Kirchen in der Münchner Innenstadt

Angebote der katholischen Kirche in der Münchner Innenstadt

Der Münchner Dom
Dom Zu Unserer Lieben Frau
Frauenplatz

Der Dom Zu Unserer Lieben Frau, die Frauenkirche, ist das Wahrzeichen Münchens. Die 1271 erbaute romanische Kirche wurde 1488 durch einen Neubau von Jörg von Halspach ersetzt. Bauherrn waren Bürger und der Herzog, die mit dem Bau der bis heute größten Kirche Bayerns das Selbstbewusstsein der aufblühenden Residenzstadt München ausdrückten. Sie wurde 1492 zur Stiftskirche erhoben. Die Reliquien des Stadt- und Landespatrons Benno, im 11. Jahrhundert Bischof in Meißen, werden seit 1580 hier verehrt. Seit 1821 ist die Frauenkirche Kathedrale des Erzbistums von München und Freising. Nach schwerer Beschädigung im Krieg wurde sie wieder aufgebaut und zuletzt 1994 umgestaltet. An kirchlichen Hochfesten zelebriert der Erzbischof den Hauptgottesdienst und hält die Predigt. Der Dom lebt durch die Menschen, die sich hier zu Gebet und Gottesdienst versammeln und ihn als Sehenswürdigkeit der Stadt besichtigen.
Die zur Dompfarrei gehörende Dreifaltigkeitskirche, Pacellistraße 6, ist ein barockes Kleinod. Sie wurde von Antonio Viscardi erbaut und 1718 geweiht. Sie enthält die ersten Münchner Fresken von Cosmas Damian Asam.
www.muenchner-dom.de

MVV-Anbindung:
S-/U-Bahn Marienplatz
Zufahrt mit Rollstuhl möglich<br/>T-Spule vorhanden
St. Peter
Rindermarkt 1

St. Peter ist die älteste Pfarrkirche Münchens. Ein gotischer Kirchenneubau wurde 1294 geweiht und beim Stadtbrand 1327 zerstört. Der erneute Aufbau erhielt 1377 bis 1386 zwischen den alten Turmpaaren einen neuen Turm, den „Alten Peter“. Bei der barocken Umgestaltung der Kirche wirkten Kurfürst, Bürgerschaft und Pfarrei zusammen. Prunkstück ist der Hochaltar nach dem Vorbild der römischen Peterskirche. Nach der Zerstörung 1944/45 wurde St. Peter als erste der großen Stadtkirchen wieder aufgebaut. Die Pfarrei ist in der Feier der Gottesdienste der Tradition besonders verpflichtet. Sie will durch das Gebet die Beziehung zu Gott stärken und in der Pflege der Gemeinschaft zwischenmenschliche Brücken bauen.
Die Asamkirche St.-Johann-Nepomuk, Sendlinger Straße 32, wurde von den Brüdern Asam als Hauskirche gebaut und 1734 geweiht. Mit der prachtvollen Außenfassade und der reichen Innenausstattung ist sie ein touristischer Anziehungspunkt.
www.alterpeter.de

MVV-Anbindung
S-/U-Bahn Marienplatz
Heilig Geist-Kirche
Tal 77, Am Viktualienmarkt

Aus dem Pilgerhospiz vor den Toren der Stadt entstand ab 1208 durch Stiftungen ein Spital. Es blieb Jahrhunderte hindurch Münchens wichtigste Sozialeinrichtung und umfasste den gesamten heutigen Viktualienmarkt. Zum Spital gehörte zunächst eine Katharinenkapelle, später eine romanische Kirche, die dem Heiligen Geist als Tröster der Betrübten geweiht war. Nach dem Stadtbrand von 1327 entstand bis 1392 eine gotische Hallenkirche, die im 18. Jahrhundert eine barocke Ausstattung durch die Gebrüder Asam erhielt. Nach der Verlegung des Spitals und dem Abriss der Spitalgebäude im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert. Die im 2. Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstörte Kirche wurde bis 1971 durch Rekonstruktion des Stucks und Teile der Deckenbilder wieder hergestellt. Im gottesdienstlichen Leben der Pfarrei haben vor allem Familiengottesdienste und katholisches Brauchtum Bedeutung.
www.heilig-geist-muenchen.de

MVV-Anbindung
S-/U-Bahn Marienplatz
Jesuitenkirche St. Michael
St. Michaels-Hofkirche
Neuhauser Straße 6, Fußgängerzone

