Pfarrei Mariä Himmelfahrt Forstern-Tading

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Das Liturgische Jahr im Überblick

Für die jungen Leute die schon immer einmal wissen wollten wie sich das Liturgische Jahr (römisch-katholisch) aufbaut haben wir hier genau das richtige.

Vereinfachte Darstellung des katholischen Kirchenjahres.
Eine amtliche Beschreibung und Erklärung liegt mit der Grundordnung des Kirchenjahres vor.
Der liturgische Kalender der katholischen Kirche setzt sich aus den geprägten Zeiten (Weihnachts- und Osterfestkreis) und der Zeit im Jahreskreis zusammen, deren Sonntage als Tage des Herrn begangen werden. In dieses Schema eingeordnet werden zahlreiche Feste des Herrn, der Mutter Gottes und der Heiligen.
Die biblischen Texte für alle Tage des Kirchenjahres sind in einer Leseordnung festgelegt. Die wichtigsten Schrifttexte werden in den Meßfeiern an Sonn- und Festtagen in einem dreijährigen Rhythmus gelesen. Für die Meßfeiern an Wochentagen gibt es eine zweijährige Leseordnung sowie eine eigene Leseordnung für die liturgischen Tagzeiten.

Weihnachtsfestkreis!

Der Weihnachtsfestkreis beginnt am 1. Advent und endet mit dem Fest der Taufe des Herrn.

Adventszeit: 1. – 4. Adventssonntag (Der 3. Adventssonntag wird auch Gaudete
(lat.: Freut euch!) genannt.)

Weihnachtszeit: 25. Dezember: Hochfest der Geburt des Herrn (Weihnachten).
Der Heilige Abend ist kein eigenes Fest, sondern lediglich die Vigil (Nachtwache) des Weihnachtsfestes. Deswegen beginnt in traditionell katholischen Gegenden die Christmette erst um Mitternacht. Früher wurde zu jedem (Heiligen-)Fest der Vorabend als „Heilig Abend“ bezeichnet.

Wochentage der Weihnachtsoktav

Fest der Heiligen Familie (am Sonntag in der Weihnachtsoktav oder am 30. Dezember, wenn Weihnachten und Oktavtag selbst auf einen Sonntag fallen)
1. Januar: Neujahr, Oktavtag von Weihnachten, Namensgebung Jesu, Hochfest der Gottesmutter Maria

6. Januar: Hochfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie)

Fest der Taufe des Herrn (Sonntag nach dem 6. Januar oder, wenn der 6. Januar auf einen Sonntag fällt, Montag nach dem 6. Januar)

Mit der weihnachtlichen Zeit wird auch das Fest der Darstellung des Herrn im Tempel, volkstümlich „Mariä Lichtmess“ (oder „Maria Lichtmess“) genannt, das am 2. Februar gefeiert wird, verbunden.

Osterfestkreis!

Der Osterfestkreis beginnt am Aschermittwoch und endet am Pfingstsonntag.

Fastenzeit (Österliche Bußzeit)

Aschermittwoch (7. Mittwoch vor Ostern)

1. – 5. Fastensonntag

Palmsonntag: Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem; Passionslesung

Wochentage der Karwoche

Gründonnerstag:

Am Morgen in den Bischofskirchen: Chrisam-Messe, in der der Chrisam, das Katechumenenöl und das Krankenöl vom Bischof geweiht wird.
Am Abend Feier des Letzten Abendmahls Jesu. Diese Feier ist der Beginn des sog. Ostertriduums (Triduum Sacrum), das liturgisch als eine Einheit gesehen wird.

Karfreitag: Am Nachmittag Liturgie vom Leiden und Sterben des Herrn

Karsamstag: Tag der Grabesruhe Jesu (Im Gegensatz zum sich einschleichenden Sprachgebrauch ist dies nicht der Ostersamstag, denn der ist erst nach Ostern!)
Osterzeit

Hochfest der Auferstehung des Herrn (Ostern).
Höhepunkt ist die Feier der Osternacht, die meist schon am Samstagabend nach Einbruch der Dunkelheit gefeiert wird. Mancherorts wird sie auch am frühen Ostersonntagmorgen (vor Aufgang der Sonne) gefeiert. Sie ist wie der Heilige Abend kein eigenes Fest, sondern die Vigil (Nachtwache) zum Ostersonntag und gleichzeitig Höhepunkt des Ostertriduums, das am Gründonnerstag begonnen wurde.
Das österliche Triduum endet mit der Vesper des Ostersonntags.

Wochentage und Sonntag der Osteroktav
2. – 6. Sonntag der Osterzeit (2. Sonntag: Weißer Sonntag und Fest der Göttlichen Barmherzigkeit)

Christi Himmelfahrt (Donnerstag 40 Tage nach Ostern)

7. Sonntag der Osterzeit

Pfingsten (50. Tag nach Ostern)

Zeit im Jahreskreis!

Die Zeit im Jahreskreis umfasst die Sonn- und Werktage außerhalb der geprägten Zeiten.
Das Fest der Taufe des Herrn gilt als 1. Sonntag im Jahreskreis. Die weiteren Sonntage werden durchgezählt vom 2. bis zum 33. Sonntag im Jahreskreis. Der 34. Sonntag wird regelmäßig als Christkönigssonntag begangen.

Die Reihe wird (im Jahr 2004 nach dem 7. Sonntag) vom Osterfestkreis und dem Dreifaltigkeitssonntag unterbrochen, wodurch in der Zählung zwei bis drei Sonntage entfallen. Fallen Hochfeste oder Herrenfeste zufällig auf einen Sonntag im Jahreskreis, so wird hingegen die Zählung nicht unterbrochen, sondern der betreffende Sonntag entfällt.

Herrenfeste im Jahreskreis

Dreifaltigkeitssonntag
Sonntag nach Pfingsten

Hochfest des Leibes und Blutes Christi - Fronleichnam
Donnerstag der 2. Woche nach Pfingsten

Heiligstes Herz Jesu
Freitag der 3. Woche nach Pfingsten

Christkönigssonntag
34. und letzter Sonntag im Jahreskreis

Feste und Gedenktage im Laufe des Jahres (Proprium)

In dieses Schema eingeordnet werden zahlreiche Hoch- und Herrenfeste, Feste und Gedenktage, die teilweise weltweit, teilweise nur in einzelnen Regionen, Diözesen oder Ordensgemeinschaften oder gar nur in einzelnen Kirchen gefeiert werden.
Siehe: Allgemeiner Römischer Kalender, Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet, Nicht gebotener Feiertag