SCHULPASTORAL

Neues Schulpastorallogo 2013

Unsere aktuellen Fortbildungsangebote:

Diözesanes Fortbildungsprogramm des Fachbereichs Schulpastoral 2016/2017

Für alle Lehrkräfte – fach- und schulartunabhängig - erscheint in Kürze

Flucht und Asyl

Hier finden Sie die Adressen:

a) zum Unterstützungsportal Flucht und Asyl der Erzdiözese München und Freising:


https://www.erzbistum-muenchen.de/Page039458.aspx 


b) zum Internetportal „Willkommen in München“ der Landeshauptstadt in Kooperation mit der Caritas:

https://willkommen-in-muenchen.de/ 
 
 

Ausnahmezustand - am Brasilientag schäumten die Emotionen über

Brasilien, – vielleicht erst seit der Fußballweltmeisterschaft mehr im Blickpunkt, oder wegen der bevorstehenden Olympiade, oder durch Presseberichte über Umweltkatastrophen wie einem gebrochenen Staudamm oder politische Krisen.
brasilientag-reichertshausen
Brasilien,  – ein Land von größter Vielfalt und Schönheit, davon schwärmen Reisebüros.
Brasilien, -  eine Wirtschaftmacht, das es vom Schwellenland zu einem ernstzunehmenden Handelspartner gebracht hat. Brasilen, - ein Land mit großen sozialen Problemen, ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung verarmt und entrechtet ist.
Brasilien – über dieses Land sollte die Schule einen Projekttag bekommen. Von langer Hand vorbereitet, wurden Reisebüros kontaktiert, die Universität in Bremen bis hin zur Brasilianischen Botschaft. Misereor entpuppte sich als kompetenter Ansprechpartner. Und ganz langsam begann der Tag Gestalt anzunehmen. Im Lehrerzimmer häuften sich Prospekte und Infomaterial, Ideen wurden gesammelt und Pläne geschmiedet.
 
In der Aula wehte bald eine brasilianische Flagge, Infotafeln lieferten eine erste Vorabinfor- mation, eine Landkarte zeigte Größe und Lage des Landes. In den Grundschulen Reicherts-hausen und Steinkirchen gab es bereits vor den Osterferien eine Einführung zum Thema Wasser, dem Amazonas und dem Staudammprojekt Belo – Monte. Mit großem Eifer bastelten die Erstklässler aus Schuhkartons Hütten einer Favela, einer Armensiedlung. Etwas größere Kartons waren es bei der Klasse 5a, die Gebäude von Sao Paulo nachbauten. Die Klasse 2b drehte einen kleinen Film über die Problematik von Straßenkinder und deren Hoffnung, irgendwann in ihrem Leben Anerkennung zu finden. In anderen Klassen wurden Lieder und Tänze geübt, die Klasse 8a stellte Infoflyer zum Thema her. Immer mehr ließen sich für diesen Tag gewinnen und einbinden. Dann war es soweit.
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Für die bereits ab 7:15 Uhr eintreffenden Kinder und Jugendliche wurden bei rhythmischen Klängen Bilder über Brasilien gezeigt. Dann, nach einem filmischen Kurzrückblick auf die WM, bei dem die Emotionen der Anwesenden sich bereits zu entladen begannen, begrüßte Herr Heckert die in der Aula versammelten Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und den Elternbeirat mit einem Bom dia! (portugiesisch für Guten Tag) und führte in den Tag ein: Wenn es darum gehe, ein fremdes Land kennen zu lernen, ein fremdes Volk, fremde Bräuche und Sitten, dann stehe an vorderster Stelle das Wort Respekt. Sowie die deutsche Fußballmannschaft sich nach ihrem großartigen Sieg nicht über die Verlierer lustig gemacht habe, so bedeutet Respekt den anderen gelten lassen, ihm höflich begegnen, vielleicht sich sogar in den anderen einfühlen, um ihn besser zu verstehen. Respektvoll  sei es auch, wie wir uns in unserem Schulhaus begegnen sollten.
 
