St. Georg, Großholzhausen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wer legt die Zahl der zu wählenden und hinzu zu wählenden PGR-Mitglieder fest?

Der amtierende, „alte“ Pfarrgemeinderat legt die Zahl der zu wählenden Mitglieder fest [vgl. § 1 Abs. 1f und § 2 Abs. 3 WO-PGR]. Eine Abweichung von der Regelzahl der zu wählenden Mitglieder in eine der höheren oder die nächst niedrigere Stufe ist möglich, wenn der amtierende PGR dies mit der Mehrheit von drei Viertel der Stimmen beschließt (vgl. § 2 Abs. 4 WO-PGR).
Über die Hinzuwahl von Mitgliedern entscheiden die gewählten und amtlichen Mitglieder des neuen PGR [vgl. § 5 Abs. 1 WO-PGR]. Die Zahl der hinzugewählten Mitglieder darf die Hälfte der gewählten Mitglieder nicht überschreiten [vgl. § 3 Abs. 1d SaPGR u. § 5 Abs. 4 WO-PGR]. Die Hinzuwahl kann auch im Verlauf der Amtsperiode vorgenommen werden [§ 5 Abs. 3 WO-PGR].
2. Können mehrere Mitglieder einer Familie für den Pfarrgemeinderat kandidieren (und Mitglied im Pfarrgemeinderat sein)?

JA.
 
 
In der WO-PGR findet sich hierzu keine Einschränkung [vgl. § 4 WO-PGR].
3. Können Personen, die geschieden oder wiederverheiratet sind, für den PGR kandidieren?

JA.

Geschiedene und Wiederverheiratete können für den Pfarrgemeinderat kandidieren. Gemäß § 4 WO-PGR und § 3 Abs. 4 SaPGR kann nur Personen die Kandidatur verweigert werden, bei denen mindestens eine der in § 4 WO-PGR und § 3 Abs. 4 SaPGR festgelegten Voraussetzungen nicht erfüllt ist.
4. Können Mitarbeiter/innen der Kirchenstiftung für den PGR kandidieren?

JA,

wenn sie die Voraussetzungen nach § 4 WO-PGR und § 3 Abs. 4 SaPGR erfüllen.


5. Ist eine gleichzeitige Mitgliedschaft in Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung möglich?

JA,

sofern die Voraussetzungen nach § 4 WO-PGR und § 3 Abs. 4 SaPGR sowie Artikel 8 der Satzung für die gemeindlichen kirchlichen Steuerverbände in den bayerischen (Erz-)Diözesen erfüllt sind.
6. Kann Personen, die der Wahlausschuss als „problematisch“ für den Pfarrgemeinderat und die Pfarrgemeinde einstuft, die Kandidatur verweigert werden?

NEIN.

Gemäß § 4 WO-PGR und § 3 Abs. 4 SaPGR ist zum Pfarrgemeinderat wählbar: (1) wer katholisch ist; (2) in der Ausübung der allgemeinen altersgemäßen kirchlichen Gliedschaftsrechte nicht behindert ist; (3) das 16. Lebensjahr vollendet hat und (4) in der Pfarrgemeinde wohnt. Nach Rechtsauskunft der Abteilung Kirchenrecht der Erzdiözese München und Freising ist „eine Behinderung in der Ausübung der allgemeinen kirchlichen Gliedschaftsrechte […] gegeben, wenn jemand öffentlich den katholischen Glauben aufgegeben hat oder von der kirchlichen Gemeinschaft abgefallen ist (z. B. durch erklärten ‚Kirchenaustritt’) oder durch Verhängung bzw. Feststellung der Exkommunikation bestraft ist.“

Zuständig für die Prüfung der Wählbarkeitsvoraussetzungen ist gemäß § 7 Abs. 3 WO-PGR der Wahlausschuss. Dieser kann nur dann feststellen, dass ein/e Bewerber/in das passive Wahlrecht nicht besitzt, wenn mindestens eine der genannten Voraussetzungen nicht erfüllt ist. Diese Feststellung ist vor der Festlegung der endgültigen Kandidatenliste gemäß § 8 Abs. 4 WO-PGR zu treffen.

Darüber hinaus gilt: Gemäß § 8 Abs. 1 WO-PGR benötigen Kandidatenvorschläge die Unterschriften von sechs Wahlberechtigten. Bei Kandidatenvorschlägen von katholischen Organisationen muss der Vorschlag von zwei Mitgliedern des Vorstandes der Organisation unterschrieben werden (§ 8 Abs. 2 WO-PGR). Für Kandidat(inn)en, mit denen der Wahlausschuss die Kandidatenliste ergänzt (vgl. § 8 Abs. 4 WO-PGR), sind nur deren Einverständniserklärungen erforderlich, nicht aber weitere Unterschriften.
7. Können nicht-katholische Christen für den Pfarrgemeinderat kandidieren?

NEIN.


Eine Mitgliedschaft im Pfarrgemeinderat ist nur für katholische Christen möglich [vgl. § 4 WO-PGR und § 3 Abs. 4 SaPGR].

Eine Mitarbeit in Sachbereichsgremien oder anderen vom Pfarrgemeinderat benützten Formen der Zusammenarbeit ist allerdings möglich [vgl. § 11 Abs. 3 SaPGR]. Im Sinne der Ökumene ist dies sogar begrüßenswert.

Da die Sitzungen des Pfarrgemeinderates nach § 7 Abs. 2 SaPGR öffentlich sind, können nicht-katholische Christen an diesen Sitzungen als Gäste teilnehmen. Inwiefern Gäste in die Diskussion einbezogen werden, obliegt der Entscheidung des Pfarrgemeinderates.
8. Können bei Allgemeiner Briefwahl am Wahltag (16. Februar 2014) Stimmzettel ausgegeben werden?

Nein.


Am Wahltag kann nur der Briefwahlumschlag (mit Wahlschein und Stimmzettelumschlag) im Pfarrstadl in die Wahlurne eingeworfen werden.

Die Wahlberechtigten müssen dazu vorher den vorher zugestellten Wahlschein und den Stimmzettel ausfüllt haben. Der Stimmzettel kommt in den Stimmzettelumschlag; Stimmzettelumschlag und Wahlschein kommen dann in den Briefwahlumschlag.

Der verschlossene Briefwahlumschlag kann bis spätestens zum Wahltag 16:00 Uhr im Pfarrbüro oder im Pfarrstadl in die Wahlurne eingeworfen werden.