Pfarrverband Ottobrunn

St. Albertus Magnus | St. Otto

Reiseberichte zu den Studien- und Pilgerreisen 2016 - Armenien


Armenien vom 03. - 12. Juni 2013 ins älteste christliche Land der Welt

31 Reisende
Armenien-Reisegruppe vor dem Ararat
Die Reisegruppe vor dem Wahrzeichen Armeniens, dem 5.165 m hohen Berg Ararat
Das seit dem Jahr 301 christliche Land ist kleiner als die Schweiz, bietet aber unzählige Kulturschätze in einer weitgehend vom Massentourismus verschonten großartigen Berglandschaft. Ob uralte Klosteranlagen aus dem 7. Jahrhundert oder Kreuzkuppel-kirchen aus dem Mittelalter, ob prähistorische Kultstätten, die vielen für Armenien bekann-ten „Kreuzsteine“ oder eine ganze Stadt in Höhlenwohnungen, ob steile Passstraßen oder enge Schluchten, weite Hochflächen mit der Blütenpracht des Frühlings und noch schneebedeckten Gipfeln, uneinnehmbare Festungen, der riesige Sevan-See oder die quirlige Hauptstadt Jeriwan mit ihrem bekann-ten Radio, jeder Tag überraschte mit neuen Eindrücken. Zusammen mit Kontakten zur dort beheimateten armenisch-apostolischen Kirche sowie beim Essen in Privathäusern und mit den lokalen Führern entstand ein großartiges Bild dieses Landes. Inbegriffen das schwere Schicksal durch verheerende Erdbeben und vor allem durch immer wiederkehrende Besetzungen, Ausbeutungen und eminente Landverluste an mächtige Nachbarstaaten. Davon zeugen aus neuester Zeit die Gedenkstätte für 1,5 Mio. Opfer eines Völkermords im Jahr 1915, aber auch Ruinenstädte und riesige verrottende Industrieanlagen oder die Tatsache, dass von 13 Mio. Armeniern nur 3 Mio. im Land sind und die anderen weltweit verstreut leben. Und auch, dass das Wahrzeichen, der Jerivan und das gesamte Arax-Tal beherrschende „heilige“ Berg Ararat, jetzt unerreichbar im Nachbarland steht. Dieses Land ist arm, aber die jahrtausendalte eigene Kultur, eigene Religion, eigene Sprache und sogar eigene Schrift hält die Bewohner zusammen. Mit diesem Erlebnis war die Reise weit mehr als bloßes Sightseeing und wirkt in der eigenen Bewusstseinsbildung sicher noch lange nach.
Peter Dill, Reiseteilnehmer