Pfarrei Mariä Himmelfahrt Forstern-Tading

Hirschbachweg 4 | 85659 Forstern | Tel.: 08124/1532

Die Pfarreien des Pfarrverbandes Maria Tading

(In alphabetischer Reihenfolge)

St. Martin Buch a. B.
St. Martin, Buch am Buchrain
Pfarrei Buch am Buchrain, St. Martin

Buch am Buchrain ist eine der ältesten Pfarreien im Landkreis und gehört, wie die Schwesterpfarreien im Pfarrverband, zum Dekanat Erding. Die Voraussetzungen für die Gründung der Pfarrei Buch am Buchrain gehen bis auf das Jahr 776 zurück.

Die heutige Kirche St. Martin besteht im Kern aus einem spätgotischen Bau aus der Amtszeit von Pfarrer Alban Auer, der im Jahre 1485 verstarb. Fällige Reparaturen im Jahre 1760 führten zu einem wesentlichen Umbau der Kirche, die von Johan Baptist Lethner im Rokoko-Stil durchgeführt wurde und noch heute das Bild der Pfarrkirche prägen. Von der Bauform her ist sie ein Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor, daran südlich der Turm mit gegliedertem Oberteil und profilierter Zwiebelhaube.
Unsere Kirche gilt als „…sehr charakteristisches Beispiel einer einheitlich erhaltenen Rokokolandkirche von großer künstlerischer und kunsthistorischer Bedeutung.“ 1 und ist bestimmt immer einen Besuch wert.

Am westlichen Ortsrand liegt der Weiler Haidberg mit seiner Kirche Heilig Kreuz. 1315 erscheint „Haitperch“ als Filialkirche der Pfarrei Buch a. B. in der Konradinischen Matrikel. Spärlich sind die Nachrichten aus den vergangenen Jahrhunderten über Heilig Kreuz in Haidberg. Sie blieb der Pfarrei St.Martin Buch a.B. als einzige der ehemals sechs Filialkirchen erhalten.

Heute gehören unserer Pfarrei etwas über 1000 Katholiken an und obwohl wir im Kern eine starke Glaubensgemeinschaft sind, bleiben auch wir von der allgmeinen Entwicklung nicht verschont. Mit den umliegenden, jüngeren, aber größeren Pfarreien Pastetten, Hohenlinden und Forsten/Tading bilden wir ab dem 29. Mai 2011 den Pfarrverband „MariaTading“.

Große Hoffnung setzen wir mit dem Pfarrverband darauf, bald wieder einen pastoralen Mitarbeiter in unserem Ort zu haben. Selbstverständlich werden wir den Pfarrverband nach besten Kräften unterstützen, uns aber auch darum bemühen, unsere Eigenständigkeit als Kleinste der vier Pfarreien bestmöglichst zu erhalten.
Mariä Himmelfahrt Tading
Mariä Himmelfahrt, Tading
Pfarrei Forstern-Tading, Mariä Himmelfahrt
Von München kommend, sieht man schon von weitem, die auf einer Anhöhe gelegene, Pfarr- und Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ Tading. Die kleine Ortschaft Tading gehört zu der im Süden des Landkreises Erding befindlichen Gemeinde Forstern. Sie ist eine der bedeutendsten Marienwallfahrtsstätten in dieser Region.

Der stattliche und für den Erdinger Barock typische und prägnante Kirchenbau wurde von 1714 bis 1717 vom Erdinger Maurermeister Anton Kogler errichtet und am 05.10.1719 vom Freisinger Bischof Johann Franz Ecker geweiht. Sie ist nicht die erste Kirche, sondern bereits die dritte, die an dieser Stelle erbaut wurde. Der Erdinger Kistler Johann Eckhart und der Erdinger Bildhauer Josef Senes schufen den prunkvollen Hochaltar, in dessen Mitte sich das ursprüngliche gotische, um 1500 entstandene Gnadenbild befindet. Die wert-vollen und herrlichen Skulpturen stammen von Christian Jorhan aus Landshut. Das Deckengemälde schuf der Münchner Hofmaler Johann Martin Heigl im Jahre 1765. Es zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel und erhielt als Beigaben Szenen aus dem Leben Mariens. Die übrige künstlerische Ausstat-tung stammt überwiegend von in der Gegend beheimateten Künstlern.

