Wappen, Wahlspruch, Insignien

Wahlspruch
Der Wahlspruch von Wolfgang Bischof für sein Bischofsamt lautet „Spera in Domino et fac bonum - Hoffe auf den Herrn und tu das Gute“. Er ist Psalm 37 Vers 3 entnommen und bringt in einer prägnanten Kurzform zum Ausdruck, dass Jesus Christus der Dreh- und Angelpunkt unseres christlichen Lebens ist. Aus dieser Christusbeziehung leben wir und aus ihr sind wir aufgerufen das eigene Leben und das Leben der Welt (mit)zugestalten.

Wolfgang Bischof will mit der Gestaltung seines Wappens und der bischöflichen Insignien seinen Leitspruch zum Ausdruck bringen. Das Wappen wurde von Dieter Linder entworfen und von Heribert C. Staufer gestaltet. Ring, Stab und Brustkreuz wurden von dem Münchner Bildhauer Michael Veit in Silber gefertigt.
Bischof Wolfgang, Wappen
Bischofswappen
Beschreibung:
Der Wappenschild wird gespalten von Gold und Schwarz durch eine eingebogene rote Spitze, darin ein goldenes Christusmonogramm (Chi-Rho); links der Freisinger Mohr mit roter Krone, rotem Ohrring und roter Halskrause, rechts eine goldene Strahlensonne auf schwarzem Grund.
Hinter dem Schild ein goldenes Vortragekreuz, überhöht von einem grünen Pontifikalhut mit beidseitig je sechs (1:2:3) an grünen Schnüren herabhängenden grünen Quasten, darunter ein silbernes Schriftband mit dem Wahlspruch „Spera in Domino et fac bonum“.

Symbolerklärung:
Der Freisinger Mohr, der mit Zustimmung des Erzbischofs Reinhard Marx im Wappen aufgenommen wurde, ist die traditionelle Wappenfigur des Erzbistums München und Freising in dem Wolfgang Bischof als Weihbischof tätig sein wird. Zugleich steht der gekrönte Mohr für Freising, die Geburtsstadt des neuen Weihbischofs.
Die goldene Strahlensonne auf schwarzem Grund ist Symbol der Hoffnung und entspringt dem Familienwappen der Mutter des Weihbischofs.
Das Christusmonogramm bildet den Mittelpunkt und steht für den Grund aller Hoffnung Jesus Christus – Er ist Dreh- und Angelpunkt all unseres Tuns.
Die Farbgebung in Schwarz, Gold und Rot greift sowohl auf die Farben des Wappens des Erzbistums, als auch auf die Farben des Stadtwappens von Freising zurück.
Bischofsring
Der Ring, der so genannte Annulus, zeigt wiederum das Christusmonogramm. Als Symbol der Verbundenheit mit den eigenen Wurzeln hat Bischof die Eheringe seiner Eltern in den Annulus einarbeiten lassen. Sie führen zum Christusmonogramm hin, in ihm entspringen alle unsere Wurzeln. Der Bischofsring wird am Ringfinger der rechten Hand getragen und ist Zeichen der Treue des Bischofs zu seiner Braut, der Ortskirche.

Pektorale
Das Pektorale, das Brustkreuz, hat der Künstler gleichschenklig konzipiert und in der Mitte fünfmal durchbrochen, um die fünf Wundmale Christi und somit das „Hineinwachsen“ in Jesus, auch in sein Leiden und Sterben, anzudeuten.

Bischofsstab
In der silbernen Krümme des aus dunklem Holz gearbeiteten Bischofsstabes hat der Bildhauer Michael Veit die Figur des Zöllners Zachäus dargestellt, der nach dem Bericht des Evangelisten Lukas Jesus in seinem Haus aufnahm. Staunend blickt Zachäus auf das urchristliche Symbol des Fisches. Im Zeichen des Fisches gaben sich die Christen in der Zeit der Verfolgung zu erkennen. Das griechische Wort für Fisch lautet: Ichthys. Die einzelnen Buchstaben sind die Anfangsbuchstaben der griechischen Worte für Jesus, Christus, Gottes Sohn, Retter und Erlöser. Somit sieht Zachäus auf Christus. Er öffnet seine Arme. Die Geste steht, so der Künstler, für die persönliche Begegnung mit Christus, die zur Nachfolge berufe und die Umkehr des Herzens bewirke.