Dann marschierte schon die Sambagruppe von Herrn Hartberger ein und zog mit ihren Trommeln, Glocken und Pfeifen alle in Bann. Wurde hier noch mitgestampft und geklatscht, so wurde es trotz der großen Zahl aller Grund– und Mittelschüler ganz still in der Aula, als ein ehemaliger Schüler brasilianischer Herkunft in seiner Sprache Lieder vortrug, begleitet auf seiner Gitarre. Die Klasse 2 a stellte in einem Lied die Früchte aus dem brasilianischen „Erntedankkorb“, Symbol für das reiche Brasilien, vor. Während sich die Grundschüler dann in ihren Klassenzimmern weiter mit dem Thema des Tages beschäftigten, informierten sich die Mittelschüler mit Filmen über das ferne Land, 24 mal so groß wie Deutschland, fast ein halber Kontinent.
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Schön, dass sich von Elternseite genauso wie aus dem Lehrerkollegium Einzelne anboten, in den Klassen aus persönlicher Erfahrung über Brasilien zu erzählen. Auch ein Team von Misereor bot einzelne Workshops zu den Themen Brasilien – das Land, wo die Orangen blühen und Basta – das ist unser Recht: Rechte von Kindern und Jugendlichen in Brasilien an.
 
Den Pausenverkauf stemmte der Elternbeirat mit allerlei Knabbereien aus brasilianischen Regionen, wie getrocknete Mango und Bananenchips, Maniokchips, Schoko- und Nussriegeln etc., bezogen aus dem Fair – Handel – Haus in Amperpettenbach. Die Klasse 8b schenkte fair gehandelten Orangensaft aus, viel mehr noch, sie bot südamerikanische Cocktails an, die überaus großen Zuspruch fanden. Mittags wurde dann in der Mensa von Herrn Schrader ein typisch brasilianisches Menü angeboten, das allen sehr schmeckte und vielmals gelobt wurde. So gab es an diesem Tag nicht nur viel zu sehen, sondern auch zum Schmecken und natürlich auch zum Hören und Mitmachen.
 
Nach einem Tanz der Klasse 4a kam es zu dem nicht zu bestreitenden Höhepunkt: Via Jante, eine zehnköpfige brasilianische Trommlergruppe gab ihr bestes. Da gab es kein Halten mehr, da wurde mitgeklatscht, rhythmisch auf dem Boden gestampft, ob Kinder oder Lehrkräfte, keiner konnte sich den Bewegungen entziehen. Immer wieder wurde eine Zugabe gefordert, ein lautes Rufen und Schreien, das letztendlich doch unterging in den donnernden Rhythmen der Gruppe.
Noch einmal gab es später eine Vorführung mit den Trommeln, Schellen und Pfeifen. Der Anführer der Gruppe, Mestre Laslinho - Laslão Rivera, brachte Teilen der Klassen 7 und 8 in einem Crashkurs das richtige Gefühl für das Bedienen der lauten, aber sicher nicht einfachen Instrumente, von denen er über 40 mitgebracht hatte, bei. Mit einem einfachen Daraufhauen oder Reinpfeifen war es ja nicht getan, wenn ein Furacao (Orkan) entstehen sollte.
 
Anzumerken zu diesem Tag ist sicher, dass auch Senioren aus den Haus Raphael mit anwesend waren. Anzumerken sicher auch, dass jede Menge Kataloge, Prospekte, Flyer, die auflagen, mitgenommen wurden. Anzumerken, dass Mensa wie Aula brasilianisch geschmückt waren. Anzumerken, dass viele im Hintergrund an der Gestaltung des Tages beteiligt waren. Allen gilt ein großer Dank. So ein Tag gibt dem Schulalltag sicher nicht nur Abwechslung, es ist ein Lernen auf andere Art, ein Tag der begeistert. So etwas gelingt aber nur in seiner Nichtalltäglichkeit.

  Georg Heckert, RL i. K.
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Flyeer 2014 Vorderseite

Flyer der Schulpastoral der Erzdiözese München und Freising


Arbeitshilfe "Aufbrechen mit Abraham"

Den Übergang von der Grundschule
auf weiterführende Schulen gestalten
Titelbild AH
Jedes Jahr beschäftigt der Aufbruch von der Grundschule an weiterführende Schulen unzählige Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse.
Die vorliegende schulpastorale Arbeitshilfe möchte Lehrkräfte vor Ort darin unterstützen, die Schülerinnen und Schüler in der herausfordernden Situation zu stärken und Zuversicht in diesem Übergang zu wecken.
Die Auseinandersetzung mit Teilen der Abrahamsgeschichte lädt die Kinder ein, alle Ressourcen zu entdecken, die sie auf ihrem neuen Weg bestärken können.
Die Arbeitshilfe beinhaltet verschiedene Module, die von den (Religions-)Lehrkräften selbst gewählt und durchgeführt werden können. Darüber hinaus findet sich das Modell eines abschließenden Wortgottesdienstes, bzw. Hinweise zu einer Versammlung im Gebet, in der auch ein möglicher interreligiöser Kontext berücksichtigt wird.
Einzelexemplar: kostenlos
ab 5 Stück: 2,00€ Schutzgebühr /Stück