Für den 1557 nach München berufenen Jesuitenorden errichtete Herzog Wilhelm V. von 1583 bis 1597 das große Kolleg mit Kirche und Münchens erster höherer Schule. Die dem Erzengel Michael geweihte Kirche wurde Bahn brechend für die bayerische Barockkunst. Sie gilt kunstgeschichtlich als Münchens bedeutendster Kirchenbau. An der Fassade symbolisiert der Erzengel Michael den Kampf des Guten mit dem Bösen, darüber stehen Statuen bayerischer Herrscher. Der nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wieder hergestellte Innenraum hat mit seiner reichen Ausstattung seine sammelnde Wirkung erhalten. Der 1773 aufgehobene und 1814 neu zugelassene Jesuitenorden betreut seit 1921 wieder die Michaelskirche. Sie ist in Staatsbesitz. Neben einer anspruchsvollen kirchenmusikalischen Gestaltung der Gottesdienste bieten die Jesuiten vielfältige Formen von Seelsorge in der City an.
In die benachbarte Bürgersaalkirche, Kirche der Marianischen Männerkongregation, mit dem Grab von Pater Rupert Mayer, kommen jeden Tag mehr als tausend Menschen zum Gebet.
www.jesuiten.org/st-michael

MVV-Anbindung
S-/U-Bahn Marienplatz oder
Karlsplatz/Stachus
Theatinerkirche St. Kajetan
Theatinerstraße 22, Odeonsplatz

Gegenüber der Residenz ließen Kurfürst Ferdinand Maria und seine italienische Gemahlin Henriette Adelaide 1663 die Theatinerkirche als Dank für die Geburt des Thronfolgers Max Emanuel erbauen. Italienische Baumeister und Stukkateure schufen bis 1696 ein barockes Gesamtkunstwerk. Die dem heiligen Kajetan von Thiene geweihte Kirche wurde Hofkirche, Grabstätte des Herrscherhauses und Klosterkirche des Theatinerordens. Die beiden Türme und die Kuppel prägen wesentlich die Silhouette der Stadt und sind Symbol für die Verbindung Bayerns mit Italien. 1954 wurde die Kirche dem Dominikanerorden übertragen, der dort seelsorglich wirkt und in den Gottesdiensten das musikalische Erbe der ehemaligen Hofkapelle pflegt.
www.theatinerkirche.de

MVV-Anbindung
U3/U4/U5/U6/N40
Bus100 Odeonsplatz
Asamkirche St. Johann Nepomuk
Asamkirche St. Johann Nepomuk
Sendlinger Straße 32

Die Asamkirche wurde von den Brüdern Asam als Hauskirche gebaut und 1734 geweiht. Mit ihrer prachtvollen Außenfassade und reichen Ausstattung ist sie ein touristischer Anziehungspunkt.

MVV-Anbindung: U1/U2/U3/U6/U7/U8
Sendlinger Tor
St. Bonifaz
Karlstraße 32

König Ludwig I. stiftete 1835 das Benediktinerkloster und die Kirche St. Bonifaz, um zusammen mit den Bauten am Königsplatz die Verbindung von Religion, Wissenschaft und Kunst zum Ausdruck zu bringen. Die fünfschiffige Backsteinbasilika wurde im Krieg fast völlig zerstört. 1950 entstand unter Verwendung der Mauerreste und der 20 Säulen der heute bestehende verkleinerte Gottesdienstraum. In den 70er und 90er Jahren wurde die Kirche aus liturgischen Gründen umgestaltet. Heute betont ein zeltartiger Lichtkörper den Altar und der Fries farbiger Gemälde von Peter Burkart belebt die karge Architektur. Das Kloster mit derzeit 12 Mönchen ist ein geistliches Zentrum in der Münchner Innenstadt. Seelsorge in der Pfarrei, Pflege von Wissenschaft und Bildung und Betreuung von Obdachlosen im angrenzenden „Haneberghaus“ gehören zu den Aufgaben der Ordensleute.
www.sankt-bonifaz.de

MVV-Anbindung
U2 Königsplatz
Symbol Rollstuhl_Induktion_Rollstuhl WC
St. Ludwig
Ludwigstraße 20

Die Pfarr- und Universitätskirche mit den beiden markanten Türmen steht in der Mitte der von König Ludwig I. errichteten Prachtstraße zwischen Feldherrnhalle und Siegestor. Sie wurde von Friedrich von Gärtner in dem für ihn typischen Rundbogenstil erbaut. Der Innenraum wird vom Freskenschmuck von Peter Cornelius dominiert. Das Thema des Zyklus ist – entsprechend der ökumenischen Gesinnung dieser Zeit – das Apostolische Glaubensbekenntnis. Das Altarbild stellt das Jüngste Gericht dar. Ein Schwerpunkt der Verkündigung war in St. Ludwig immer die Verbindung von Glaube und Wissen. Namhafte Prediger wie Romano Guardini und Eugen Biser nahmen diese Aufgabe wahr. Neben einer lebendigen Pfarrgemeinde hat auch die Katholische Hochschulgemeinde ihre Heimat in St. Ludwig.
www.st-ludwig-muenchen.de

