Pfarrei St. Martin Saaldorf

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10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt

Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
Kreuzweg
Mt 27,33-36: So kamen sie an den Ort, der Golgota genannt wird, das heißt Schädelhöhe. Und sie gaben ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt war; als er aber davon gekostet hatte, wollte er ihn nicht trinken. Nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, warfen sie das Los und verteilten seine Kleider unter sich. Dann setzten sie sich nieder und bewachten ihn.
Die Kleider werden Jesus vom Leib gerissen. Er wird bloßgestellt. Die Gaffer können ihre gierigen Blicke auf ihn richten. Von ihm wissen sie alles. Er kann nichts mehr vor ihnen verbergen. Die schützenden Kleider rauben sie ihm, allen Schutz nehmen sie ihm. Schutzlos vor bösen Menschen bloßgestellt zu werden, ist wohl der tiefste Schmerz, der je einen Menschen treffen kann. Sich am Leid des Anderen weiden, es genießen, wenn man seine Blöße offen legt, das ist der Gipfel menschlicher Grausamkeit.