Hrsg: Fachbereich Schulpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat München,
Dachauer Str. 50, 80335 München, Tel. 089 2137-1532
Telefax 089 / 2137-27-1532
E-Mail: Schulpastoral@eomuc.de

Bezug: Religionspädagogische Materialstelle
Schrammerstraße 3, 80333 München
Fragen zur Bestellung bitte nur unter folgender Nummer:
Telefon (089) 2137-1411 Telefax (089) 2137-1575
E-Mail: relpaed-materialstelle@eomuc.de

Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 12.00 Uhr, Mo - Do 14.00 - 16.00 Uhr
oder über den Fachbereich Schulpastoral (Kontakt s.o.)

Weitere Informationen, sowie Materialien zum Projekttag finden Sie auch auf der Homepage des SPZ Erding unter:
http://www.schulpastorales-zentrum-erding.de/index.php?id=203


"Aufbrechen mit Abraham" - ein Erfahrungsbericht

Die Arbeitshilfe „Aufbrechen mit Abraham. Den Übergang von der Grundschule auf weiterführende Schulen gestalten.“ enthält in drei möglichen Stationen Anregungen einen Tag für 4. Klassen nach dem Erhalt der Übertrittszeugnisse zu gestalten. Ich habe einen solchen Tag an der GS Isen unter der Leitung von Andrea Schirnjack (Leiterin des SPZ in Erding) erlebt und möchte meine Eindrücke und Erfahrungen schildern.
 
Zur Vorbereitung des Projekttages für die 4. Klassen der GS Isen hatte sich Frau Schirnjack mit der Religionslehrerin der Schule, Frau Walburga Baumann-Strobl, getroffen. Dort hat sie das Projekt mit der Arbeitshilfe vorgestellt und es wurden die Stationen ausgewählt, Rahmenbedingungen,der Materialbedarf und die Arbeitsaufteilung besprochen.
 
Am 2. Juli morgens bereiteten wir die letzten Materialien an der Schule vor. Dann versammelten sich die drei 4. Klassen mit den Lehrerinnenund Lehrern im Musiksaal der Schule zum gemeinsamen Beginn. Die Schülerinnenund Schüler saßen im großen Kreis, in der Mitte war ein großes Tuch ausgebreitet.Frau Schirnjack begrüßte alle Anwesenden und führte mit der Figur eines „Abraham“ in den Tag ein.
Anfangsbild im Musiksaal
Anschließend ging jede Klasse in das eigene Klassenzimmer. Ich war bei der Klasse von Frau Schirnjack dabei; die Religionslehrerin und der Schulsozialarbeiter betreuten die beiden anderen Klassen. Die Klassenlehrerinnen waren als Unterstützung mit dabei.

Die Klasse setzte sich im Kreis auf mitgebrachten Decken oder Kissen auf den Boden und wir haben das Lied „Hilf uns glauben wie Abraham“gelernt. Nach einer kurzen Einstimmung wurde der Text von der Berufung und dem Aufbruch Abrahams in ein fernes Land vorgelesen. Abraham wird als reicher Mann,der viele Schätze hatte, die er auf seinen neuen Weg mitnimmt, vorgestellt. Frau Schirnjack verglich die Situation Abrahams mit der der Schüler/-innen, die sich auch bald in unbekanntes Gebiet, eine neue Schule und Klasse usw. aufmachen.Die Schüler/-innen sollten darüber nachdenken, welche „Schätze“, also besondere Stärken und Fähigkeiten, sie haben und mitnehmen.
Anfangskreis im Klassenraum
Im folgenden Teil wurde es praktisch: Jeder Schüler/jede Schülerin erhielt einen Bastelbogen für eine „Schatztruhe“, sowie Vorlagen für ihre „Schätze“ in Form von auf buntes Papier kopierten „Münzen“ und „Edelsteinen“. Jede/-r sollte nun mindestens drei Münzen/Edelsteine mit den eigenen Stärken/Fähigkeiten beschriften. Während den meisten etliche Stärken und Fähigkeiten einfielen, brauchten manche Schüler/-innen Unterstützung.
Sch basteln
Unter der Anleitung von Frau Schirnjack wurden die Schatztruhen fertiggestellt und die „Schätze“ hineingelegt. Zum Abschluss der ersten Station trafen wir uns wieder im Kreis und wer wollte, durfte einen oder zwei der eigenen „Schätze“ vorlesen. Die erste Station dauerte ca. 60 Min, anschließend machten wir Pause.

