Weiterentwicklung und Neugestaltung des Dombergs

Seit dem letzten Korbiniansfest sind die Planungen für die Weiterentwicklung und Neugestaltung des Freisinger Dombergs vorangeschritten.
Dom zu Freising
Domkirche Mariä Geburt Freising.
Am weitesten gediehen ist die Entwicklung im Bereich des Diözesanmuseums. Hier konnte am 22. Juni mit der Sitzung des Preisgerichtes ein Architekturwettbewerb abgeschlossen werden. Die Ergebnisse wurden am 23. Juni der Presse vorgestellt und die eingereichten Pläne konnten am 26. und 27. Juni im Diözesanmuseum eingesehen werden. Mit einer Online-Umfrage wurde auch noch die Möglichkeit einer breiten Diskussion der Siegerentwürfe gegeben. Das Ergebnis und weitere aktuelle Entwicklungen finden Sie ausführlich auf www.domberg-freising.de. Der Buchbestand im Barocksaal (Zugang vom Kreuzgang des Domes aus) ist vollständig saniert. Um zukünftig erneute Schäden aufgrund von zu hoher Luftfeuchtigkeit u.a. zu vermeiden, werden aktuell im Auftrag des Staatlichen Bauamtes Freising entsprechende Untersuchungen bzw. Messungen im Barocksaal durchgeführt. Auf jeden Fall wird der Saal nach Abschluss dieser Arbeiten auch wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein. Das Gebäude Domberg 38/40, der ehemalige Marstall und heutige Standort der Dombibliothek und des Archivdepots, wird als nächstes saniert und einer teilweise veränderten Nutzung zugeführt.
Dazu musste leider die bisherige Dombibliothek für die öffentliche Nutzung zum 1. Juli 2015 geschlossen werden. Der digitale Katalog der Dombibliothek bleibt aber über die Homepage der Bibliothek (http://katalog.bib-bvb.de/avanti/dbf/opac.html) und über den Bibliotheksverbund Bayern (https://opacplus.bib-bvb.de) weiterhin recherchierbar. Aktuell sind mit rund 35.000 Katalogisaten digitalisierte Volltexte verbunden, so dass ein Exemplar des Werkes online eingesehen werden kann. Nach der Sanierung und Neugestaltung wird die Dombibliothek wieder geöffnet werden, mit dem Bestand des Historischen Vereins Freising und einem veränderten, den verschiedenen Institutionen auf dem Domberg angepassten Bestand. Das Archiv des Erzbistums, das heute auf verschiedene Standorte im Erzbistum verteilt ist, soll insgesamt an einem neuen Standort zusammengefasst werden. Im Gebäude werden dann auch neue und bestehende Einrichtungen auf dem Domberg Platz finden. Die Gespräche mit diesen Einrichtungen waren aber zum Zeitpunkt des Drucks noch nicht abgeschlossen. Angestrebt ist, das Gebäude zeitnah zur Schließung des Kardinal-Döpfner-Hauses im Jahr 2017 wieder zu eröffnen.
Die Bedarfserhebung für das Kardinal-Döpfner-Haus und die baulichen Untersuchungen werden im Herbst 2015 abgeschlossen sein, so dass zu dessen Sanierung und Entwicklung konkrete Planungen begonnen werden können. Auch wenn das Haus im Jahr 2017 schließen wird, soll natürlich das Bildungsangebot in Freising
und im Erzbistum fortgesetzt werden.
Außerdem wird an einem Leitbild Denkmalschutz gearbeitet, werden die Verkehrswege
bedacht, der Südhang vermessen und untersucht, gibt es Überlegungen zu einem dauerhaften Informationsangebot auf dem Domberg und werden organisatorische
Fragen für die auf dem Domberg tätigen kirchlichen Einrichtungen geklärt.
Das Erzbistum will auch in der Zeit der baulichen Neugestaltung und Entwicklung
den Domberg lebendig erhalten und zugänglich machen. Trotz Einschränkungen
soll auch in dieser Phase der Domberg Ort lebendiger Begegnung für die
Menschen und mit Gott bleiben.
(Foto: Sankt Michaelsbund)
Korbinian mit Bär