Das Zentrum der Verehrung ist das spätgotische Gnadenbild im Hochaltar, eine auf einer großen, schlangenumwundenen vergoldeten Weltkugel stehende Maria mit Kind auf dem rechten Arm, beide bekrönt. Die im 17. Jahrhundert einsetzende Wallfahrt, von deren Entstehung nichts bekannt ist, währte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Zwei im Pfarrarchiv befindliche Bücher zeu-gen u. a. von der großen Zeit der Wallfahrt zur „Muttergottes von Tading“.
Über 6 Jahrhunderte lang gehörten Forstern, Tading und Harthofen als Filialen der Pfarrei Buch am Buchrain an. Erst im Jahr 1827 wurde Reithofen aus der Pfarrei Pemmering in die Pfarrei Buch am Buchrain „eingepfarrt“ und 19 Jahre später, also im Jahre 1846 mit den Filialen Forstern, Tading und Harthofen zur „Expositur Reithofen“ erhoben.
Zu einer weiteren Umstrukturierung kam es, als die Expositur Reithofen 1965 durch die Gründung der Pfarrkuratie Forstern-Tading abgelöst wurde.
1969 schließlich wurde sie zur Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ mit der Wallfahrts-kirche in Tading als Pfarrkirche erhoben. Im Jahr 1986 kam es durch die Einpfarrung des nahe liegenden Filialkirchleins Wetting zu einer Erweiterung, so dass heute 4 Filialkirchen zur Pfarrei zählen: St. Peter und Paul, Forstern; St. Michael, Reithofen, St. Sylvester, Harthofen und St. Pankratius, Wetting. Heute gehören unserer Pfarrei 2.270 Katholiken an.

Wie die Geschichte zeigt, gibt es immer wieder Veränderungen. Nehmen wir die „Zeichen der Zeit“ wahr und geben dem Neuanfang mit unseren Partner-Pfarreien eine Chance. Bauen wir zusammen ein Netzwerk auf, das uns verbindet, dem Einzelnen aber seine Individualität lässt. Vertrauen wir auf Gott und der Weg in die Zukunft wird uns zusammen gelingen.
St. Josef, Hohenlinden
Pfarrei Hohenlinden, St. Josef
Die Pfarrei Hohenlinden wurde im Jahre 1827 durch Aufhebung des Inkuratbenefizismus Hohenlinden und Transferierung des Pfarrsitzes von Mittbach nach Hohenlinden gebildet. Der neuen Pfarrei wurde damals auch der Filialbezirk Preisendorf zugeteilt. Somit gehörten der Pfarrei drei Kirchen an: Kronacker, zu der Zeit die größte der drei Kirchen, Preisendorf und Hohenlinden. Seit 1903 wird das Dorfbild der Pfarrei Hohenlinden von zwei Kirchtürmen beherrscht, von dem neugotischen Nadelturm der Pfarrkirche St. Josef und dem Zwiebelturm der spätmittelalterlichen Kirche Mariä Heimsuchung.

Die Marienkirche ist ein spätgotischer Bau, den der Benediktinerabt Sebastian Häfele vom Kloster Ebersberg während der Jahre 1488/89 errichten ließ. Ihr Schöpfer war der Baumeister des Klosters Ebersberg, Ulrich Randeck.
Die vor über 100 Jahren erbaute Pfarrkirche St. Josef entstand als Gemein-schaftswerk namhafter Münchner Baumeister, Künstler und Kunstwerkstätten, die in der Zeit um 1900 auf dem Gebiet der kirchlichen Kunst eine ausgedehnte Tätigkeit entfalteten. Die neugotische Pfarrkirche wurde von 1901 bis 1903 nach den Entwürfen des Münchner Architekten Hans Schurr errichtet.
Die heutige Filialkirche in Kronacker, welche dem Hl. Johannes geweiht ist, wurde 1725 im Barockstil neu gebaut. Geschichtlichen Aufzeichnungen zu Folge, ist sie das vierte Gebäude an dieser Stelle. Schon um 768 soll an diesem Platz ein kleines, hölzernes Gotteshaus gestanden haben.
Die im Jahre 1827 der Pfarrei Hohenlinden zugeteilte Filialkirche in Preisendorf, welche dem Hl. Stephanus geweiht ist, wurde 1707 umgebaut. Bereits 842 hatte Preisendorf ihre erste Kirche, ebenfalls ein Holzbau.

