St. Johannes der Täufer

Kirchenweg , 85301 Schweitenkirchen, Telefon: 08444-7279, E-Mail: PV-Schweitenkirchen@erzbistum-muenchen.de

Sakristei

Im Zuge der Kirchenrenovierung in den Jahren 1978 bis 1984 wurde auch die Sakristei völlig neu gestaltet. Durch den Abbruch der Betontreppe und den Einbau einer neuen Holztreppe konnte Platz gewonnen werden. Eine Fußbodenheizung sorgt für eine angenehme Grundtemperierung.
Mit dem Einbau neuer Möbel wurde endlich ausreichend Platz geschaffen für die liturgischen Gewänder und Gerätschaften.
Das Bildkonzept stammt von Monsignore Engelbert Wagner, Pfarrer in Schweitenkirchen. Als großer Freund des guten Buches, sah er die Vorlagen für die Schnitzereien in der mittelalterlichen Buchillustration.

So wie dort Ranken mit biblischen Motiven die Texte bildlich interpretieren, so sollen an den Rändern der Schränke der christliche Glaube bildhafte Erläuterungen erhalten. Bilder als Theologie, eine uralte Form christlicher Verkündigung.

Urban Huber, der Schweitenkirchener Künstler, der auch Altar und Ambo geschaffen hat, hat die neuen Sakristeimöbel erstellt. An den abgeschrägten Frontseiten sind, alter Tradition folgend, biblische Motive als Halbreliefs eingearbeitet, von denen im folgenden Abschnitt einige herausgegriffen sind:
Das Lamm,

eines der ältesten Symbole für Christus, nimmt den zentralen Platz in der Sakristei ein.
Vor der Kommunion lädt der Priester oder der Kantor die Gläubigen ein: "Seht das Lamm Gottes, es nimmt hinweg, die Sünde der Welt!"
Die Fische,

sind das älteste bildliche Symbol für einen Christen. Verbirgt sich doch in ihrem griechischen Namen "ichtys" das urchristliche Glaubensbekenntnis:

Iesus
CHristus
Theos - Gott
Yios - Sohn
Soter - Retter

Zusammen mit den Broten erinnern sie an das Wunder der Brotvermehrung.
Die Taube

zeigte Noah durch einen Palmzweig das Ende der Flut an. Sie wird somit zum Überbringer des Bundes, den Gott mit den Menschen geschlossen hat.

Diese Symbolik ist auch in das profane Verständnis von der Taube als Friedenszeichen eingegangen.
Dem Pelikan

sagt man nach, daß er sich bei Futtermangel selbst Stücke aus dem Fleisch reißt, um seinen Nachwuchs am Leben zu erhalten. Somit wird er zum Zeichen für die übergroße Liebe Gottes zu uns Menschen:

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab..."
Pfau und
Blume

symbolisieren die Schönheit der Schöpfung. Damit wird, wie schon am Altartisch, nochmals der Gedanke aus der Gensis aufgegriffen: "... und Gott sah, daß es gut war".