Lernen mit allen Sinnen
Zum Beispiel an der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding

In der seit diesem Schuljahr angebotenen Ganztagsklasse wechseln sich Lern- und Entspannungsphasen rhythmisch ab. Da in den Hauptfächern überwiegend Doppelstunden angeboten werden, kann der neue Lernstoff gleich mit Unterstützung des Fachlehrers selbständig schriftlich eingeübt werden. Für zuhause bleibt so nur das individuelle Lernen, wie Vokabeln wiederholen oder Gedicht lernen. Die Ganztagsklasse hat zusätzliche Räume zur Verfügung, in denen gelernt, gearbeitet (EDV-Raum) oder entspannt werden kann.
MK Spezial_2
Rhythmisierter Ganztagsunterricht mit modernster Präsentationstechnik (Bild: Jochen Schweitzer, MK Spezial 3/2015)
An einem Nachmittag, dem „Regenbogennachmittag“, stehen statt Unterrichtsstunden
im Acht-Wochen-Takt Workshops auf dem Plan. Angefangen von Taekwondo und analoger Fotografie, über Schulpastoral, kreativen Exkursionen (Kirchenmalerei) bis hin zum Kinderleichtathletik-Kurs. So werden außerschulische Interessen und Talente gefördert.
 
Aber auch das klassische Lernen hat in Heilig Blut eine Modernisierung erfahren: Die
alten Schultafeln in Grün sind einer modernen Präsentationstechnik gewichen. In deren Mittelpunkt steht eine multifunktionale Dokumentenkamera mit Beamer, PC und Tablet. Schulleiter Josef Grundner: „Die Kamera ersetzt den Overheadprojektor. Ich kann Tafelbilder entwickeln: z.B. auf Papier anfertigen, abspeichern und später weiterführen.

Ich kann das Tablet über Wi-Fi mit dem Beamer verbinden. Über Touchscreen können
die Schülerinnen vom eigenen Platz aus am Tafelbild mitarbeiten. Referate können sie
mit dem eigenen Smartphone via Beamer präsentieren.“ Josef Grundner: „Die natürlichen Interessen der Kinder werden hier mit dem Nützlichen verbunden. Damit trägt die Technik in sich schon ein großes Motivationspotential.“
 
Simon Berninger / Jochen Schweitzer