Pfarrei St. Otto

Ottobrunn

Ausführliche Beschreibung der Geschichte der Pfarrei St. Otto

1.1 Die ersten Seelsorger
1.2 Kirchliches Leben
1.3 Die zweite Notkirche
14.1 St. Magdalena
14.2 St. Albertus Magnus

1. Die erste Notkirche, das „Salettl“

St. Otto war lange vor der Gründung der politischen Gemeinde Ottobrunn (1.4.1955) ein wesentlicher Kristallisationspunkt für das Gemeinschaftsleben in dem damals etwas abgelegenen Unterhachinger Ortsteil Ottobrunn, der Anfang 1900 noch weitgehend aus Wald bestand. Einige Siedler, vorrangig von München kommend, siedelten sich hier an, um hier ihr Wochenende zu verbringen. Das änderte sich aber bald und diese Siedler blieben ganz hier wohnen. Sie suchten nicht mehr nur Waldromantik und Wochenendidylle, sondern auch Heimat. Das beweisen ihre Anstrengungen, einen Gottesdienstraum zu schaffen und kirchliches Leben zu ermöglichen. Bei den Versammlungen der 1912 gegründeten „Interessenvereinigung Parkkolonie“, die damals noch in München stattfanden, weil die meisten Mitglieder ihren Wohnsitz noch in München hatten, kam die Gottesdienstfrage trotz einigen Widerstandes auf die Tagesordnung. Am 27. April 1914 wurde im Salvatorkeller (oder Wagnerbräu) der katholische Kirchenbauverein gegründet. Er nannte sich „Kirchenbauverein Neubiberg W“ (= West), weil es den Namen Ottobrunn noch nicht gab. Eine erste Sammlung ergab den Grundstock von 15 Mark. In den Gasthäusern wurden Sammelkassen aufgestellt und Blockzettel für 5 Pfennige als Bausteine verkauft. Die Versammlungen fanden monatlich statt. Als Gründungsmitglieder werden genannt Rupert Dietl, Pankratz Ettl, Karl Drechsler, Franz Kropfhammer, Otto Rohner, Peter Steger und Leonhard Breit. Den Vorstand übernahm Sebastian Sonntag. Unter ihm engagierte sich der spätere Vorstand, Polizeikommissar Rupert Dietl, mit ganz besonderer Hingabe, was eine noch vorhandene ihm gewidmete Gedenktafel bezeugt. Er starb im Jahre 1922.
Gedenkstein 1. Gottesdienst in Ottobrunn
Ein Adressbuch aus dem Jahre 1916 zählt 181 Namen aus dem „Ottobrunner“ Koloniebereich auf, von denen bei 120 noch der Wohnsitz München angegeben ist. Nach dem ersten Weltkrieg konnte der Verein als Frucht seiner Bemühungen am 1.12.1918 den ersten Gottesdienst veranstalten.
Durch die Vermittlung des Gutsverwalters Eduard Klas stellte Reichsrat von Fink eine 5 x 10 m große Gartenlaube – Salettl genannt – im Wirtsgarten des Gasthauses zur Schwaige zur Verfügung. Eine Woche wurde auch unter Mithilfe evangelischer Christen, wie z. B. des Herrn Breit, bei großer Kälte gearbeitet und es entstand eine respektable Notkirche. Alles war vorhanden, was zu einer kirchlichen Ausstattung gehörte, sogar ein Türmchen mit einer geliehenen Glocke. Dieser Garten mit dem Salettl befand sich auf dem Grundstück Ecke Alte Landstraße und der nördlichen Seite des Haidgrabens. Auf dem Grundstück stehen heute noch die Bäume, die damals schon dort waren, vier Kastanien- und vier Ahornbäume. 2002 ließ die Pfarrei St. Otto dort einen Gedenkstein aufstellen, der mit seiner Inschrift an diese erste Notkirche in Ottobrunn, das „Salettl“ erinnert. Die Inschrift lautet: „Erster Gottesdienst am 1.12.1918 im „Salettl“ des Wirtsgartens Schwaige“.

1.1 Die ersten Seelsorger

Am ersten Adventssonntag, 1. Dezember 1918, nahm Dekan Haubenthaler von Oberhaching die Benediktion vor (= einfache Form der Kirchweihe) und hielt den ersten Gottesdienst. Die Pfarrei Oberhaching war bis zur Pfarrerhebung der Filiale Unterhaching im Jahre 1922 zuständig. Dekan Haubenthaler, der Mitglied und ein großer Förderer des Kirchenbauvereins war, schrieb in seinem Bericht an das Ordinariat: “Der Gottesdienstraum ist durch Eifer der Ansiedler und besonders der Ansiedlerinnen reizend ausgestattet; recht zur Andacht stimmend ist der Altar, den ein Bild der Hl. Familie schmückt. Der erste Gottesdienst war sehr gut besucht; ein eigens bestellter Chor führte eine lateinische Messe auf“. Leider konnte Dekan Haubenthaler die weiteren Gottesdienste nicht übernehmen. Einen eigenen Geistlichen konnte man sich nicht leisten.

Da meldete sich zur Überraschung der Verantwortlichen “eines Abends bei schlechtestem Wetter ein Geistlicher mit der Absicht, die Sonntagsgottesdienste zu übernehmen. Es war Benefiziat Friedrich Müller. Er kam trotz ungünstiger Verkehrsverhältnisse treu und regelmäßig „zu Fuß oder Rad auch, wenn es Katzen hagelte“. Er war Religionslehrer an Münchner beruflichen Fortbildungsschulen. Er neigte aber mehr zur praktischen Seelsorge. Weil seine Anträge auf eine Seelsorgstelle zunächst kein Gehör fanden, wurde er in Ottobrunn auf eigene Faust tätig. Später wurde er Pfarrer in Förnbach bei Pfaffenhofen und starb 1955 im Alter von 71 Jahren in Schrobenhausen, seinem Geburtsort.

1.2 Kirchliches Leben

Es entwickelte sich reges kirchliches Leben. Bereits im Januar 1919 wurde der Sonntag der Hl. Familie als festliches Patrozinium gestaltet mit Festgottesdienst und nachträglicher programmreicher Familienfeier in der Schwaige. Im Jahr 1920 wurde anlässlich des Patroziniums das „feierliche Hochamt“ sogar von Generalvikar Prälat Dr. Michael Buchberger, dem späteren Bischof von Regensburg, zelebriert. Er war der Protektor des Kirchenbauvereins. Die Verehrung der Heiligen Familie wurde nicht nur in Unterhaching sehr gepflegt, wo es seit Generationen eine Jesus-Maria- und Josephs-Bruderschaft gab, sondern sie erfreute sich auch allgemein wachsender Bedeutung. Ihr Fest wurde 1921 offiziell eingeführt. Sicher wurde die Hl. Familie auch zu einem Symbol für den Geist der damaligen Siedler.

