Versöhnung #sammawiederguad

„Samma wieder guat?“ In dieser bayerischen Frage eines Kindes ist ganz viel vom Gedanken der Versöhnung enthalten: Ich habe etwas getan, was nicht in Ordnung war. Es tut mir leid. Können wir unsere Beziehung wieder in Ordnung bringen? Bist du mir wieder gut? – Dabei wird es kaum Eltern geben, die bei dieser Frage nicht ihr Herz weit öffnen, ihr Kind umarmen und sagen: Ja, mia samma wieder guat.
Um Versöhnung geht es auch immer wieder in der Heiligen Schrift: Sie wird von Gott geschenkt, auch wenn der Einzelne sich ordentlich verlaufen hat. Denn Gott ist wie der barmherzige Vater, der seinem verlorenen Sohn entgegenläuft. Das Gleichnis, das Jesus in Lk 15,11 ff verwendet, erklärt wie Gott ist: Immer wieder vergibt er Sünden und schenkt dadurch Heil. 

Jesus weicht Sündern nicht aus, sondern sucht ihre Nähe. Er zeigt ihnen, dass sie ihm wichtig sind.
Bis zu seinem Tod am Kreuz ist seine verzeihende Liebe stärker als Hass und Gewalt. Dadurch besiegt er die Sünde und den Tod. Der Auferstandene gibt seinen Anhängern den Heiligen Geist, er schenkt ihnen seinen Frieden und dazu die Vollmacht Sünden zu verzeihen. Das tun seine Jünger, indem sie die frohe Botschaft verkünden und Menschen trotz Schuld und Versagen in die Gemeinschaft der Glaubenden aufnehmen. Bis heute.

Informationen über die Beichte

sich einander wieder die Hand reichen
imago, Westend61