Seit 1999 ist nunmehr Janusz Budner als Pfarradministrator in der Pfarrei St. Josef, Hohenlinden tätig und wird auch weiterhin im neuen Pfarrverband seinen Dienst an der Kirche ausführen.
Kirchenpfleger unserer Pfarrei ist seit 22 Jahren Herr Michael Jedl. Seit 1977 ist er Mitglied der Kirchenverwaltung. Im November letzten Jahres wurde er für sein unermüdliches Schaffen im Freisinger Dom mit der Korbiniansmedaillie ausgezeichnet. Seit 2002 ist Herr Alois Grabl Vorsitzender des Pfarrgemeinde-rates, dem er seit 1998 angehört.

Für den neuen Pfarrverband wünschen wir uns eine harmonische, gleichbe-rechtigte und effiziente Zusammenarbeit, in der das Miteinander sowie die Vielfältigkeit der einzelnen Pfarreien im Vordergrund stehen und allen der gleiche Respekt und Anerkennung für ihr Wirken entgegengebracht wird. Mit Gottes Segen und Führung werden wir diesen neuen Weg, den wir nun ge-meinsam gehen werden, zu aller Zufriedenheit meistern.
Pastetten, St. Martin
St. Martin, Pastetten
Pfarrei Pastetten, St. Martin
Die Pfarrei Pastetten zählt etwa 1200 Katholiken und zeichnet sich durch ein aktives Gemeindeleben aus. Nachfolgend werden die Historie, die Kirchen und der Ortskern der Pfarrei kurz beschrieben.

Historie und Kirchen der Pfarrei Pastetten
Pastetten ist namentlich die jüngste Pfarrei im Pfarrverband, weil sie erst im Mai 1925 von „Pfarrei Poigenberg“ in „Pfarrei Pastetten“ umbenannt wurde. Bereits 1854 wurden die Filialen Pastetten und Taing von Forstinning nach Poigenberg umgepfarrt.

Zur Pfarrei Pastetten gehören die Filialen Poigenberg (Hl. Nikolaus), Fendsbacher Hof (Christkönig) und Taing (Hl. Ottilie). Die Filialkirche Taing ist eine Wallfahrtskirche. Seit 30 Jahren befindet sich dort eine Reliquie der Hl. Ottilie. Ihr zu Ehren wird von Mai bis Oktober jeden 3. Sonntag im Monat eine Wallfahrtsandacht gefeiert.

Schmuckstücke im Ortskern von Pastetten: Pfarrhof, Pfarrheim und Lourdes-Kapelle
Der architektonisch wertvolle Pastettener Pfarrhof wurde bereits 1854 erbaut und trägt heute den Fassadenpreis des Landkreises.
Daneben liegt das Pfarrheim, das als kulturelles Zentrum der Gemeinde gilt. Dort finden neben diversen Veranstaltungen von PGR, KLB, Kirchenchor, Gospelchor auch Mutter-Kind-Gruppen und Seniorennachmittage statt. Darü-ber hinaus wird die Kegelbahn im Keller des Pfarrheims rege genutzt.

Unweit vom Pfarrheim steht eine Lourdes-Kapelle, die jüngst von den beiden Brüdern Anton und Ludwig Huber in mühevoller Kleinarbeit renoviert wurde. Die Kapelle geht auf einen Vorfahren der Gebrüder Huber zurück, nämlich auf Kaspar Huber, der aufgrund schwerer Krankheit eine Pilgerreise nach Lourdes unternommen hatte. Nach seiner Genesung ließ Kaspar Huber 1885 die Kapelle aus Dankbarkeit erbauen.
Vorfreude auf das „Neue“

Die Pastettener Katholiken kennen ihre Wurzeln und Traditionen, gleichwohl freuen sie sich auf die verstärkte Zusammenarbeit mit den Nachbarpfarreien im Pfarrverband Maria-Tading!