Bald erwies sich diese Notkirche als zu klein. Schon 1919 wurden 100 Besucher im Schnitt gezählt. Im Winter beeinträchtigte die Kälte die Gottesdienste sehr, wenn z. B. Wasser und Wein einfroren und in der benachbarten Wirtsküche aufgetaut werden mussten. Die Gottesdienstbesucher schützten sich mit allen möglichen Dingen, Fußabstreifern, Bettvorlegern, Teppichen usw., bis ein Ofen die Kälte einigermaßen milderte. Den Mesnerdienst versah Herr Michael Weidner, der Vater von Frl. Kathi Weidner, die später selbst Mesnerin wurde.
Altar der Notkirche

1.3 Die zweite Notkirche

Die erste Notkirche bei der Schwaige war nur ein Provisorium. Die Bemühungen um eine größere Kirche gingen weiter. Dafür gab es seit 1916 auch schon ein Grundstück, eine Waldung von 0,218 ha. Dieser Platz auf dem heute die St. Otto Kirche steht, ist eine Schenkung des von 1905 bis 1919 als Bürgermeister von Unterhaching tätigen Franz Beiser und seiner Ehefrau Franziska. Unterstützung fand der Kirchbauverein wieder bei Dekan Haubenthaler, der im Pfarrwald Oberhaching einen größeren „Hieb“ gemacht hatte und das Geld zum Kauf einer Militärbaracke in Schleißheim beisteuerte. Später schrieb er: “Dieses Geld habe ich gut verwendet. Hätt‘ ich es behalten, wäre alles verloren gewesen“ (Inflation).

Die Baufirma Metzger von Neubiberg stellte die Baracke auf dem jetzigen Kirchplatz auf. Mit viel Fleiß wurde die neue Notkirche eingerichtet. Schreinermeister Josef Lambrecht fertigte den Altar. Am 23. Januar 1921 nahm Erzbischof Dr. Michael von Faulhaber die Weihe vor. Der Titel „Hl. Familie“ wurde damit offiziell bestätigt. Diese „Waldkirche“ wurde auch „Holzkirche“ genannt.

Später stiftete Lorenz Salzl den Marienaltar und durch seine Vermittlung spendete die Münchnerin Maria Steinhäuser den Josephsaltar.

Patrozinium, Erstkommunion und Fronleichnam gehörten zu den beliebtesten Festen. Mit viel Liebe und Ehrgeiz wurde das Heilige Grab aufgebaut und Grabwache gehalten. Die Chronik vermerkt, dass am Fest der Hl. Familie im Januar 1922 Pater Rupert Mayer SJ Gottesdienst und Festpredigt hielt.

Die für die Kirche unermüdlich tätige Frau Maria Breit konnte eine größere Spende von einer Person, die nicht genannt werden wollte, für einen Baldachin beibringen (Tragehimmel für die Fronleichnamsprozession). Eingeweihte erzählten, dass es sich um den Sänger Richard Tauber handelte.
Altarraum der Notkirche

2. Expositus Dr. A. Möderl und die ersten kirchlichen Vereine

Am 15. Juli 1922 erhielt Ottobrunn den ersten amtlichen Seelsorger: Dr. Anton Möderl, geb. 1886 in München. Er war Kooperator in Oberhaching mit der Zuständigkeit auch für Kreuzpullach. In Ottobrunn erwarb er das Haus Ecke Rosenheimer Landstraße, Putzbrunner Straße, Gartenstraße, das später Post wurde (1929). Auf sein Bestreben wurde Ottobrunn von der Mutterpfarrei, die jetzt nicht mehr Oberhaching, sondern seit 1922 Unterhaching war, abgetrennt und der Pfarrei St. Michael Perlach eingegliedert. Damit war Ottobrunn zusammen mit Neubiberg eine Nebenstelle von Perlach. Der offizielle Titel war seit 1924 Expositur Ottobrunn-Neubiberg. (Expositur = Nebenstelle). Der Sitz der Expositur war Ottobrunn. Der Expositus hatte zwei Behelfskirchen zu betreuen, denn in Neubiberg gab es seit 1921 die Kapelle „Maria im Walde“, die spätere Kriegerkapelle neben der Pfarrkirche. 1922 Gründung des Frauenbundes – heute Frauenkreis.

Man muss sich die Ausdehnung dieses Seelsorggebietes einmal vorstellen: Ottobrunn, Neubiberg und Waldperlach! Im Winter schaufelten die Nachbarn manchmal dem Expositus den Weg nach Neubiberg erst frei, soweit man überhaupt von einem „Weg“ sprechen konnte. Oder man denke an den Weg zu einer Haustaufe in Waldperlach im kalten Winter 1922, weil die Kirche zu kalt war. In Ottobrunn zählte man 400 und in Neubiberg 300 Katholiken.

Mit Expositus Dr. Möderl begann auch eine rege Vereinsseelsorge. Im Februar 1924 wurde infolge seines „unermüdlichen Eifers und der tatkräftigen Unterstützung der Frau Bielmeier“ im Gasthaus Schwaige die Ortsgruppe Ottobrunn des kath. Frauenbundes ins Leben gerufen. Es waren 50 Frauen anwesend. Frau Bielmeier war die Schwiegermutter von Frau Maria Pielmaier, die seit 1967 bis Ende der Achtziger Jahre Vorstandsmitglied im Frauenbund war.

Ebenfalls im Gasthaus Schwaige fanden sich am 11.1.1925 mit dem Expositus ein: Josef und Theodor Sittenauer, Max Kumpfmüller, Heinrich Bächmann, Frz. Xaver Trübswetter, Hans Amon und Josef Teufel, um den kath. Burschenverein Ottobrunn zu gründen, der sich „Geselligkeit, Theater-, Lieder- und Spielabende, Ausflüge und Wanderungen“ zur Aufgabe machte.

Expositus Dr. Möderl verließ Ottobrunn, weil er am 1. 3. 1926 die Stadtpfarrpredigerstelle in München Mariahilf bekam. Anschließend wurde er Domprediger und dann Stadtpfarrer von St. Benno. Er starb am 17. Juli 1940.

Sein Nachfolger wurde Johann Keller, geb. 1894 in Donauwörth. Er war zuvor in Freilassing tätig. Mit ihm begannen die regelmäßigen Protokollaufzeichnungen der Kirchenverwaltung, die es seit 1923 gab. Die ersten Mitglieder waren Matthias Sittenauer, Pankratz Ettl, Alfons Pielmaier, Eduard Klas und Michael Weidner.

Die ersten Protokolle berichten vom Neubau des Expositurhauses 1925/26. Es handelt sich um das heutige Pfarrhaus in der Friedenstrasse 15. Das Grundstück dazu schenkten wiederum die Eheleute Franz und Franziska Beiser. Angesichts der Baulast musste ein Darlehen von 7.000,-- Mark aufgenommen werden. Die Ortskirchenumlage wurde von 6% auf 10% erhöht. Im Zuge der Geldbeschaffung wurde auch die damals noch übliche Kirchenstuhlmiete erhoben.

