Pfarrverband Seeon

Pfarreien Seeon St. Lambert  - Seebruck St. Thomas und St. Stephan - Truchtlaching St. Johann Baptist

Tipps für die Erhaltung einer intakten Umwelt

Es sind zwar nur kleine Beiträge, aber wenn viele Leute sich daran halten ergibt es in der Summe einen großen Beitrag zuliebe unserer Umwelt.


Der Klimawandel schreitet voran!

Auszug aus dem Trostberger Tagblatt vom 24. September 2013
Eine vorübergehende Stagnation der globalen Temperatur oder kalte Winter sind nach Ansicht von Klimaforschern kein Grund zur Beruhigung. "Der Klimawandel schreitet voran", sagte Professor Mojib Latif zum Auftakt des 8. Extremwetterkonferenz in Hamburg. "Wir werden massive Erwärmung bekommen, wenn wir so weitermachen wie bisher". Wetterextreme werden nach Angaben des Wissenschaftlers vom Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel weiter zunehmen.

Hitzewellen heizen Klima ein

In sieben Jahren doppelt so viele heiße Perioden als 2013
Forscher haben festgestellt, dass künftig Mensch und Natur noch öfter als bislang unter extremen Sommertemperaturen ächzen werden. Bis zum Jahr 2020 werden sich starke Hitzewellen in dieser Jahreszeit verdoppeln. Bis 2040 werden sich solche Wetterlagen demnach sogar vervierfachen.

Auszug aus dem Trostberger Tagblatt vom 15.8.2013

Weltklimakonferenz in Durban / Südafrika

Was führende internationale Wissenschaftler schon lange prophezeiten, wurde bei der Klimakonferenz im November 2011 in Durban bestätigt. Es ist höchste Zeit, dass in puncto zunehmende Erderwärmung ein Umdenken erfolgt. Wenn wir mit unserem Wohlstandsverhalten so weiter machen, hinterlassen wir unseren Kindern und Enkelkindern ein katastrophales Erbe.

Beachten Sie daher auch die nachstehenden Empfehlungen!

Wollen Sie 1.500 € sparen und gleichzeitig das Klima schützen?

1. Heizung
  • Die Reduzierung der Raumtemperatur um z.B. 1 Grad erbringt eine Ersparnis von ca. 6 %.
  • Zusätzlich nachts und bei Abwesenheit Temperatur absenken - bringt bis zu weiterer Einsparung von ca. 10 %
  • In der Nacht Rolläden und Vorhänge schließen, um Wärmeverluste zu vermeiden.
  • Dämmung der Heizkörpernischen
  • im Winter nur Stoßbelüftunen, da bei gekippaten Fenstern nur wenig Frischluft und viel Kälte hereinkommt.
  • Heizkörper nicht mit Gegenständen zustellen oder verdecken
2. Warmwasser
  • Die Energie- und Wasserkosten für ein Vollbad betragen ungefähr das Dreifache eines Duschvorganges
  • Sparduschköpfe sparen ca. 50 % an Wasser und Energie
  • Bei Boiler und Durchlauferhitzer den Regler auf 60 ° C (Stellung "E") einstellen.
  • >Legionellen-Gefahr bestehtz bei dieser Temperatur nicht
  • Behiezte Kleinspeicher bei Nichtbedarf vollständig abschalten.
3. Waschmaschine / Trockner

  • Maximale Füllmenge der Waschmaschine nützen
  • Vorwaschgang weglassen
  • Kochwäsche wird auch mit 60° C sauber (verbraucht ca. 50 % weniger Strom)
  • Bei Buntwäsche reichen 30-40 °C
  • auf den Trockner möglchst ganz verzichten

4. Kühlschrank / Gefrierschrank

  • Diese Geräte nicht nehben Heizung, Herd, Wasch- oder Spülmschine oder an sonnenbetrahlten Stellen aufstellen.
  • 7 ° C (erste Stufe) reichen als Kühltemperatur vollkommen aus (5° C verursachen ca. 15 % höhere Stromkosten)
  • Gefrierschrank minus 18 ° C reichen
  • Türen immer nur kurz öffnen
  • einmal jährlich die Türdichtung überprüfen
  • bei Vereisung bedarfsgerecht abbauen
  • warme Speisen erst abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden
5. Kochen / Backen

  • Kochen ohne Topfdeckel kostet ca. das Dreifache an Energie
  • ist der Topfdurchmesser nur 2 cm kleiner als die Herdplatte, werden 30 % Strom verschwendet
  • unebene Kochtöpfe erhöhen den Stromverbrauch um bis zu 40 %
  • mit wenig Flüssigkeit kochen oder dünsten
  • Herdplatte bzw. Backofen ca. 5 Minuten vorher ausschalten, um Nachwärme zu nutzen
  • Wasser mit Wasserkocher erhitzen anstatt mit Herdplatte
  • bei lang kochenden Gerichten benötigt der Schnellkochtopf bis zu 50 % weniger Strom
  • Backen ohne VBorheizen spart bis zu 20 % Energie
  • Backofentür nicht unnötig öffnen, da bis zu 20 % Wärme entweicht.
  • Umluftföunktion braucht bis zu 25 % weniger Energie
  • beim Erwärmen kleiner Mengen spart die Mikrowelle Energie
  • Semmeln mit Toaster aufbacken, anstatt mit dem Backofen (spart bis zu 70 % Energie)
6. Beleuchtung
  • Energiesparlampen benötigen 80 % weniger Strom als Glühlampen und haben eine zehnmal höhere Lebensdauer
  • über die gesamte Lebensdauer spart eine 20 Watt-Energiesparlampe ca. 150 €
  • Durch den Bezug von Ölostrom können Sie zusätzlich dazu beitragen, dass die Stromerezugung umweltfreundlicher wird.
7. Auto

