St. Martin

Pemmeringer Str. 1, 85656 Buch am Buchrain, Telefon: 08124-1849, E-Mail: St-Martin.Buch-am-Buchrain@erzbistum-muenchen.de

Das Pfarrhaus

1965 bezugsfertiges Pfarrhaus
Seit 1965 steht der Pfarrgemeinde dieses schöne Pfarrhaus zur Verfügung.
Hier sind Büro und Wohnung für den Pfarrer, das Sekretariat und
verschiedene Gemeinschaftsräume untergebracht.

Die Pfarrkirche St.Martin

St.Martin Buch a.B. Ostansicht
St.Martin Buch a.B. Ostansicht
Im Kern spätgotischer Bau; während der Amtszeit von Pfarrer Alban Auer, der 1485 verstarb, errichtet. Sein Grabstein ist im Pflaster des Chores eingelassen. Die Kirche wurde 1761 von Johann Baptist Lethner überarbeitet und ausgestattet.
Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor, daran südlich der Turm mit gegliedertem Oberteil und profilierter Zwiebelhaube. Dreieckige bzw. rechteckige Strebepfeiler.
Stuck in eleganten Rocaille-Formen, vielleicht von Johann Anton Bader aus Dorfen. Deckenbilder von dem Münchner Hofmaler Martin Heigl: Im Chor Aussendung des Hl.Geistes, im Schiff Mantelspende des Hl.Martin.
Drei Altäre, Kanzel, Chor-und Laiengestühl von Matthias Fackler aus Dorfen, 1761. Die zugehörigen Bildhauerarbeiten von Christian Jorhan d.Ä.: Am Hochaltar die Hll. Martin und Sebastian, am Evangelienaltar die Hll. Katharina und Barbara, gegenüber die Hll. Florian und Leonhard. Die Ölbilder der Nebenaltäre von Franz Zellner aus Erding, 1767 .

Unsere Glocken

Das Geläute der Pfarrkirche besteht aus 5 Glocken

Alle Glocken
Die Glockenstube
Glocke Nr.1 ist die St.Ludwigs-Glocke. Sie ist die größte und schwerste. Sie wurde 1949 von Karl Czudnochowsky in Erding gegossen, ist 1000 kg schwer und hat einen Durchmesser von 117 cm. Sie trägt die Aufschrift "Hl.Ludwig, bitte für uns!" Sie wurde von der Sollerfamilie aus Hammersdorf gestiftet und klingt mit dem Ton e´ .
Glocke 1 hinten
Glocke 1 vorne
Glocke Nr.2 ist die St.Florians-Glocke. Sie wurde 1948 ebenfalls von Karl Czudnochowsky in Erding gegossen, ist 550 kg schwer und hat einen Durchmesser von 105 cm. Sie trägt die Aufschrift "Hl.Florian, bitte für uns!" und klingt mit dem Ton fis´ .
Glocke 2
Glocke Nr.3 ist die Marien-Glocke. Sie wurde 1930 von Anton Josef Bachmair in Erding gegossen, ist 317 kg schwer und hat einen Durchmesser von 90 cm. Sie ist mit einem Relief der Gottesmutter mit dem Jesuskind verziert, trägt die Aufschrift "Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib!" und klingt mit dem Ton a´.
Glocke 3
Glocke Nr.4 ist die St.Sebastians-Glocke. Sie ist ebenfalls eine Arbeit von Josef Bachmair und wurde 1922 gegossen. Sie ist 220 kg schwer und hat einen Durchmesser von 81 cm. Sie trägt die Aufschrift "St.Sebastiane, ora pro nobis!"
und klingt mit dem Ton h´.
Glocke 4
Glocke Nr.5 ist dem Hl.Josef geweiht. Sie ist die kleinste und wird auch Sterbeglocke genannt. Sie wurde wahrscheinlich auch 1949 in Erding gegossen, ist 153 kg schwer und hat einen Durchmesser von 67 cm. Sie klingt mit dem Ton d´´ .
Glocke 5
Tabelle enthält die fest programmierten Läutzeiten !

Wissenswertes über Glocken

Glocken hat es nicht immer gegeben. In den ersten christlichen Jahrhunderten waren sie unbekannt. Ihr Ursprung liegt im fernen Orient und seit dem 5.Jhdt. sind sie im Abendland in Gebrauch, zunächst in Klöstern.
Die heute gebräuchlichen Glocken entwickelten sich in der Zeit der Gotik. Die Kelchform erwies sich als die klanglich am besten geeignete. Auch die Legierung ist für den Klang von besonderer Bedeutung.
Glocken haben einen physikalisch nicht meßbaren Hauptton, der beim Anschlag stark, aber nur kurz vorherrscht.
Daneben erzeugen die Teilschwingungen des Glockenkörpers Töne in verschiedenen, teilweise dissonanten Frequenzverhältnissen.
In christlichen Kirchen werden Glocken zu einem Geläut vereinigt. Dies ermöglicht, eine Läutordnung gemäß den unterschiedlichen Anlässen im Kirchenjahr oder den jeweiligen Tageszeiten zu erstellen.

Die Glocke war aufgrund der Tragweite ihres Klanges das wirksamste Kommunikationsmittel. Die hohe Wertschätzung hängt auch mit der Bedeutung der Glocken für das Leben früherer Generationen zusammen. Als es noch keine Uhren für jedermann gab, war man auf die Glockenzeichen angewiesen, die bestimmte Tageszeiten markierten. Glockengeläut war nicht nur auf religiöse Momente bezogen, sondern betraf das ganze Leben. Betzeiten, Arbeitszeiten, Ratssitzungen, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen.

Die hohe symbolische Bedeutung der Glocken kommt nicht zuletzt in Friedrich Schillers "Lied von der Glocke" (1799) zum Ausdruck.
Die Glocke steht in diesem Gedicht für menschliches Sein überhaupt, denn die Glockenklänge begleiten die Menschen ein Leben lang, von der Geburt bis zum Tod. Spürbar besonders in der letzten Strophe, mit einem fast weihnachtlichen Ausblick:

"Jetzo mit der Kraft des Stranges/Wiegt die Glock´ mir aus der Gruft,/Dass sie in das Reich des Klanges/Steige, in die Himmelsluft./Ziehet,ziehet,hebt!/Sie bewegt sich, schwebt,/Freude dieser Stadt bedeute,/Friede sei ihr erst Geläute."