3. Der Kirchenbauverein Ottobrunn

Die Bemühungen um die Finanzierung des Pfarrhausneubaues teilte mit der Kirchenverwaltung auch der Kirchenbauverein, der sich aufgrund von Namens- und Satzungsänderungen 1926 neu orientierte. Er hieß dann Kath. Kirchenbauverein Ottobrunn e.V.. Zweck des Vereins war, „Geldmittel zu beschaffen zum Bau einer stabilen Kirche und des Pfarrhauses im Ansiedlungsgebiet Ottobrunn“. Die Vorstandschaft bestand aus dem Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Kassier, dem Revisor und drei Beisitzern. Das waren Frau Maria Breit und die Herren Nikolaus Rammelmaier, Josef Teufel sen. , Matthias Sittenauer, Andreas Kloo, Lorenz Salzl und Georg Firsching. Später kamen dazu die Herren Josef Kammerer, Pfrang, Werndl, Josef Lambrecht, Franz Schuier, Kaspar Neumeier und Anton Kinseher. Die höchste Mitgliederzahl betrug 307. Als Mitgliedsbeitrag wurden 1,50 Mark pro Jahr kassiert. Nach der Fertigstellung der heutigen St. Otto Kirche im Jahre 1937 löste sich der Verein ein Jahr später auf. Das Vermögen betrug da 10.174,46 RM. Dieses Geld wurde für die Inneneinrichtung der Kirche verwendet.

Anlässlich des 25-jährigen Ortsjubiläums von Ottobrunn wurde am 14. August 1927 das Feldkreuz Ecke Rosenheimer Landstraße, Unterhachinger Straße im Rahmen einer Feldmesse eingeweiht.

Ab 4.9. 1928 übernahm Frl. Katharina Weidner (die Ministranten durften sie „Kathi“ nennen) als 16-jähriges Mädchen den Mesnerdienst. Bis zu ihrem Ausscheiden zum Jahresende 1995 hat sie 68 Jahre lang in St. Otto diese Aufgabe wahrgenommen und sich zusätzlich als „Ministrantenmutter“ und Bibliothekarin besondere Verdienste erworben. Sie wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt und ein nach ihr benannter Weg nahe dem Haidgraben erinnert noch heute an ihr segensreiches Wirken.

4. Die Konkurrenz in Neubiberg

In Neubiberg wurden die auf das Jahr 1926 zurückgehenden Anstrengungen des bereits 1920 gegründeten „Kirchenbauvereins Gartenstadt-Neubiberg e.V.“ mit Erfolg gekrönt. Am 11. November 1928 wurde die Kirche Maria Rosenkranzkönigin durch Kardinal Dr. Michael von Faulhaber geweiht. Die Pläne fertigte der Münchner Architekt Franz Xaver Boemmel. 1968 wurde die Kirche umgestaltet und durch ein Seitenschiff erweitert. Damit hatte Neubiberg endgültig eine richtige Kirche, Ottobrunn dagegen den Seelsorger, der wie bisher immer noch zwei Kirchen betreute, die Notkirche in Ottobrunn und die neue Kirche in Neubiberg. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Neubiberg den längst angestrebten Expositursitz erhielt. Als die Kirchenverwaltung in Ottobrunn von der Absicht des Ordinariats erfuhr, den Expositursitz von Ottobrunn nach Neubiberg zu verlegen, reagierte sie tief betroffen, weil sie für ihre bisherigen Bemühungen um eine ordentliche Seelsorge einen Rückschlag befürchtete. Aus diesem Grunde lehnte sie die Verlegung ab, entschied sich aber sofort für eine Trennung in zwei Exposituren. Das Seelsorgegebiet Ottobrunn wurde daraufhin getrennt und ab dem 1. Juni 1929 gab es die Expositur Neubiberg-Waldperlach und die Expositur Ottobrunn. Johann Keller zog nach Neubiberg und im Gegenzug kam am 13. Juni 1929 Otto Mayer als Priester nach Ottobrunn.

5. Expositus Otto Mayer und die Sorgen in Ottobrunn

Otto Mayer, geb. 1895 in München, war Sekretär am Leohaus in München (= Zentrum der kath. Laienarbeit in München) und Redakteur des „Treuen Kameraden“. Er wohnte bereits seit 1926 in Neubiberg und zwar in einem Seelsorgerhaus an der Kaiserstraße, das später zum Pfarrhaus erweitert wurde. Laut Mietvertrag hielt er einen regelmäßigen Sonntagsgottesdienst abwechselnd in Neubiberg und Ottobrunn. Am 30. Juni 1929 wurde in Ottobrunn der feierliche Einführungsgottesdienst gehalten.

Von der gemeinsamen Fronleichnamsprozession wollte man sich noch nicht trennen, die in den vergangenen Jahren im Wechsel von einer Kirche zur anderen stattfand. Sie war ein Symbol für viele Gemeinsamkeiten. 1930 wurde sie noch gemeinsam gestaltet, dann gingen die Kirchengemeinden eigene Wege. So wurde die Prozession jetzt zum Zeichen der Selbstständigkeit. In Ottobrunn führte der neue Prozessionsweg zunächst zum Feldkreuz, dann durch die Rosenheimer Landstraße, die Diana- und Pestalozzistraße zurück zur Kirche. Die große Freude an solchen kirchlichen Festen konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Expositur Ottobrunn in den kommenden Jahren einen schweren Weg gehen musste.

In der Sitzung vom 29. März 1931 legte Expositus Mayer den Mitgliedern der Kirchenverwaltung die katastrophale Lage der Kirchenkasse dar. Durch die erwähnte Trennung wurde die finanzielle Belastung größer. Die Einnahmen aus der Kirchensteuer, den Messgeldern, Klingelbeutel, Opferstock und „Stuhlgeld“ (Platzmiete für Kirchenbänke) deckten bei weitem nicht die Ausgaben. Die Kirchenverwaltung konnte die ohnehin viel zu geringe Entschädigung für Mesner und Chorregent nur unregelmäßig aufbringen. Dazu kamen immer noch die laufenden Zinsschulden aus dem Pfarrhausdarlehen. Zwischen Kirchenverwaltung und Kirchenbauverein gab es Spannungen. Letzterer konnte bei den laufenden Ausgaben nicht gut hilfreich sein, weil er doch zielstrebig auf den Bau einer Kirche hinarbeitete. Fragen wurden gestellt beim Vergleich mit der Expositur Neubiberg, die durch ihre Zugehörigkeit zur Münchner Gesamtkirchengemeinde finanziell besser gestellt war. Die Gesamtkirchengemeinde war die Vereinigung aller Münchner Pfarreien zum Zweck der gemeinsamen Befriedigung der ortskirchlichen Bedürfnisse. Ottobrunn gehörte nicht dazu.

Inzwischen zählte im Jahre 1932 die Expositur 1.132 Katholiken. Dazu gehörten bereits auch die Katholiken aus dem Ortsteil Riemerling, das 1930 nach Ottobrunn eingepfarrt wurde.

6. Der Kampf um den Kichenneubau

Der Kirchenbauverein hatte wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage keine Aussicht auf einen baldigen Bau der ersehnten Kirche, obwohl der miserable Zustand der Barackenkirche dies immer dringlicher werden ließ. Die ihr zugedachte Lebensdauer von höchstens zehn Jahren war längst überschritten. Die geschrumpften Wände ließen im Winter Wind und Kälte in dem Maße ins Innere, dass dort jeweils nur 2 bis 3 Grad über der Außentemperatur herrschten.

