Auszeichnungen

Päpstliche Orden für drei Münchner Ordinariatsräte
Elke Hümmeler, Anneliese Mayer und Armin Wouters geehrt









Kardinal Wetter mit (v.l.) Dr. Armin Wouters, Dr. Anneliese Mayer
und Dr. Elke Hümmeler (Foto: Ertl).

München, 20. März 2007 (ok)
Papst Benedikt XVI. hat drei Persönlichkeiten aus dem Ordinariatsrat der Erzdiözese München und Freising mit einem hohen Päpstlichen Orden geehrt:
die Ordinariatsrätinnen Elke Hümmeler (49) und Anneliese Mayer (50) sowie Ordinariatsrat Armin Wouters (48).

Die promovierte Theologin Hümmeler ist Referentin für caritative und soziale Aufgaben im Erzbischöflichen Ordinariat München, die promovierte Pädagogin Mayer Seelsorgereferentin für den Bereich Bildung und Beratung, und der promovierte Theologe Wouters leitet die Referate für Öffentlichkeitsarbeit, sowie für Ökumene und interreligiösen Dialog. Sie gehören als Laien mit Sitz und Stimme dem 18-köpfigen Ordinariatsrat an, der den Erzbischof bei der Leitung des Erzbistums berät und unterstützt.

Der Papst ernannte Hümmeler und Mayer zu Damen des Päpstlichen St. Silvester-Ordens, Wouters zum Ritter des St. Silvester-Ordens. Kardinal Friedrich Wetter hat die Auszeichnungen im Münchner Erzbischofshof übergeben. Er erinnerte daran, dass Frau Hümmeler bei ihrer Ernennung 1996 die erste Ordinariatsrätin im Erzbistum und zum damaligen Zeitpunkt auch die erste Frau in dieser Leitungsaufgabe in allen bayerischen Bistümern gewesen sei. In der Öffentlichkeit sei sehr beachtet worden, dass die Gesamtverantwortung für die Großdemonstration für den Verbleib von Kreuzen in bayerischen Schulen im Jahre 1995 auf dem Münchner Odeonsplatz in den Händen von Frau Hümmeler lag, die damals noch Geschäftsführerin des Landeskomitees der Katholiken in Bayern war. Das Referat für caritative und soziale Aufgaben im Ordinariat habe sie effizient neu strukturiert und ausgerichtet. Dies habe sowohl im Erzbistum wie auch in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für diese Aufgaben neu geschärft.

Frau Mayer, seit 2000 erste Seelsorgereferentin für die Bereiche Bildung und Beratung in einem bayerischen Ordinariat, habe neue Perspektiven und nachhaltige Impulse in diese vielfältige und umfangreiche Aufgabe gebracht. Sie habe aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung schon in der kirchlichen Jugendarbeit und beim Internationalen Missionswerk Missio München die ihr zugewiesenen zentralen Bereiche im Ordinariat zukunftsorientiert gestaltet. Mayer, die auch Vorsitzende der Frauenkommission der Erzdiözese und katholische Fernsehrätin beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) ist, verantwortet die Aufgaben Ehe, Familie und Alleinerziehende, katholische Erwachsenenbildung, Weltanschauungsfragen und Sekten, die Telefonseelsorge und die großen Bildungshäuser des Erzbistums im Ordinariat. In einer wirtschaftlich angestrengten Situation habe sie durch ein ausgewogenes Sparprogramm auch die Leistungsfähigkeit der katholischen Erwachsenenbildung der Erzdiözese gewährleistet.

Wouters verfüge über Erfahrungen in der praktischen Seelsorgsarbeit und stehe für das Ordinariat bereits seit 1994 zur Verfügung, als der Pastoralreferent theologischer Mitarbeiter im Ökumenereferat wurde, dessen stellvertretende Leitung er 2000 übernahm, bis er Anfang 2007 zum Referatsleiter ernannt wurde. Seit 2004 ist Wouters auch Leiter des Referates Öffentlichkeitsarbeit und katholische Verbände. Als persönlicher theologischer Referent habe er ihm wesentlich dabei geholfen, seinen umfangreichen Aufgaben als Erzbischof nachzukommen, sagte der Kardinal. Ganz besondere Verdienste habe sich Wouters als sein persönlicher Beauftragter für den Besuch von Papst Benedikt XVI. im September 2006 erworben. Unter seiner umsichtigen Führung sei der Papstbesuch geistlich und organisatorisch zu einem unvergesslichen epochalen Ereignis geworden, dessen Vorbereitung und Durchführung allerseits Anerkennung gefunden habe. (wr)

Papst ehrt Kernphysiker Piotr Malozcewski
Kardinal übergibt Auszeichung "Ritter des St. Silvesterordens"
Verdienste um fremdsprachige katholische Missionen im Erzbistum

Kardinal Wetter und Professor Maloszewski (Foto: Ertl)
München, 7. März 2007 (ok) Professor Piotr Maloszewski (56), Kernphysiker aus Polen, stellvertretender Leiter des Instituts für Grundwasserökologie in München-Neuherberg und stellvertretender Vorsitzender des Katholikenrates der Region München, ist von Papst Benedikt XVI. mit einer hohen päpstlichen Auszeichnung geehrt worden.
Vor allem wegen seiner Verdienste um die fremdsprachigen katholischen Missionen in der Erzdiözese München und Freising ernannte ihn der Papst zum Ritter des St. Silvester-Ordens. Kardinal Friedrich Wetter hat die Auszeichnung in München überreicht.
In der Erzdiözese gehöre die weltkirchliche Dimension zum normalen Erscheinungsbild, sagte der Kardinal. 150.000 Menschen aus anderen Völkern und Ländern, die katholischen Glaubens sind, lebten nach Schätzungen des Erzbischöflichen Ordinariates allein im Großraum München. Jeden Sonntag werde für 21 Volks- und Sprachgruppen in „katholischen Missionen“ genannten Personalgemeinden die Eucharistie gefeiert. Diese Missionen dienten zugleich der Beheimatung und der Integration der Katholiken aus anderen Ländern.

„Die Katholiken anderer Muttersprache sind ein wertvoller Teil unserer Ortskirche, die uns immer wieder auch unsere weltkirchliche Zusammengehörigkeit und die daraus erwachsende Verpflichtung vor Augen führen“, sagte der Kardinal. Professor Maloszewski habe sich als polnischer Landsmann und trotz seiner anspruchsvollen wissenschaftlichen Forschungsarbeit in den Dienst dieses weltkirchlichen Bewusstseins in der Erzdiözese gestellt. Beheimatet in der Polnischen Katholischen Mission, die zu den größten und wirksamsten dieser Einrichtungen gehöre, kenne er die vielschichtigen Probleme von Menschen mit Migrationshintergrund. Maloszewski wirkt engagiert im Missionsrat der fremdsprachigen Katholiken des Erzbistums mit.

Seine persönliche Verbundenheit mit Land und Volk von Polen sei in diesem Engagement nicht einschränkend und hinderlich. Weil er im besten Sinn ein polnischer Patriot sei, sei Maloszewski auch offen für Menschen anderer Nationalität und Kultur. Er sei ein wichtiger Vermittler zwischen den fremdsprachigen Missionen, den Verantwortlichen des Erzbistums und den diözesanen Räten. Sowohl der Erzdiözese wie auch der Kirche seines Heimatlandes Polen sei es ein Anliegen, Maloszewski für seinen „aufopferungsvollen vermittelnden Dienst zwischen unseren Völkern und zwischen den katholischen Christen aus vielen Völkern“ zu danken. (wr)