Religionsunterricht - Mit Eltern im Gespräch


                  Viele Lehrer sind auch Eltern.
Alle Eltern waren Schüler.
                                       Manche Eltern sind auch Lehrer.
                  Viele Schüler werden Eltern
                                       Manche Schüler werden Lehrer.
                                                   Sollte es da keine Gemeinsamkeiten geben?
                                                                                                        Reinhold Miller


Religiöse Bildung und Erziehung sind darauf angewiesen, dass Eltern und Lehrkräfte miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen und gemeinsame Aufgaben und Ziele in den Blick nehmen.
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1. Rund um den Schulanfang

a) Erstkontakt im Kindergarten

Eltern interessieren sich dafür, wie die religiöse Bildung und Erziehung nach der Kindergartenzeit weitergeht. Bei den Erstkontakten zwischen Grundschule und Kindergarten sollen auch Informationen zum Religionsunterricht einfließen.

RU Einschr

b) Tag der Schuleinschreibung

Soll ihr Kind am Religionsunterricht teilnehmen, auch wenn es keiner Konfession angehört?
Eine Frage vor allem für Eltern, die selbst die Angebote der Kirche weniger in Anspruch nehmen.
Eine Frage für Eltern, die ihr Kind vielleicht bewusst (noch) nicht taufen ließen.
Der Tag der Schuleinschreibung ist eine gute Gelegenheit, sich über die Angebote des Religionsunterrichts, seine Ziele und Aufgaben zu informieren.
Dies kann in sehr anregender und ansprechender Form geschehen.

1. schultag

c) Die Schule beginnt

> Segnung der Erstklässler
> Gottesdienstmodell zum Schulbeginn "Gott geht mit", RPZ
> Brief des Erzbischofs an die Eltern der Erstklässler
> Erster Elternabend in der Schule: 
   Auch der/die Religionslehrer/in stellt sich vor

Erfahrungsgemäß kommen Eltern mit großen Erwartungen zum ersten Elternabend. Diese Veranstaltung wird von dem/der Klassenlehrer/in durchgeführt. Fragen zum Religionsunterricht stehen  meist nicht an erster Stelle.  Aber die Religionslehrkraft kann sich kurz vorstellen und den Eltern mitteilen, dass sie sich auf die Zusammenarbeit freut. Hierzu kann ein ansprechend gestalteter Brief hilfreich sein, der dazu anregt, sich mit den Kindern zusammen auf einen spannenden Kommunikationsprozess zu Fragen der Sinn- und Wertorientierung einzulassen.

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2. Im Laufe des Schuljahres

a) Elternsprechzeiten
  • wöchentliche Gesprächszeiten
    Ziel ist es, eine ausgewogene Gesprächssituation herzustellen, in der es Eltern und Lehrer/inne/n darum geht, miteinander über eine bestmögliche Begleitung der religiösen Lern- und Entwicklungsprozesse nachzudenken.
  • Elternabende
    - Neben dem klassischen Modell, dass Religionslehrkräfte in einem eigenen Raum für Elterngespräche zur Verfügung stehen, gibt es auch weitere Möglichkeiten:
    - Die Religionslehrkräfte gehen in einem rollierenden System von Klasselternabend zu Klasselternabend und stellen grundlegende Informationen zum Religionsunterricht für die Eltern vor.
    - Die Religionslehrkräfte bauen einladende Gesprächsinseln in der Aula auf. So ergibt sich vielleicht auch das eine oder andere zwanglose Gespräch während der Wartezeiten bei den Klassenlehrer/inne/n. Ein zusätzlich gestalteter Büchertisch lädt zum Schmökern ein und das eine oder andere Buch bietet sowohl für Eltern als auch für die Lehrkräfte einen willkommenen Anlass miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch eine kleine Ausstellung mit Arbeiten aus dem Religionsunterricht, mit Schüleräußerungen zu dem, was Kindern dort wichtig ist, was sie hier lernen können wäre denkbar.

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b) Elternbriefe - unterstützen die Zusammenarbeit

-Zu Beginn eines neuen, größeren Themas machen sie neugierig auf mögliche Fragen und Gespräche, die die Kinder zu Hause einbringen werden.
-Religiöse Buch - und Geschenkideen zu Weihnachten und Ostern.
-Informationen vor besonderen Aktionen-Projekte, Unterrichtsgänge.
-Brief-, Mitteilungsvorschläge:

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c) Schulleben mitgestalten
  • Eltern als Experten einladen – Erfahrungen und Fachwissen nutzen
    Nicht selten finden sich im Kreis der Eltern Experten zu ganz bestimmten Themen aus dem Religionsunterricht (z. B. Krankenschwestern, Altenpfleger/innen, Sozialarbeiter/innen, ...).
  • Bei Projekttagen und -wochen an Schulen auch Inhalte aus dem Fach Religion einbringen und einbeziehen.
    An vielen Schulen finden zunehmend mehr Projekttage und –wochen zu unterschiedlichen Themen statt. Zu den allermeisten Themen gibt es auch Anteile, die vom Fach Religion her bedacht und bearbeitet werden können.
  • Mit Eltern und Kindern achtsam durch das Kirchenjahr gehen
    Es kann ein wertvolles und schönes Vorhaben sein, zusammen mit Kindern und Eltern bewusst das Kirchenjahr zu erleben.
    Dabei können die Kinder zu den einzelnen Festen unterschiedlichste Briefe, Werkstücke, Lieder, Informationen zum Brauchtum, Gestaltungsideen, Buchtipps, Vorschläge zum sinnvollen Feiern, … aus dem Unterricht mit nach Hause nehmen und dort zu einem bewussten Gestalten der Fest- und Feiertage beitragen.
Angebote der Schulpastoral aufgreifen.

3. Zum Schulwechsel