Das Ordinariat entwickelte angesichts der wirtschaftlichen Situation den Plantyp einer billigen, stabilisierten Notkirche und stellte 20.000 Mark zur Verfügung. Die Herren der Kirchenverwaltung und des Kirchenbauvereins waren sich einig: „Lieber noch länger warten und die Aufnahme in die Gesamtkirchengemeinde München betreiben“.

Alle Anträge auf Eingliederung in die Gesamtkirchengemeinde schlugen fehl, weil Ottobrunn nicht zu München gehörte. Zu einem sehr eindringlich verfassten Bittgesuch um Aufnahme vom 29. Januar 1933 schrieb Pfarrer Zotz von Perlach in einem Begleitschreiben: “Ottobrunn ist der ärmste Seelsorgsbezirk in der Bannmeile München“. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt. Der Erfolg kam 1935.

Bis dahin ereignete sich im Gemeindeleben noch Folgendes:
Am 7. Februar 1933 rief Expositus O. Mayer den kath. Männerverein Ottobrunn ins Leben mit der Begründung, dass es „in der Zeit der allgemeinen Zusammenschlüsse der Organisationen auch eine Front der kath. Männer geben müsse“. Den Vorstand bildeten die Herren Georg Danzer, Alfred Schickaneder, Josef Kammerer und Franz Schuier. Herr Schickaneder betätigte sich als Fotograf und brachte für die Chronik von St. Otto viele Bilder. Nach wenigen Jahren geriet dieser Verein mehr in die Kontrolle der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei.

Am 1. Januar 1935 wurde die Expositur Ottobrunn rechtlich aus dem Pfarrbezirk Perlach abgetrennt und zur Pfarrkuratie erhoben. Damit war sie, von wenigen Klauseln abgesehen, einer Pfarrei gleichgestellt. Die neuen Mitglieder der Kirchenverwaltung waren die Herren Matthias Oexler, Jakob Argauer, Johann Bächmann, Alfons Pielmaier und Ernst Roth. Später rückten die Herren Kilian Uhlein und Nikolaus Rammelmaier nach, der auch Vorstand des Kirchenbauvereins war. Für die Wahlperiode 1934/39 wurden die Herren Georg Bauer, Georg Firsching, Michael Plapperer, Nikolaus Rammelmaier und Alfred Schickaneder gewählt. Seit dem 1. Juli 1935 gehörte Ottobrunn durch die Vermittlung von Kardinal v. Faulhaber endlich zur Gesamtkirchengemeinde München.

7. Bau der St. Otto Kirche

Sofort konnten die finanziellen Verhältnisse saniert werden und der Bau der langersehnten Kirche rückte in greifbare Nähe. Noch im Jahre 1935 begannen die Vorbereitungen zum Kirchbau. Pfarrkurat Mayer schlug als neuen Kirchenpatron den Hl. Otto von Bamberg vor. Der bisherige Titel konnte nicht beibehalten werden, weil es die Kirche „Hl. Familie“ schon gab. Am 21. Juni 1936 beschloss die Kirchenverwaltung formell den Bau einer neuen Kirche auf dem Platz der bisherigen Notkirche. Die Kosten wurden von der Gesamtkirchengemeinde getragen, die auch die Pläne erstellen ließ und Bauherrin war. Für die Bauausschusssitzung im Ordinariat wurden die Herren Nikolaus Rammelmaier und Franz Schuier gewählt. Der Architekt war Friedrich Haindl aus München. Zu seinen größeren Kirchenbauten zählen in München St. Jakob am Anger, Maria Immaculata, St. Bernhard und in der Nähe von München u.a. Erding, Dachau Ost und Süd und Karlsfeld. Architekt Haindl baute über 100 Kirchen. Der Kirchenbauverein wünschte sich von ihm „ein nettes Waldkirchlein, das zum Besuch lockt und einlädt“. Am 5. August 1936 fand der letzte Gottesdienst in der Notkirche statt. Dann wurde sie abgebrochen. „15 ½ Jahre hat sie ihrem Zweck gedient, nachdem sie den ganzen Krieg als Militärbaracke verwendet worden war“. So schrieb Pfarrkurat O. Mayer in sein Bautagebuch.

Auf der Firmenliste stehen unter anderen:
J. Kössler, München, Erd-, Beton- und Maurerarbeiten,
A. Riß, Neubiberg, Zimmermannsarbeiten,
Pachmayer, Dachdecker- und Spenglerarbeiten.

Am 6. September 1936 fand die Grundsteinlegung durch Prälat G. Böhmer statt. Zum Fest banden an die 50 Frauen 420 m Girlanden. Dazu wurden viele Blumen gebracht, so dass „der Bauplatz in einem Schmuck prangte, wie es bei solcher Gelegenheit wohl selten zu sehen ist“. Doch leider wurde das Fest durch ausgiebigen Regen sehr beeinträchtigt.

Am 10. Oktober 1936 gab es zum Richtfest ein Mittagessen im Hofbräustüberl in der Prinz-Alfons-Straße. (Das Hofbräuhaus wurde im Jahre 2008 abgerissen und an seiner Stelle Mietshäuser errichtet.) Die Hebeweingelder betrugen für die Hilfsarbeiter 5 RM, für die Facharbeiter je 6 RM.

Am 8 November 1938 konnte bereits die Glockenweihe stattfinden. Die drei Glocken wurden von der Fa. Hemelingen in Bremen gegossen.
Erste Glocke:
Name: Patronin Bavariae (Maria, Schutzfrau Bayerns)
Inschrift: Magna Patrona Bavariae, pacem et fidem da patriae! Maria, Schutzfrau Bayerns, schenk Frieden und Glauben unserem Vaterland!)
Gewicht: 900 kg, Ersatzglocke 1956 installiert: 590 kg
Ton: fis, unverändert auch bei der Ersatzglocke im Jahre 1956

Zweite Glocke:
Name: St. Nikolaus, segne die Gemeinde Ottobrunn
Inschrift: Deine Stimme klinge über unsern Wald, an jede Türe dringe, rufe jung und alt! (Nikolaus Rammelmaier)
Gewicht: 550 kg, Ersatzglocke 1956: 399 kg
Ton: a , die 1956 installierte Ersatzglocke: gis .

Dritte Glocke:
Name: St. Otto
Inschrift: St. Otto, starker Friedensheld, schaff allen Zwiespalt aus der Welt!
Gewicht: 394 kg, die Glocke konnte auch vor dem Kriegszugriff gerettet werden
Ton: h
Leider mussten die ersten beiden Glocken dem Krieg geopfert werden. Sie wurden im Februar 1942 von der Reichsstelle für Metalle abgeholt. Am 8. Juli 1956 konnten als Ersatz zwei neue Glocken mit gleichem Namen und Inschrift wie die bisherigen zwei Glocken geweiht werden. Sie wurden von der Glockengießerei R. Perner, Passau, angefertigt und geliefert. Unter starker Anteilnahme der Bevölkerung wurde nach einem Festzug durch Ottobrunn auf dem Schulplatz im Rahmen eines Festgottesdienstes die Weihe der Glocken von Pfarrer L. Krempl vorgenommen. Bei den Bemühungen um die neuen Glocken erwarb sich Herr Georg Hitzler große Verdienste.