MVV-Anbindung
U3/U6 Universität
Symbol Rollstuhl_Induktion_Rollstuhl WC
Bildbreite 168
St. Anna
Pfarrkirche, St. Anna-Platz 5
Klosterkirche, St.-Anna-Straße 19

Die monumentale neuromanische Basilika wurde 1892 nach Plänen von Gabriel von Seidl errichtet. Von den rheinischen Kaiserdomen inspiriert baute Seidl eine dreischiffige Pfeilerbasilika, die ein Querhaus und ein Vierungsquadrat besitzt. Zusammen mit der gegenüberliegenden Klosterkirche bildet sie das Zentrum des Stadtteils Lehel. Diese älteste Rokokokirche Altbayerns, erbaut von Johann Michael Fischer und ausgestattet von den Gebrüdern Asam, war die ursprüngliche Pfarrkirche, die Ende des 19. Jahrhunderts zu klein geworden war. Sie wurde im 2. Weltkrieg zerstört und bis 1970 unter Verwendung alter Teile rekonstruiert. König Ludwig I. übertrug den Franziskanern, die bereits seit dem 13. Jahrhundert in München wirken, die Pfarrseelsorge in St. Anna. Kinder, Familien, Jugendliche und Senioren gestalten das pfarrliche Leben mit. Mit Kirchenmusik, besonderen Gottesdiensten und religiösen Impulsen sind Pfarrei und Kloster St. Anna, wo sich auch das Provinzialat der Franziskaner befindet, ein spirituelles Zentrum in der Innenstadt.
www.st-anna-muenchen.de

MVV-Anbindung
U4/U5 Lehel
Rollstuhl bedingt_Induktion_Rollstuhl WC
St. Paul
St.-Pauls-Platz 11

Die neugotische Pfarrkirche St. Paul wurde vom Architekten des Münchner neuen Rathauses, Georg von Hauberrisser, in unmittelbarer Nähe zur Theresienwiese erbaut und 1906 geweiht. Sie ist die einzige im Stil französischer Kathedralen errichtete Kirche in Oberbayern und prägt mit ihrem 97 m hohen Hauptturm das Stadtbild im Westen. Trotz Kriegsverlusten blieb ein Teil der neugotischen Ausstattung erhalten. 2003 wurde die Kirche im Inneren unter anderem mit neuen Fenstern im Chor eindrucksvoll renoviert und neugestaltet. Bereits seit den 20er-Jahren ist St. Paul von der Liturgischen Bewegung geprägt. Die Pfarrei ist seit 2015 Teil des Pfarrverbandes München-Westend. St. Paul ist auch Sitz des Fachbereichs Kunstpastoral der Erzdiözese, der den Dialog von Kirche und Kunst in besonderer Weise pflegt, etwa in den Gottesdiensten "TatOrt-Zeit" oder mit Installationen von Rudolf Wachter und Stefan Hunstein. Die Kirche beherbergt ebenso die Kroatische Katholische Gemeinde Münchens.
www.erzbistum-muenchen.de/kunstpastoral

MVV-Anbindung
U4/U5 Theresienwiese

Symbolerklärungen

für Rollstuhlfahrer voll zugänglich

für Rollstuhlfahrer bedingt zugänglich

Induktionsschleife für Hörgeschädigte

Bildnachweis:
Thomas Klinger, Pfarrei St. Anna, Anton Brandl, Achim Bunz

Kirchen in der Münchner Innenstadt
1   Dom Zu Unserer Lieben Frau, Frauenplatz 1

2   St. Michael, Jesuitenkirche, Neuhauser Str. 6, Fußgängerzone

3   Bürgersaalkirche, Neuhauser Str. 14

4   Dreifaltigkeitskirche, Pacelli-/Ecke Rochusstr.

5   Theatinerkirche St. Kajetan, Theatinerstr. 22

6   St. Peter, Petersplatz 1

7   Heilig-Geist-Kirche am Viktualienmarkt

8   St. Anna, St.-Anna-Platz 5

9   St. Ludwig, Ludwigstr. 22

10 St. Bonifaz, Karlstr. 34

11 St. Paul, St.-Pauls-Platz 11

12 Asamkirche St. Johann Nepomuk, Sendlinger Str. 32