Bei der zweiten Station ging es dann um Gottes Verheißung fürAbraham unter dem Sternenhimmel. Nach dem Vorlesen der Bibelstelle verteilte sich die Klasse mit ihren mitgebrachten Decken und Kissen auf dem Boden. Der Klassenraum wurde verdunkelt und  Frau Schirnjack lud die Schüler/innen  zu einer Phantasiereise „Unter dem Sternenhimmel“ ein. Dabei sollten sie sich ihrer eigenen Träume und Wünsche bewusst werden.
Fantasiereise
Im Abschnitt „Sicherung und Ausdruck“ hatten dieSchüler/-innen dann die Aufgabe, einen „Sternenhimmel“ zu gestalten. Dazu bekamen sie ein Blatt mit „Sternen“-Vorlagen und ein blaues Blatt als „Himmel“. Jeden ihrer Wünsche und Träume schrieben sie dann auf einen Stern  und klebten die Sterne  dann ausgeschnitten auf den „Himmel“. Zusammen mit den Schatztruhen und den „Sternenhimmeln“ versammelten wir uns dann wieder im Kreis und jede/-r durfte uns von den eigenen Träumen und Wünschen erzählen. Die „Träume“ vieler Buben der Klasse hatten mit Fußball zu tun, was wohl hauptsächlich an der gerade stattfindenden Fußball-WM lag. Auch die zweite Station dauerte insgesamt ca. eine Stunde.
Schlussmitte in der Klasse
Zum gemeinsamen Abschluss bei einer Versammlung im Gebet gingen wir wieder in den Musiksaal. Dort haben alle ihre Schatztruhen und Sternenhimmel auf das Tuch in der Mitte gelegt. Das Thema der Versammlung im Gebet war „Gott geht mit“ – sowohl mit Abraham, als auch mit den Schülern/-innen. Am Ende der Versammlung im Gebet wurden die Schüler/-innen, die das wollten, einzeln gesegnet.
Musiksaal Gebet Schluss
Alle Beteiligten versammelten sich schließlich noch imSchulcafé. Dort wurden die von den Schülern/-innen mitgebrachten Speisen aufeinem Buffet zusammengestellt und noch gemeinsam gegessen. Um 13:00 Uhr war der Projekttag „Aufbrechen mit Abraham“ dann zu Ende.
Mir selbst hat dieser Projekttag sehr gut gefallen. DieSchüler/-innen waren mit Interesse und Eifer dabei. Die Abwechslung zwischen Eindruck und Ausdruck, d. h. Bibeltext und Auslegung und eigenem kreativen Tun, hat mich angesprochen. Ein solcher Tag für die Schüler/-innen ist nur durch den lobenswerten Einsatz der Lehrkräfte vor Ort möglich und für die Schüler/-innen war es mit Sicherheit ein schöner Tag in der Schule. Ich kann dieses Projekt und die dazugehörige Arbeitshilfe sehr empfehlen und werde es in meine schulpastorale Referententätigkeit aufnehmen und weiterverbreiten.
 
München,den 09.07.2014
 
Michael Pfister
Fachreferent

Neues Internetportal: Prävention von sexualisierter Gewalt in katholischen Einrichtungen

Prävention von sexualisierter Gewalt in katholischen<br/>Einrichtungen
www.praevention-kirche.de
Auf Initiative der Kommission Erziehung und Schule der Deutschen
Bischofskonferenz ist ein neues Internetportal zum Thema "Prävention von sexualisierter Gewalt in katholischen Einrichtungen" entstanden, bei der auch externe Berater mitgewirkt haben. Das Internetprortal beherbergt verschiedene Bereiche der Präventionsarbeit.

Portaladresse:

http://www.praevention-kirche.de

Internetseite zum Thema: "Prävention von sexualisierter Gewalt an katholischen Schulen, Internaten undKindertageseinrichtungen"

Prävention von sexualisierter Gewalt in kath. Schulen, Internaten und Kindertageseinrichtungen
www.praevention-bildung.dbk.de
Diese Internetseite ist Bestandteil des übergeordneten Portals www.praevention-kirche.de und hat die Präventionsarbeit speziell in den Bereichen Bildung, Schulen, Internaten und Kindertageseinrichtungen zum Inhalt.

Adresse der Seite:

www.praevention-bildung.dbk.de

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