Im Januar 1937 musste der Bau der Kirche wegen Kälte eingestellt werden und im März fielen große Flächen des Außenputzes ab. Weil die Kirche neu verputzt werden musste und die Hochaltarfiguren noch nicht fertig waren, sollte die Kirchweihe am 13. Juni stattfinden, eine einfache Weihe (Benediktion) dagegen so bald wie möglich, weil die religiös interessierte Bevölkerung auf keinen Fall mehr warten wollte und einen möglichst frühen Bezug der Kirche wünschte.

Mit Schreiben vom 20. März 1937 legte Kardinal Dr. Michael von Faulhaber die Weihe auf den 11. April 1937 fest, auch wenn „der Außenputz abfällt, die Wege nicht geebnet sind und die Innenausstattung noch nicht vollendet ist.“ Am 11. April 1937 fand die feierliche Kirchweihe statt.
Bau der Kirche St. Otto

8. Kirche und Ausstattung

Die St. Otto Kirche wurde für eine Waldlichtung geplant. Sicher ist sie deswegen rund; aber nicht nur deswegen. Zusammengefügt mit den unterschiedlichen Bauteilen – Vorraum, oberer Altarraum mit Sakristei und Turm – macht sie einen geschlossenen, in sich ruhenden Eindruck. Sie würde niemals in ein Häusermeer passen und hat doch mittelpunktbildende Kraft.

Die Figurengruppe über dem Hochaltar wurde von dem Münchner Bildhauer Franz Mikorey geschaffen (gestorben 1986). Christus zu Füßen knien links der Hl. Otto und rechts Kaiser Heinrich II. nach dem Motto: „Weltliche und geistliche Gewalt in Christus vereint.“ Die Enthüllung fand am 20.2.1938 statt. Bei der Renovierung 1974 wurde der großflächige Strahlenhintergrund entfernt und die Christusfigur etwas tiefer gehängt. Gefasst wurde die Gruppe von der Vergolder Firma Schellinger und Schmer, München.

Die Engel auf den Tabernakeltüren innen und auch auf dem Tabernakel außen malte Schellinger jun..

Das handgeschlagene und vergoldete Altarkreuz mit Feueremail und Elfenbeinchristus schuf Max Olofs.

Das Gipsrelief auf dem linken Pfeiler stellt die Heilung des Gelähmten durch Petrus dar (Apostelgeschichte 3,1-10).

Die acht Engelreliefs an der Rabitzkuppel bedeuten die acht Seligkeiten und wurden von Mauritius Pfeiffer gefertigt.

Die Darstellung aus dem Leben des Hl. Otto auf der Emporebrüstung malte Fred Theimer.

Die Kreuzwegbilder vollendete nach Entwürfen von W. Bertram der Kunstmaler L. M. Hotter.

Die Weihe des Kreuzwegs fand am 3. Juni 1956 statt.

Das Kreuz mit dem spätromanischen Christus vorne rechts, unter dem sich bis 1974 noch ein Wandaltar befand, wurde 1948 restauriert und stammt aus dem Ende des 13. Jahrhunderts.

Die Figurengruppe Maria mit Kind und Familie in der Apsis des Marienaltars schnitzte im Jahre 1960 der Ottobrunner Bildhauer Josef Hien. 1975 wurde diese Figurengruppe vom Kirchenmaler H. Götz neu gefasst.
Von Josef Hien stammt auch die Weihnachtskrippe, die er seit der Erstausstattung 1976 in den folgenden Jahren ergänzte und jedes Jahr selbst in wechselnden Formationen aufstellte. Im Jahre 2005 wurde die Krippe nochmals um eine Figur erweitert, die Herrn Pfarrer Zawadke täuschend ähnlich sieht. Das war so gewollt. Wissend, wie sehr die Krippe Pfarrer Zawadke ans Herz gewachsen war, ist diese Figur ein Geschenk der Pfarrgemeinde an den so sehr verdienten langjährigen Pfarrer von St. Otto.

Den Taufstein mit den Darstellungen „Jüngling von Nain, Christus am Kreuz und Hochzeit zu Kana“ schuf Bildhauer Konstantin Frick. Bis 1974 befand sich der Taufstein an der rechten Seitenwand hinten im Hauptraum.

Den Opferstock-Antonius neben dem Eingang schnitzte der Bildhauer H. Frey.

Die Außenfiguren Hl. Otto und Papst Gregor VII. über dem Eingang stammen von F. Hauck.

9. Orgel, Organisten und Kirchenmusik

1946 bekam die Kirche ihre Orgel. Sie wurde als pneumatische Orgel von der Firma Schuster gebaut. Am 30. Mai 1946 fand die Orgelweihe statt mit Domprediger K. Abenthum, Msgr. G. Götzel, Domkapellmeister L. Berberich und dem Kirchenchor Ottobrunn. Organist an der Orgel war Günter Baldermann. Ein Jahr nach der Orgelweihe begann er als junger Musik-Student den Dienst als Organist und Chorleiter. Im Jubiläumsjahr 1987 feierte er sein 40-jähriges Dienstjubiläum. 1992 beendete er seinen Dienst. 1997 ist er gestorben.

Als Organisten folgten Herrn Baldermann nach:
1.10.1993 bis 31.12.1997: Elisabeth Zawadke
1.10.1998 bis 30.9.2000: Stephan Herzberg, Student
1.10.2000 bis 31.12.2010 waren als Organisten tätig: Berno Scharpf, Dr. Alfons Vannahme, Josefine Klippel, Georg Nützel
Seit 1.1.2011 ist Christoph Koscielny der hauptamtliche Kirchenmusiker.

Da die erste Orgel sehr anfällig geworden war, wurde im Jahre 1993 der Bau einer neuen mechanischen Orgel bei der Firma Hubertus Kersenbrock in Auftrag gegeben. Am 20.11.1993 wurde die neue Orgel eingeweiht. Leider stellte sich bald heraus, dass die neue Orgel gegen die wechselnden Temperaturen und Witterungseinflüsse nicht ausreichend widerstandsfähig war. Viele Nachreparaturen erfolgten, die aber alle nicht das erhoffte Ergebnis brachten. Schließlich erfolgte im Jahr 2006 eine Generalüberholung der gesamten Orgel durch den Orgelbaumeister Christoph Kaps aus München. Seitdem bringt die Orgel die erwartete Leistung und Tonqualität und ist ausreichend robust gegenüber Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen.

Die Kirchenmusik begann in Ottobrunn mit dem ersten Gottesdienst am 1. Adventssonntag 1918, bei dem ein eigens bestellter Chor eine lateinische Messe aufführte.
Der erste eigenständige Chorleiter war der Hauptlehrer Johann Kandler. Er versah diesen Dienst von 1921 bis 1933. Die finanzielle Entschädigung war sehr gering und unregelmäßig. Ihm folgte bis 1936 der pensionierte Hauptlehrer Liebl aus Hohenbrunn. Hans Krätz übernahm die Leitung des Chores bis 1943 und Josef Scheibel bis 1947.

