Zentrum für Kinderschutz

Zentrum für Kinderschutz in München eröffnet
Monsignore Franzl weihte Einrichtung zur Stärkung der Missbrauchsprävention

Mit einer Weihe durch Monsignore Klaus Peter Franzl, Ressortleiter Personal im Erzbischöflichen Ordinariat München, ist am Freitag, 20. Januar 2012, das von der Erzdiözese geförderte, in München angesiedelte Zentrum für Kinderschutz der Päpstlichen Universität Gregoriana eröffnet worden. Die Kirche habe in der Prävention von sexuellem Missbrauch „eine wichtige Verantwortung und auch Vorreiterrolle zu übernehmen“, sagte Franzl. Es gelte, Priester, Diakone, pastorale Mitarbeiter, Religionslehrer sowie Ehrenamtliche und Katecheten für Missbrauch zu „sensibilisieren und Handlungskompetenz zu vermitteln“.

Das Zentrum wird vom Institut für Psychologie der Gregoriana in Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm aufgebaut. Neben der Erzdiözese fördern die Diözesen Augsburg und Osnabrück, die Barmherzigen Schwestern (Mutterhaus München) sowie private Sponsoren das Zentrum mit einer Gesamtsumme von knapp 1,2 Millionen Euro für drei Jahre. Pater Hans Zollner SJ, Akademischer Vizerektor und Direktor des Instituts für Psychologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Ulm, und Hubert Liebhardt, Direktor des neuen Zentrums für Kinderschutz der Greogriana, stellten bei der Eröffnung das Projekt, das wissenschaftliche Team, die Räumlichkeiten und die ersten Entwicklungen vor.

Ziel des Zentrums für Kinderschutz ist es, durch internetgestützte Qualifizierungsangebote Priester, Diakone, pastorale Mitarbeiter, Religionslehrer sowie Ehrenamtliche und Katecheten weltweit für die Problematik des sexuellen Kindesmissbrauchs und sexualisierter Gewalt zu sensibilisieren und in ihrer Handlungskompetenz zu stärken. Das Zentrum wird Online-Schulungen in mehreren Sprachen in Kooperationsprojekten mit Diözesen und Ordensgemeinschaften in Argentinien, Ecuador, Deutschland, Ghana, Indien, Indonesien, Italien und Kenia entwickeln, erproben und wissenschaftlich auswerten. In jedem der Partnerländer nehmen jeweils 100 kirchliche Mitarbeiter an dem Projekt teil. Das Konzept orientiert sich an dem E-Learning-Projekt, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung an der Universität Ulm zur Qualifizierung von pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Berufen im Umgang mit sexuellem Kindesmissbrauch fördert. (ck)


Weitere Informationen zum E-Learning-Projekt des Universitätsklinikums Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, im Internet unter www.elearning-childprotection.com.


Erzbischöfliches Ordinariat München mit Münchner Domtürmen und Freisinger Mohr