzugsmöglichkeiten und können nicht selber kochen.
Die Pfarrei St. Franziskus hat einen großen Helferkreis aufgebaut und arbeitet mit dem Träger vor Ort zusammen, der Johanniter-Unfallhilfe.

Daneben gibt es in Giesing mehrere Standorte, in denen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in verschiedener Trägerschaft untergebracht sind.