Pfarrer A. Ferstl berichtet für die ersten Jahre nach dem 2. Weltkrieg von einer besonders von der Jugend getragenen Pflege des lateinischen und deutschen Chorals und auch des Kirchenliedes allgemein.

Die Singgemeinschaft St. Otto pflegte unter der Leitung von Chordirektor Günter Baldermann mit großem Erfolg sowohl lateinische Tradition als auch die deutschsprachige Kirchenmusik, zu der er als Kirchenmusiker eigene Kompositionsbeiträge schuf. Insgesamt hat er 45 Jahre dieses Amt innegehabt und es mit viel Können und Hingabe ausgefüllt. Neben dem Chor hat er auch ein Streichorchester geleitet, das häufig den Chor musikalisch ergänzte. 1993 übernahm der Volksschullehrer Herr Peter Graßold die Leitung des Chores. Herr Graßold ist schon seit seiner Kindheit mit St. Otto verbunden. Bei allen Hochfesten im Jahr, zum Patrozinium, dem Erntedankfest, in der Adventszeit und bei vielen anderen Anlässen wird der Gottesdienst von der Singgemeinschaft St. Otto musikalisch gestaltet. Dabei wird der Chor an hohen Festtagen von Streichinstrumenten begleitet.

10. Die Umgebung der Kirche

1965 wurde von der Sudetendeutschen Landsmannschaft neben dem Eingangsbereich der Kirche ein Gedenkkreuz für die Toten der Heimatvertriebenen aufgestellt. An dieser Stelle standen während des Krieges Birkenkreuze für die Gefallenen. An der Südostecke des Kirchplatzes befand sich eine kleine Kapelle. Im Bauplan steht daneben der schöne Name „Heiland in der Rast“ zu lesen. In dieser Kapelle wurde 1959 vom Kriegerverein unter der Leitung von Herrn Anton Doll eine Gedenktafel für die Kriegstoten angebracht. Beim Abbruch der Kapelle im Jahre 1968 erhielten die Gedenktafeln einen neuen Platz an der Ostwand der Kirche. 1969 wurde auch die Kirchenmauer abgebrochen.

Kapelle und Kirchenmauer mussten dem Pfarrheimneubau weichen. Pfarrer L. Krempl ließ das Pfarrheim in den Jahren 1967/68 nach den Plänen von C.T. Horn errichten. Das Pfarrheim hat einen 160 qm großen Saal – die „gute Stube“ der Pfarrei, Bibliothek, Küche und drei Gruppenräume.

Nachdem bereits frühzeitig von Pfarrer A. Ferstl eine Baracke für den Beginn eines Kindergartens angeschafft worden war, konnte bereits am 1. August 1945 der Kindergartenbetrieb aufgenommen werden. Am 23. September 1948 gründete Pfarrer Ferstl den „Verein Kindergarten Ottobrunn e.V.. 1951 konnte ein neuer Barackenkindergarten auf dem Platz des heutigen Kindergartens eingeweiht werden. 1954 wurde eine Hausmeisterwohnung gebaut. 1971/72 wurde der längst fällige neue Kindergarten gebaut. Architekt Erich Heym plante einen der Umgebung angepassten weiträumigen Bau mit vier Gruppenräumen und entsprechenden Nebenräumen. Die Einweihung fand am 17. März 1973 mit dem ehemaligen Regionalbischof Ernst Tewes statt.

Was die Nachbarschaft von Schule und Kirche betrifft, so sollten folgende Auffälligkeiten nicht übersehen werden. „Waldschule“ und „Waldkirche“ haben dasselbe Erbauungsjahr. 1920 wurde auf dem bewaldeten Grundstück gegenüber dem für einen Kirchbau vorgesehenen Grundstück die Waldschule mit einem großen Klassenzimmer und einer Hausmeisterwohnung errichtet. Im Herbst desselben Jahres wurde die Barackenkirche, die sog. Waldkirche, gebaut. 1936 fand die Grundsteinlegung zu einem neuen Schulgebäude statt. Dieser Bau – der heutige Ost- oder „Altbau“ – wurde gleichzeitig mit der Kirche St. Otto von denselben Bauleuten erstellt und im Frühjahr 1937 in Betrieb genommen. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Kirche, besonders des Frauenbundes, und der Schule wurde viel Gutes geleistet, z.B. die Schülerspeisung und auch kulturelles Leben gefördert. Der erste Lehrer, Hauptlehrer Kandler leitete zwölf Jahre den Kirchenchor. Im Jahr 1982 übernahm Frau Rektorin Therese Hörsgen die Schulleitung. Gleichzeitig war sie Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von St. Otto. Seit 1958 war für viele Jahre Herr Karl Finkenzeller als Religionslehrer tätig. Er hat sich u.a. um die Vorbereitung der Kinder auf den Empfang der Sakramente verdient gemacht.

11. Renovierung der Kirche 1974

Im Jahre 1974 wurde die Kirche im Sinne der liturgischen Neuordnung umgestaltet. Der Ottobrunner Architekt Erich Heym übernahm die Planung und Durchführung dieser Maßnahme in enger Zusammenarbeit mit dem Pfarrer und nach eingehender Absprache mit dem erzbischöflichen Baureferat, der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates. Umfangreiche Arbeiten wurden erforderlich: Im Vorraum musste ein Teil der Außenmauer trockengelegt werden. Der Betonunterbau erhielt eine Wärmedämmschicht und den Asphaltestrich, auf dem das Holzstöckelpflaster durch Aufkleben verlegt wurde. Für die ausgiebige Beleuchtung wurden die Elektroleitungen erneuert und ergänzt. Anstelle der beiden Beichtstühle wurde ein Beichtstuhlanbau erstellt, um Platz für die aus Eichenholz verleimten Rundbänke zu gewinnen. Auf einer runden Altarinsel erhielt der neue Altar eine zentrale Stellung. Der umgearbeitete Taufstein bekam in der Mitte des Vorraumes seinen neuen Platz. Die ursprünglich an den Seitenwänden verteilten Kreuzwegstationen und Apostel-Leuchter fanden eine zusammenhängende Neugruppierung. Die Kirche erhielt einen neuen Anstrich. Am 3. November 1974 fand durch Kardinal Julius Döpfner die feierliche Altarweihe statt. 1986 bekam die Kirche anstelle des durch Rostnarben beschädigten Blechdaches ein Kupferdach. Der Turm, der 27,5 m hoch ist, erhielt seine Kupferdeckung bereits 1962, und zwar aus Anlass des 25-jährigen Kirchweihjubiläums.

