Pfarrverband Taufkirchen (Vils)

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Barmherzigkeit wie der Vater

Einkehrtag der kfd Frauen 2016

Eingeladen durch die kfd Taufkirchen kamen Frauen unterschiedlichen Alters in den Pfarrsaal Taufkirchen zum Einkehrtag, referiert von Frau Gerda Hörmann und Pater Pawel Kruczek CR zum Thema „Barmherzigkeit“.

Zum Einstieg wurde mit geschlossenen Augen meditiert über die vorangegangenen Stunden des Tages. Was habe ich getan, wo war ich, was ist gut oder weniger gut. Welchen Platz nehme ich ein? „Wo ist mein Platz“?

Nachdem Pater Pawel das Gleichnis von den Talenten aus dem Evangelium vorgetragen hatte, wurden die Frauen aufgefordert, „ihren“ Platz mit verschiedenen Materialien zu gestalten. Seine eigenen Talente entdecken, sich trauen, sich entfalten und weiterentwickeln.

Während der verschiedenen Einheiten wurden von P. Pawel Lieder angestimmt, begleitet auf seiner Gitarre. Die Frauen stimmten mit Freude in den Gesang ein.
Sehr erstaunlich war zu sehen, welche Fähigkeiten, Talente in uns stecken, als jede Teilnehmerin den ihr eigenen Platz gestaltete. Es entstanden wahre Kunstwerke.

In der Kaffeepause wurden alle verwöhnt mit selbst gebackenen Kuchen und Kaffee, organisiert vom Team der kfd. Es blieb auch Zeit zum ausgiebigen Gedankenaustausch.

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Der Nachmittag wurde von Fr. Hörmann sehr lebendig gestaltet.

Wir befassten uns mit dem Riesen Reprobus, der groß, stark und sehr kräftig von Gestalt und häßlichem Aussehen war. Er wurde von seinen Mitmenschen deshalb verspottet und ausgegrenzt. So machte er sich auf die Suche nach dem Größten, dem er dienen wollte. Der König nahm ihn in Dienst und gewann dank ihm alle Schlachten. Doch der Riese war damit nicht zufrieden, er spürte, dass es noch etwas Größeres geben muss.

So kam er über weitere Stationen zu einem Einsiedler, den er um Rat fragte: Bau dir eine Hütte dort am reißenden Fluss und trage die Menschen von einem Ufer an das andere. Denn niemand kann den Fluß überqueren. Du aber bist groß und stark.
So tat Reprobus Tag und Nacht diesen Dienst. Eines nachts rief eine zarte Stimme: „hol über“! Ein Kind stand am Ufer! Der Riese hob es auf seine Schultern und ging los. Doch die Last wurde immer schwerer und er hatte das Gefühl, er trage Himmel und Erde zugleich. Nur mit größter Anstrengung schaffte er es an das andere Ufer. Er fragte das Kind: „wer bist du“? „Ich bin der, den du suchst – Christus“.

Einen neuen Namen will ich dir geben. Du sollst Christophorus heißen: Christusträger. Auch das Aussehen des Riesen veränderte sich, er war menschlich-schön geworden. Diese Geschichte soll uns zeigen, dass wir Menschen uns verändern, wandeln können und nicht auf der Stelle stehen bleiben dürfen. Wir müssen die Stärken und Vorzüge der Menschen sehen, doch ihn auch mit seinen Fehlern und Schwächen annehmen. Ihn so annehmen wie Gott ihn erschaffen hat.

Gestärkt durch diesen Zuspruch und die Gewissheit, dass Gott uns trägt und barmherzig ist mit allen die ihn suchen, gingen wir nach Hause.

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