  • Vorausschauendes Fahren
  • runter vom Gas, da der Verbrauch überproportional steigt (ab ca. 120 km/h steigt der Spritverbrauch sprunghaft an)
  • eingekuppelt ausrollen lassen
  • Rechtzeitig in den höheren Gang schalten
  • Leichtlaufreifen und Leichtlauföle reduzieren den Spritverbrauch um bis zu 10%
  • 100 kg Ballast verursachen einen Mehrverbrauch von ca. 0,5 l/100 km
  • nicht benötigten Dachgebäckträger abbauen
  • Licht, Heckscheibenheizung, Gebläse, Klimaanlage (Verbrauch ca, 0,5 l/100 km) nur bei Bedarf einschalten
  • maximal zulässigen Reifendruck einstellen
  • ab ca. 20 Sekunden Wartezeit Motor abstellen
  • Motor nicht warm laufen lassen
  • Kurzstrecken vermeiden, da ein kalter Motor auf dem ersten km einen Verbrauch von ca. 30 l/100 km hat.
Verwenden Sie Recycling-Papier

Der Papierverbrauch in Deutschland ist heute 13 mal höher als 1950.
Gehen Sie mit Papier sparsam um
  • Verringern Sie Ihre Ausdrucke:
  • E-Mails und Dateien nur ausdrucken, wenn unbedingt nötig. Entwürfe direkt am Bildschirm korrigieren.
  • Kopieren oder drucken Sie doppelseitig. Drucker so einstellen, dass zwei Manuskripten je Druckseite gedruckt werden.
  • Benutzen Sie einseitige Ausdrucke als Schmierpapier, kleingeschnitten eignen sie sich als Notizzettel.

Einspareffekte, wenn Sie Recycling- statt Frischfaserpapier nutzen:
  • Mit 3 Blatt können Sie eine Kanne Kaffee kochen
  • 250 Blatt lassen Ihre 11-Watt-Energiesparlampe mehr als 50 Stunden leuchten.
  • 500 Blatt waschen Ihre Wäsche.
  • 1.000 kg Recyclingpapier vermeiden so viel CO 2, wie ein durchschnittlicher Pkw von Berlin nach Paris produziert.
Da zur Herstellung von Papier neben Holz eine Vielzahl weiterer Ressourcen benötigt werden (insbesondere Wasser und Energie) wird eines deutlich:
Unser Papierverbrauch hat Auswirkungen auf die Umwelt. Die Papierherstellung führt zu einem Schadstoffeintrag in Wasser, Boden und Luft.

Die Herstellung von 1.000 Blatt Papier benötigt:

Recyclingpapier: 5,6 kg Altpapier, 74,80 Liter Wasser und 13,60 kwh Energie
Primärfaserpapier: 6,00 Kg Holz, 525 Liter Wasser und 29,60 kwh Energie

Aus diesem Grund ist Recycling-Papier zu bevorzugen!
  • Kaufen Sie nur Schreibwaren, Büro- und Kopierpapiere aus 100% Altpapier
  • Hygienepapiere sollten in jedem Fall aus Altpapier sein.
  • Wählen Sie eine möglichst niedrigen Weißegrad.
  • Achten Sie beim Papierkauf auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Es garantiert 100% Altpapier
Recycling-Papier für Drucker und Kopierer

Modernes Recyclingpapier eignet sich ohne Einschränkung für den Büroalltag. Technologisch ist Recyclingpapier heute ein ausgereiftes Produkt und kann ohne Probleme bei allen gängigen Druckern und Kopierern verwendet werden.

Energiesparen im Büro

Für Geräte (Drucker, Bildschirme, Computer etc.) gibt es heute Prüfsiegel (z.B. der „Blaue Engel“, der „grüne Punkt“, „Energy-Star“ etc.), die umweltfreundliche Produkte kennzeichnen. Achten Sie bei Neuanschaffung darauf.

Bildschirme haben im Vergleich zum Computer selbst einen relativ hohen Stromverbrauch. Die neueren PCs bieten über das Betriebssystem eine Energieverwaltung an. Damit wird der Monitor bei Nichtverwendung des PCs nach einer gewissen Zeit ausgeschaltet. Deaktivieren Sie den Bildschirmschoner und aktivieren Sie die Energieverwaltung. Hat Ihr Computer keine solche Funktion, dann schalten Sie den Monitor bei längeren Pausen einfach aus.
Auch Computer, an denen nicht gearbeitet wird, verbrauchen natürlich Energie. Deshalb sollte vor allem bei längeren Arbeitsunterbrechungen (z.B. bei Mittagspausen etc.) der PC heruntergefahren werden. Die Zeit für das Hochfahren kann anderweitig (Postbearbeitung…) genutzt werden.
Kontrollieren Sie vor dem Nachhausegehen, ob alle Geräte ausgeschaltet sind.

Schalten Sie "Stand by" aus!

Zusammen gerechnet nimmt dieses ständige Unter-Strom-sehen unglaubliche Dimensionen an. Mit dem Stand-by-Strom Deutschlands könnte man Berlin ein ganzes Jahr mit Strom versorgen - und das bei 5 Millionen Einwohnern. Zwei ganze Atomkraftwerke könnte man dafür abschalten.

oder anders ausgedrückt:

Zwei Großkraftwerke laufen in Deutschland für den sinnlosen Stromverbrauch von Elektrogeräten, die ausgeschaltet noch Strom fressen. Der Standby-Verbrauch kostet einen deutschen Haushalt im Schnitt 85 Euro pro Jahr. Die sparen Sie sich: Mit Steckdosenleisten, die man manuell ausschalten kann.