12. Neugestaltung des Kirchenvorplatzes

Im Jahre 2006 kam es zu der Entscheidung, den Kirchenvorplatz neu zu gestalten. Die politische Gemeinde bekundete großes Interesse, die Achse zwischen dem politischen Ortszentrum mit dem Wolf-Ferrari-Haus und dem Rathaus einerseits und der St. Otto Kirche und der Grundschule an der Friedenstraße andererseits zu einer deutlichen Sichtachse werden zu lassen, an deren Ende an der St. Otto Kirche ein einladender Platz entstehen sollte. Zusammen mit dem ebenfalls neugestalten Vorplatz vor der Grundschule und der zwischen Schule und Kircheneu gestalteten Friedenstraße ist ein äußerst wertvolles Ensemble entstanden, was große Anerkennung der Bevölkerung fand. Diese Neugestaltung der Vorplätze vor der St. Otto Kirche und der Grundschule wurde 2007 zum 70-jährigen Bestehen der St. Otto Kirche erfolgreich abgeschlossen. Inzwischen haben schon viele ansprechende Feierlichkeiten auf dem Vorplatz stattgefunden, darunter auch die Feier zum 75. Geburtstag von Pfarrer Anton Zawadke. Zusätzlich wurde die St. Otto Kirche mit im Boden eingelassenen Lichtstrahlern versehen, die sie bis spät in den Abend hinein als besonders wertvollen Kirchenbau und als ein Wahrzeichen Ottobrunns ins rechte Licht rücken und erstrahlen lassen.

Der Platz soll in den kommenden Jahren um einen Brunnen ergänzt werden.
Neugestalteter Platz vor der Kirche St. Otto

13. Gründung der Pfarreiengemeinschaft Ottobrunn St. Albertus Magnus – St. Otto

Zum 30.11.2007 ging Pfarrer Anton Zawadke im Alter von 75 Jahren nach 38 Jahren Tätigkeit als Pfarrer von St. Otto in den Ruhestand.
Dr. Czeslaw Lukasz, seit vielen Jahren Pfarrer der Ottobrunner Pfarrei St. Albertus Magnus, wurde ab 1.12.2007 zum Pfarradministrator von St. Otto mit dem Ziel bestellt, die beiden Pfarreien unter Beibehaltung deren Eigenständigkeit zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammen zu fassen. Das Errichtungsdekret hat folgenden auszugsweisen Wortlaut, wie er im Gründungspfarrbrief, der im September 2008 erschien, abgedruckt ist:

Im besonderen Auftrag des Erzbischofs Dr. Reinhard Marx, wird nach Vorschlag des zuständigen Bischofsvikars, Weihbischof Engelbert Siebler, nach Beratung im Ordinariatsrat und nach Anhörung und Zustimmung des Konsultorenkollegiums der Erzdiözese München und Freising mit Wirkung vom 1. September 2008 die „Pfarreiengemeinschaft Ottobrunn“ mit Sitz in der Pfarrei Ottobrunn-St. Albertus Magnus, Dekanat München-Ottobrunn errichtet.

Mit der Leitung der „Pfarreiengemeinschaft Ottobrunn“ wird mit gesondertem Dekret Herr Pfarrer Dr. Czeslaw Lukasz beauftragt. Es wird darauf hingewiesen, dass im Rahmen der künftigen pastoralen Planung eine Erweiterung der Pfarreiengemeinschaft Ottobrunn möglich ist.

Der Zusammenschluss der Pfarreien zu einer Pfarreiengemeinschaft erfolgt zur Koordination der gesamten Seelsorge und zur Durchführung gemeinsamer Seelsorgsaufgaben. Der Pfarrer, die Kleriker und die pastoralen Mitarbeiter/innen sind für den gesamten Bereich der Pfarreien gemeinschaft angewiesen. Die Pfarramtsverwaltung ist am Sitz der Pfarreiengemeinschaft so bald als möglich zentral zusammenzufassen.

Zur Pfarreiengemeinschaft gehören:
Pfarrei Ottobrunn - St. Albertus Magnus
Pfarrei Ottobrunn - St. Otto
Gesamtkatholikenzahl: 5.501


München, den 24. Juli 2008
gez. Dr. Robert Simon, Generalvikar


Am 28. September 2008 wurde von Weihbischof Engelbert Siebler der Festgottesdienst zur Gründung der Pfarreiengemeinschaft Ottobrunn St. Albertus Magnus – St. Otto zelebriert.

Zum 1. Januar 2012 wurde die Pfarreiengemeinschaft in Pfarrverband Ottobrunn umbenannt, da die Bezeichnung Pfarrverband der im Erzbistum München und Freising übliche Begriff ist.

14. Die Tochterkirchen von St. Otto

14.1 St. Magdalena

Die große Ausdehnung der Pfarrei St. Otto und der ständige Zuzug nach Ottobrunn machten die Errichtung einer zweiten Seelsorgestelle notwendig. Der seit 1952 in Ottobrunn tätige Kaplan Alexander Siebenhärl übernahm 1959 als Kurat diese Aufgabe. Der neue Sprengel umfasst das Gebiet der Gemeinde Ottobrunn östlich der Bahnlinie und Riemerling. Westlich der Bahnlinie bildeten die Ottostraße und die Rosenheimer Landstraße die Grenze. Die Kirche St. Magdalena wurde nach den Plänen von Architekt Albrecht Busch erbaut. Der Kirchenraum versinnbildet den Abendmahlsaal. Am 27.11.1960 wurde sie von Kardinal Joseph Wendel geweiht. Bereits 1963 erfolgte die Pfarrerhebung. Ihr Pfarrer Alexander Siebenhärl war der erste Dekan des 1971 neuerrichteten Dekanates Ottobrunn und war seit 1982 Geistlicher Rat. Im Jahr 2008 ist Alexander Siebenhärl gestorben. Wegen seiner großen Verdienste um die beiden Gemeinden haben die Gemeinderäte von Ottobrunn und Hohenbrunn kurz nach seinem Tod entschieden, den Weg von Ottobrunn nach Hohenbrunn entlang der S-Bahn „Pfarrer-Siebenhärl-Weg“ zu nennen.
14.2 St. Albertus Magnus

Mit der Besiedelung des etwa 1970 entstandenen großen Wohngebietes „an der Ottosäule“ wurde in Ottobrunn eine dritte Kirche notwendig. Ab 1.1.1971 gab es die Seelsorgstelle „Ottobrunn III – Ottosäule“. Kurat Herbert Rauchenecker engagierte sich sehr beim Aufbau der neuen Gemeinde. Die Trennungslinie zur Mutterpfarrei St. Otto wurden die Edelweiß-, Gutenberg- und Rosenheimer Landstraße. Die ersten Gottesdienste fanden zuerst in der Schule III, dann in einer Behelfskirche statt. Am 2.10.1977 wurde die nach Plänen von Prof. Hubert Caspari errichtete Kirche St. Albertus Magnus von Kardinal Joseph Ratzinger geweiht. Kurz zuvor erfolgte die Erhebung zur Pfarrei. Der erste Pfarrer Herbert Rauchenecker leitete die Pfarrei noch bis 1979.

Die evangelische Kirchengemeinde – Die Michaelskirche

Nachdem die Katholiken aus der ersten Notkirche bei der Schwaige ausgezogen waren, benutzte die erste evangelische Gemeinde dieses Provisorium als Gottesdienstraum. 1923 siedelte sie in das Nebenzimmer der Turnhalle an der Gartenstraße um. Aus dieser Turnhalle wurde 1928 „die evangelische Waldkirche“. Mit Stadtpfarrer Ernst Borger bekam die Gemeinde ihren ersten eigenen Seelsorger. Am 15. März 1964 wurde die nach Plänen von Architekt Steinhauser errichtete Michaelskirche eingeweiht.

