Pfarrverband Pfaffenhofen am Inn

Kirchgasse 3, 83135 Pfaffenhofen a.Inn, Telefon: 08031-81999, E-Mail: PV-Pfaffenhofen-Inn@ebmuc.de

Die Geschichte des Heiligen Laurentius

Altarbild Laurentius
Die Legende ist schnell geschildert:
Der Papst Sixtus II. war für den jungen Christen Laurentius nicht nur Vorgesetzter, sondern auch väterlicher Freund und Vorbild.
In den ersten Augusttagen des Jahres 258 ließ der Christenverfolger Kaiser Valerian Papst Sixtus festnehmen und am 6. August enthaupten. Zu seiner Hinrichtungstätte begleitete ihn der weinende Laurentius. Sixtus tröstete den Diakon und prophezeite ihm sein eigenes Martyrium. Er erteilte Laurentius den Auftrag zuvor den gesamten Kirchenschatz unter den Armen auszuteilen.
Nach der Ermordung von Sixtus II. erhob Valerian Anspruch auf den Kirchenbesitz. Laurentius verweigerte die Herausgabe an Valerius und bat um drei Tage Bedenkzeit. In dieser Zeit verteilte er die Güter der Kirche unter den Notleidenden und führte am dritten Tag alle diese Menschen Valerian vor. Er erklärte dem Herrscher, dass hier die wahren Kirchenschätze vor ihm stünden. Da kannte Valerian keine Gnade mehr. Er ließ den Diakon festnehmen und verurteilte ihn zum Tode. Die kaiserlichen Häscher schlugen Laurentius mit Bleiklötzen, legten ihn zwischen glühende Platten, doch der Christ blieb standhaft. Keine Klage kam über seine Lippen, im Gegenteil, er pries Gott und betete.
Schließlich ließ der Kaiser Laurentius auf einem Rost zu Tode brennen, dies geschah am 10.August 258.
Nach der Legende soll der Märtyrer noch kurz vor seinem Tod zu seinem Henker gesagt haben:
„Der Braten ist schon fertig, dreh ihn um und iss!“.

Wenn an diesem Tag Sternschnuppen vom Himmel fallen, nennt man sie „Laurentius-Tränen“.

(Auszug aus der Festschrift zum 1200-jährigen Jubiläum.)