St. Martin

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Filialkirche Heilig Kreuz in Haidberg

Am westlichen Ortsrand liegt der Weiler Haidberg mit seiner Kirche Heilig Kreuz.
1315 erscheint „Haitperch“ als Filialkirche der Pfarrei Buch a.B. in der Konradinischen Matrikel. Spärlich sind die Nachrichten aus den vergangenen Jahrhunderten über Heilig Kreuz in Haidberg. Sie blieb der Pfarrei St.Martin Buch a.B. als einzige der ehemals sechs Filialkirchen erhalten.
1684, diese Jahreszahl steht auf der Innenseite der Eingangstüre der Kirche. Diese Türe stammt offensichtlich noch vom Vorgängerbau. Wann diese, wesentlich kleinere Kirche erbaut wurde, wissen wir nicht. Teile der Westwand und etwa die Hälfte des, in das Langhaus einspringenden Turmes wurden vom Baumeister des im Jahr 1706 entstandenen Erweiterungsbaus mit einbezogen.
Dieser Baumeister war der im Dezember 1729 in Erding verstorbene Stadtmaurermeister Anton Kogler. Seine Witwe heiratete 1730 Johann Baptist Lethner aus der Pfarrei Oberwarngau, den später verantwortlichen Baumeister der Umbauarbeiten der Pfarrkirche Buch a.B. im Jahre 1760.
Die barocken Kirchenbauten der Maurermeisterfamilie Kogler/Lethner prägen noch heute die Landschaft des Landkreises Erding. So auch die Kirche von Haidberg. An das dreiachsige Langhaus schließt sich der leicht eingezogene einachsige Chor mit seinem halbrunden Schluß und der östlich niedriger angebauten Sakristei an.
Der vom bestehenden Bau übernommene Unterbau des Turmes verjüngt sich in Höhe des Dachfirstes des Langhauses achteckig. Unter der zierlichen barocken Turmzwiebel befinden sich an jeder Seite des Achteckes kleine, hochovale, den Langhausfenstern nachgebildete Schallfenster.
Das Langhaus ist durch flache Pilaster toskanischer Ordnung zwischen den Fenstern gegliedert. Ein Tonnengewölbe mit eingeschnittenen Stichkappen überspannt den Innenraum der Saalkirche. Langhaus und Chor werden, wie der Außenbau, durch Pilaster auf hohen Sockeln mit mehrfach gekröpften Gesimsen gegliedert.
Die über dem Chorbogen angebrachte Jahreszahl 1706 erinnert an die Fertigstellung des bestehenden Kirchenbaues.
Das Altargemälde des Choraltares, es wurde 1894 von dem Münchner Kunstmaler K.Schleibner geschaffen, erzählt die Geschichte der Kreuzauffindung durch Kaiserin Helena, der Mutter Kaiser Constantins des Großen, um das Jahr 327.
Die Haidberger Kirche feiert ihr Patrozinium am Fest der Kreuzerhöhung am 14.September.
Zu beiden Seiten des Chorbogens stehen auf gemauerten Sockeln anstelle der Seitenaltäre zwei barocke Skulpturen aus der ersten Hälfte des 18.Jh.
Links eine von einem Sternenkranz bekrönte Immaculata auf der von einer Schlange umwundenen Weltkugel und rechts eine sehr ausdrucksstarke Pietà vor einem Armakreuz.
Den Abschluß bildet an der Westseite des Langhauses eine bemerkenswerte Figur des hl. Christophorus, entstanden Anfang des 18.Jh.
Am 24.Mai 1707 wurde die erweiterte Kirche von Haidberg geweiht. Vermutlich vom damaligen Freisinger Bischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck.

In der Filialkirche finden Gottesdienste und Andachten statt und gelegentlich kleine, konzertante Aufführungen.