15. Seelsorger von St. Otto

(in Klammern die Zeiten ihres Wirkens in St. Otto)

Benefiziat Friedrich Müller (ab 1918)

Expositus Dr. Anton Möderl (1922- 1926)
Expositus Johann Keller (1926 - 1929)
Johann Keller übernahm Neubiberg und
blieb dort bis 1938. Dann wurde er Stadtpfarrer
und Stiftsprobst in Landshut. Er starb 1967.

Otto Mayer (korr. ThD 04.12.2011)
Expositus Otto Mayer (1929 - 1939)
Otto Mayer verließ Ottobrunn 1939 und ging zunächst
als Pfarrer nach Schwabhausen und 1946 nach
Sachsenkam. 1951 wurde er Pfarrer in Altomünster,
wo er am 30.5.1966 starb.
Anton Ferstl (korr. ThD 04.12.2011)
Pfarrkurat Anton Ferstl (1939 - 1950)
Anton Ferstl (geb. 1905) wurde nach 6-jähriger Tätigkeit in Ottobrunn auch der erste Pfarrer von Ottobrunn, nachdem Ottobrunn, wie übrigens auch Neubiberg, mit Wirkung vom 1.3.1945 zur Pfarrei erhoben wurde. 1950 ging Anton Ferstl bis 1976 als Pfarrer nach Seeon. Als Pfarrer i.R. wohnte er in Weßling.
Pfarrer Ludwig Krempl
Pfarrer Ludwig Krempl (1951 - 1969)
Geboren 1911, war vor seiner Tätigkeit in
St. Otto zehn Jahre Kaplan in Perlach. Er
starb am 13.8.1969. Der Pfarrer Krempl-Weg
beim Friedhof erinnert an sein Wirken in Ottobrunn.
Pfarrer Anton Zawadke
Pfarrer Anton Zawadke (1969 - 2007)
Geboren 1932, Priesterweihe am 29. Juni 1959
Ab 1.8.1959 Kaplan St. Anna in Karlsfeld
Ab 1.9.1963 Kaplan in Christkönig in Waldkraiburg
Ab 15.10.1965 Kaplan in St. Michael in Perlach
Ab 1.7.1969 Vikar in St. Otto in Ottobrunn
Ab 1.11.1969 Pfarrer in St. Otto in Ottobrunn
Ab 30.11.2007 Versetzung in den Ruhestand. Seitdem
gelegentliche Aushilfe in der Pfarreiengemeinschaft.
Im Juli 2009 wurde er anläßlich seines 50-jährigen Priesterjubiläums
zum Ehrenbürger der Gemeinde Ottobrunn ernannt.
Dr. Czeslaw Lukasz
Ab 1.12.2007 Pfarradministrator von St. Otto,
seit 1.9.2008 Leiter der Pfarreiengemeinschaft Ottobrunn (St. Albertus Magnus und St. Otto).

Als Kapläne wirkten in Ottobrunn:
Franz Schreibmayr (1945 – 1948)
Er gehörte dem Orden der Oratorianer an und war zusammen mit Klemens Tilmann mit der Erstellung des sog. Grünen Katechismus beauftragt.

Josef Bayerle (1948 – 1952)
1952 wurde er Pfarrer in Neukirchen bei Miesbach.

Alexander Siebenhärl (1952 – 1959)
Er baute die Kirche und Pfarrei St. Magdalena auf. 2008 ist er im hohen Alter gestorben. Der Weg entlang der S-Bahn von Ottobrunn nach Hohenbrunn erhielt ihm zu Ehren den Namen Pfarrer-Siebenhärl-Weg.

Priesterliche Aushilfen in St. Otto:
Prof. Dr. Perikles-Petrus Joannou
von 1958 bis zu seinem Tod im Jahre 1972

Prälat Johann Faltlhauser, Ordinariatsrat mit Wohnung in Ottobrunn
Er wurde zusammen mit den Brüdern Ratzinger am 29. Juni 1951 zum Priester geweiht, gestorben 3.9.2005. Beerdigt in Feldkirchen-Westerham.

Prof. Christian Schwendner (geb. 1912), Wohnung in München
Am 2.5.1937 zum Priester geweiht. Bereits in den 60-iger Jahren hat er in St. Otto Vorträge und Bibelstunden gehalten und Gottesdienste zelebriert. Er starb 21.8.1991 und ist in München-Haidhausen bestattet.

Pater Leonhard Kiesch SJ
von 1.12.2007 bis 30.9.2009 in St. Otto und St. Albertus Magnus im Zuge der Gründung der Pfarreiengemeinschaft Ottobrunn tätig.

Als pastorale Mitarbeiter waren/sind in der Pfarrei St. Otto tätig:
Fr. Dr. Beatrix Schnabel (1.9.2001 bis 30.8.2003)
Hr. Alexander Kirnberger (1.9.2004 bis 30.8.2009)
Fr. Christine Stauß (seit 1.9.2009)

16. Mesnerinnen und Mesner von St. Otto

Mesnerin Kathi Weidner
Katharina Weidner: Mesnerin von 1928 – 1995

In dem 2002 zum 100-jährigen Jubiläum des Siedlungsraumes Ottobrunn herausgegebenen Buch heißt es zu Frau Weidner: Eine aus der Pfarrei nicht wegzudenkende Person war die Mesnerin „Kathi“, wie Fr. Katharina Weidner von allen liebevoll genannt wurde. 1928 übernahm sie als 16-jähriges Mädchen von ihrem Vater den Mesnerdienst, der 67 Jahre lang zu ihrer Lebensaufgabe wurde. Wahrscheinlich war sie die dienstälteste Mesnerin in Deutschland. Zusammen mit ihren Schwestern Anni und Bertilla leistete sie alle Botengänge in der Pfarrei, die bis 1960 noch das ganze Ottobrunner Gebiet umfasste. Sie betreute ihre geliebte Bücherei und kannte fast alle Leserwünsche. Wo Bedarf war, sorgte sie sogar mit Kleidern und Möbeln. 1978 erhielt sie anlässlich ihres 50-jährigen Dienstjubiläums die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Am 28.12.1995 erlitt sie einen Schwächeanfall, den sie in ihrer tiefgläubigen Frömmigkeit als Ruf Gottes verstanden hat. Sie starb am 30.3.1999. Viele bewahren sie in lebendiger Erinnerung, besonders alle Ministranten, die von ihr als der gütigen Ministrantenmutter in Dienst genommen worden sind.

Der Kathi-Weidner-Weg in Ottobrunn zwischen Haidgraben und Umgehungsstraße (St 2078) in Ottobrunn wurde nach ihr benannt.
Emy Zierl: 1996 – 1999 mit einigen Unterbrechungen; sie hat diese Aufgabe ehrenamtlich wahrgenommen.

Reinhard Zehms: seit 1.11.1999.