Pfarrverband Wartenberg

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Nachprimiz von Marting Grandinger

Nachprimiz
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Martin Grandinger, der im Juni vom Wiener Kardinal Schönborn zum Priester geweiht wurde, feierte seine Primiz im Kreis der Ordensgemeinschaft in der Wiener Dominikanerkirche; am Sonntag kam Pater Grandinger, der inzwischen in Königsbrunn bei Augsburg in der Seelsorge tätig ist, nach Wartenberg, um als Zeichen der Verbundenheit mit seiner Heimatpfarrei in Wartenbergs Pfarrkirche Mariä Geburt Nachprimiz zu feiern.
Der Neugeweihte wurde im Mai 1983 als Sohn des Wartenberger Ehepaares Kaspar und Brigitte Grandinger geboren. Sein Abitur machte er bei den Regensburger Domspatzen und auf das Priestertum bereitete er sich durch Studien in Wien, Oxford und Freiburg vor. Leider konnte sein inzwischen verstorbener Vater die Priesterweihe seines Sohnes nicht mehr miterleben.
Am Sonntag nun wurde Pater Grandinger zusammen mit seiner Mutter, begleitet von Bürgermeister Manfred Ranft und seinem Primizprediger, Stadtpfarrer Bernd Weidner von Königsbrunn, am Elternhaus in der Linden-straße abgeholt und zum Pfarrhof gebracht, wo ihn die Wartenberger Marktkapelle musikalisch begrüßte. In einem kurzen Kirchenzug, an dem sich die Marktkapelle, die Fahnenabordnungen der Wartenberger Vereine, der Altardienst und die mitfeiernden Geistlichen beteiligten, wurde der Neupriester zur Kirche geführt, wo ihn der Kirchenchor unter Leitung von Christian Rott mit einem von ihm selbst komponierten Chorsatz empfing, der den Wahlspruch des Primizianten „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ musikalisch ausdeutete. Pfarrer Henger gab in seiner Begrüßung seiner Freude darüber Ausdruck, dass nach 46 Jahren wieder ein Wartenberger Primiz feiert.
Stadtpfarrer Weidner sprach in seiner beeindruckenden Predigt vier Aspekte an, die er an Pater Grandinger beobachten konnte und die für alle Christen ein Zeichen sind. Als erstes nannte er die persönliche Bescheidenheit des Ordensgeistlichen, die in unserer maßlos gewordenen Welt Zeugnischarakter hat. Wörtlich: „Das „mehr“ und das „noch mehr haben und leisten Müssen“ hat auch uns Christen weithin im Griff. Darum brauchen wir Zeugen, die durch ihr Leben zum Ausdruck bringen, dass man durch bewussten Verzicht reicher und beschenkter leben kann als durch die unersättliche Jagd nach dem „immer mehr“. Damit kam er zum zweiten Punkt: „Zeugnis geben bedeutet, mit seiner Position als Christ in unserer immer kirchen- und gottesferneren Gesellschaft deutlich wahrnehmbar zu sein, gemäß dem Wort Jesu: Ihr sollt meine Zeugen sein!“ In einem dritten Punkt kam der Primizprediger auf die Frömmigkeit zu sprechen: „Es gibt für den Glauben und die Kirche keine Zukunft ohne eine echte und tiefe Frömmigkeit. Entscheidend wird dabei die Frage sein, ob die Menschheit an uns Christen das Geheimnis, das „ganz Andere“ entdecken kann, nämlich den, den wir Gott nennen. Dazu gehört wesentlich das Gebet“. Im vierten Abschnitt seiner Predigt wies Weidner darauf hin, dass zu einem echten Christen auch die Heiterkeit, das „Ja“ zum Leben und das „Genießen können“ gehören. Und er fragte: „Wer will schon eine ungenießbare Kirche haben?“ An den Primizianten gewandt sagte er zum Schluss: „Es freut mich ungemein, dass Gott sich mit dir als Priester und Ordensmann solch einen Zeugen gewählt hat; einen, der bescheiden ist, der Zeugenmut mitbringt, der fromm ist und Heiterkeit im Herzen hat. Dein Dienst als Priester wird niemals einfach sein, aber er ist unverzichtbar für diese Welt.“
Konzelebranten bei der Eucharistiefeier waren neben dem Königsbrunner Stadtpfarrer Wartenbergs Pfarrer Michael Henger, der Dominikanerpater Sebastian Tönessen, Langenpreisings Pfarrer Gregor Bartkowski und der Holzlandpfarrer Jacek Jamiolkowski.
Am Schluss des tief beeindruckenden Gottesdienstes, der mit dem allgemeinen Primizsegen endete, wünschten Bürgermeister Ranft und Dr. Jörg Basten, der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, in sehr persönlichen Worten dem Primizianten alles Gute und Gottes Segen für seinen weiteren Lebensweg. Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrsaal nahmen viele Gottesdienstbesucher, unter ihnen auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Erding, Max Gotz, die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit Pater Grandinger wahr.
Nach einer kurzen Andacht am Nachmittag, bei dem der Primiziant über seinen Leitspruch „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ predigte, erteilte er Vielen den persönlichen Primizsegen.

Mehr Informationen aus dem Erdinger Anzeiger finden Sie hier...
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