Pfarrverband Obertaufkirchen

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Filialkirche Kirchkagen Aussenansicht

St. Peter Kirchkagen

Kirchkagen wird schon um das Jahr 1000 erwähnt. Damals tauschte der edle Walter seinen Besitz in Kirchkagen an den Salzburger Erzbischof und erhielt dafür an anderer Stelle Ersatz. Auf diesem Hintergrund lässt sich das St. Peter-Patrozinium gut als salzburgischer Einfluss deuten. Die dortige kleine Kirche ist in ihrem Kern noch romanisch und wurde in der Spätgotik erhöht und mit einer Sakristei ergänzt. Im Chor findet sich ein gotisches Netzrippengewölbe. Durch einen Brand des Langhauses 1796 stürzte das dortige Gewölbe ein und wurde anschließend durch eine Flachdecke ersetzt. Im Altaraufsatz befindet sich die Skulptur des Hl. Petrus, die aus der Rokokozeit stammt. Der kleine Dachreiter geht ebenfalls auf den Wiederaufbau nach 1796 zurück.

In den kirchenfeindlichen Jahren ab 1803 war die kleine Kirche in ihrem Fortbestand stark gefährdet. Sie wurde 1806 als entbehrlich erklärt, geschlossen und sollte verkauft werden. Aber dazu kam es nicht, weil sich kein Interessent fand. Ab 1815 konnte sie wieder geöffnet und dem Gottesdienst übergeben werden, weil sich die Ortsgemeinde verpflichtete, die Baulast an der Kirche zu tragen.