St. Hildegard

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Pfarrzentrum

Das neue Pfarrzentrum bringt neues Leben in die Gemeinde

Bei der Einweihung unserer Kirche vor 40 Jahren war das Pfarrzentrum für unsere Gemeinde den damaligen Bedürfnissen angemessen. Ich bin sicher, dass der Gemeinde St. Hildegard in Pasing froh und dankbar war, neben dem religiösen Mittelpunkt auch ein gesellschaftliches Zentrum gefunden zu haben. Das Höfchen des Architekten Östreicher war bei gutem Wetter ein beliebter Versammlungsort nach der Kirche, um sich mit den Nachbarn auszutauschen.

Die erfreuliche Entwicklung der verschiedenen Gruppen in der Gemeinde führte jedoch zu Engpässen in der Belegung der wenigen Räumen, die Bibliothek platzte dank der intensiven Nachfrage nach Büchern und sonstigen Medien aus allen Nähten. Auch vermissten der Pfarrer und einige Gemeindemitglieder einen Glockenturm – ein Umbau des Pfarrzentrums schien damit nach 30 Jahren unvermeidlich. Aber es gab viele Hindernisse: Der Glockenturm hatte wegen der Belästigung der Nachbarn wenig Aussicht auf Genehmigung, der Architekt Östreicher pochte auf den Schutz des Ensembles von Kirche und Pfarrzentrum! Herr Architekt Schlör, der mit den Umplanungen beauftragt war, stand vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Zu diesen Schwierigkeiten kam die plötzliche Finanznot des Ordinariats hinzu – die Gemeinde musste umdenken oder auf ein neues Gemeindezentrum verzichten.

In enger Zusammenarbeit des Bauausschusses des Pfarrgemeinderates mit Architekt Schlör wurde der Bauumfang deutlich reduziert, die Baulücke zwischen dem Pfarrhaus und Gemeindezentrum genutzt und durch die Überdachung des kleinen Hofes ein großer Gemeindesaal ermöglicht. Auf einen Kirchturm wurde von manchen nur schweren Herzens verzichtet. Damit konnten die Baukosten von über 7 Millionen Mark auf 4 Millionen Mark fast halbiert werden. Das Ordinariat war bei der Vorlage dieser reduzierten Planung und der damit verbundenen Bescheidenheit der Gemeinde so überrascht, dass St. Hildegard als Vorbild für Einsparungen gesehen und praktisch spontan die Finanzierungszusage erteilt wurde. Nach dem Osterfest begannen am 18. April 1997 die Baumaßnahmen und im September 1998 konnte unser neues Pfarrzentrum mit Räumen für alle Gruppen in der Gemeinde der Bestimmung übergeben werden. Das Umdenken aus Sparsamkeitsgründen hatte den Vorteil, den großzügigen Raum vor der Kirche zu erhalten und die Sicht auf das Gotteshaus repräsentativer zu gestalten.

Wir sind glücklich, über ein so anpassungsfähiges Gemeindezentrum zu verfügen, das den vielen Interessens- und Altersgruppen in den unterschiedlichen Größen gerecht wird.

Theodor Strobl