Pfarrverband Schönberg

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"Ein überzeugender und überzeugter Glaubensbote": Stephan Fischbacher feierte in Oberbergkirchen Nachprimiz.

Primizsegen Stephan Fischbacher
Mehr als 1000 Gläubige fanden sich am Sonntag, den 19. Juli, im reich geschmückten Pfarrhof in Oberbergkirchen ein, um mit Stephan Fischbacher dessen Nachprimiz zu feiern.

Ein langer Kirchenzug begleitete die Geistlichkeit an den Festort. Neben dem Neupriester waren dies sein "Lehrherr" Pfarrer Paul Janßen, der Redemptoristen-Pater Sebastian Redl, seine Vorgänger und Nachfolger in der Ausbildung Kaplan Peter Förster und Stefan Leitenbacher sowie Diakon Alfred und Pastoralreferentin Claudia Stadler.

Pfarrer Janßen würdigte bereits in seinen Eröffnungsworten Fischbachers "innere Bereitschaft und Freude". Er habe stets ein "offenes Ohr und ein offenes Herz" gehabt. Er betonte seinen "guten Draht zur Jugend" und sprach von ihm als einen "überzeugenden und überzeugten Glaubensboten", von einem, der das, was er tut, "von innen heraus" mache.

Der weitere Gottesdienst wurde souverän vom Neupriester geleitet.
In seiner Predigt ging Fischbacher auf das Bild von Schaf und Hirte ein. Er legte dar, dass nicht nur Schafe ihren Hirten bräuchten, auch "wir Menschen müss[t]en uns führen lassen". Gleichzeitig warnte er aber davor, sich "verführen" zu lassen. Im Gegensatz zu Schafen könnten wir aber selber unsere Leitfiguren wählen und so manch populäre Idole kritisch hinterfragen. Eine mögliche Leitfigur könne Jesus Christus sein. Jeder sei berufen, ihm nachzufolgen und das in freier Entscheidung. So könne jeder auch für andere zum gute Hirten werden.

Zur Gabenbereitung konnte Fischbacher ein erstes Geschenk entgegennehmen:
Vertreter der großen Ministrantenschar überreichten dem Neupriester eine Weinkaraffe.
Die Eucharistiefeier wurde gewohnt festlich zelebriert. Musikalische Untermalung fand die Feierlichkeit mit Kapelle und Chor, geleitet von Franz Weyerer. Der Gottesdienst schloss mit dem Primizsegen.

Erster Dankredner war Hans Nützl für den Pfarrverband.
Er erinnerte sich noch gut an die erste Begegnung mit Fischbacher. Dieser stellte sich ihm nämlich mit einem beschwingten "Servus griaß eich, i bin da Stephan" vor, da wusste er sofort: "Ja, der passt".
Fischbacher zeige "Begeisterung im Glauben und in der Liturgie". Auch seine Sensibilität und die kreative Ader seien immer eine Bereicherung gewesen. Das Zeugnis, das Nützl ihm anschließend ausstellte, war folglich durchwegs positiv. Fischbacher sei ein "Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen und unter den Menschen". Als Dank überreichte Nützl von Seiten des Pfarrverbandes ein Messgewand.

Auf Gemeindeebene überbrachte Bürgermeister Michael Hausperger auch stellvertretend für seine Kollegen Dankesbezeugungen. Der Neupriester habe sich sehr engagiert und vieles vorangebracht.
Er werde sicher ein hervorragender Priester werden. Als Zeichen der Anerkennung übergab Hausperger einen Ehrenteller.

Auch die Landjugend Oberbergkirchen wollte Fischbacher noch einmal Danke sagen für die schöne gemeinsam verbrachte Zeit. Das neue Theaterengagement der Gruppe sei durch seine Unterstützung wesentlich vorangebracht worden. Sie schenkten ihm eine Kerze und eine selbst gestaltete Collage.
Stephan Fischbacher bedankte sich für die Geschenke. Für ihn war es nicht selbstverständlich, dass er als "Alpenländler" in "Beinah-Niederbayern" so freundlich aufgenommen wurde. Er dankte allen ehrenamtlich Tätigen. Ein besonderer Dank ging an Pfarrer Paul Janßen, der ihn auf seinem Weg begleitet hatte. Für den Pfarrverband wünschte er sich, dass er "so groß und so stark wird, wie der Nussbaum" im Pfarrhof. Den Gläubigen wünschte er, dass sie merken, dass sie eine guten Hirten hätten.

Stephan Fischbacher übernimmt in den nächsten Wochen die Urlaubsvertretung für Pfarrer Paul Janßen, eher er seine neue Stelle in Germering antritt. Wir wünschen ihm dort alles Gute.

Bericht/Fotos: Thomas Lächele