Mariä Himmelfahrt

Kirchweg 7, 83317 Teisendorf, Telefon: 08666-7255, E-Mail: Maria-Himmelfahrt.Weildorf@erzbistum-muenchen.de

Pädagogische Arbeit

1. Altersmischung:
Beide Gruppen werden von alters- und geschlechtsgemischten Kindern im Alter von 3 – 6 Jahren besucht. In einzelnen Fällen besuchen Kinder unter 3 Jahren unser Haus.
Außerdem kann unsere Einrichtung 2 Einzelintegrationsplätze anbieten.
Wenn noch Plätze frei sind, nehmen wir auch Schulkinder auf.
 
2. Das Spiel:
Wichtigstes Element ist für uns das „Spiel“.
In unserem Kindergarten dürfen die Kinder selbst wählen, was sie, mit wem, wie lange und wo spielen wollen.   Jedes Kind kann sich, seinem Alter und Entwicklungsstand entsprechend, etwas zum Spielen suchen, ggf. gibt das päd. Personal Hilfestellung. Das päd. Personal hat in dieser Zeit Gelegenheit, sich mit einer kleinen Gruppe zu beschäftigen, oder es nutzt die Möglichkeit zur Beobachtung von Kindern, um zu sehen, welchem Kind auf welche Weise geholfen werden muss oder wie es gefördert werden kann.
Beobachtungen werden in den entsprechenden Beobachtungsbögen (u.a. Perik und Seldak) festgehalten.
 
Das freie Spiel hat in unserer Einrichtung höchsten Vorrang und entspricht seiner ursprünglichen Wortbedeutung auch wirklich „frei“ spielen zu können.
In das freie Spiel integriert werden unterschiedlichste Inhalte aus den Bildungsbereichen, die das Kind entsprechend seiner Interessen wählen kann.
Nur durch ein zeitlich ausgedehntes Spiel kann Ausdauer, Konzentration und Versunkenheit als Voraussetzung des Lernens garantiert werden.
Im freien Spiel integriert sind gleichermaßen Projekte, die von Erzieherinnen angeboten werden und deren Teilnahme freiwillig ist. So ist einerseits gewährleistet, dass das Kind seinen Interessen nachgehen kann, gleichzeitig aber auch durch weiterführende Impulse neue Interessen geweckt werden. (Schachtelbauen, Spiegelburg,  Holzarbeiten, Musizieren...)

3. Förderung der Basiskompetenzen:
Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit ist der neue Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan. Auf der Basis eines christlichen Menschenbildes fördert unser Kindergarten folgende Basiskompetenzen:
  • die Entwicklung von Werthaltungen (religiös- sittlich, freiheitlich – demokratisch und sozial).
  • den Erwerb von personalen, motivationalen, kognitiven, physischen und sozialen Kompetenzen (Selbstbewusstsein u. Selbstvertrauen, geistige, körperliche und soziale Förderung, Konfliktlösung....)
  • die lernmethodische Kompetenz
    fürs Leben lernen,  Lernprozesse bewusst machen,  Denkweisen fördern...
  • die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
    fürs eigene Handeln  -   und anderen und Dingen gegenüber.
    für die aktive Beteiligung an Entscheidungen  (z. B. Kinderkonferenz...)
  • die Entwicklung von Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
    mit Belastungen umgehen lernen,
    mit Gefühlen umgehen  (Einfühlen in verschiedenste Rollen)
    Entspannungsübungen kennenlernen....
  • die musischen Kräfte zur Entfaltung bringen,
  • Förderung der Kreativität in allen verschiedenen Bereichen
     
4. Lernerfahrungen:

Führe dein Kind immer nur eine Stufe nach oben. – Dann gib ihm Zeit, zurückzuschauend und sich zu freuen. Lass es spüren, dass auch du dich freust, und es wird mit Freude die nächste Stufe nehmen.

Franz Fischereder
Konzeption Lernerfahrungen
……..Lernerfahrungen sind Bausteine für späteres Wissen........

5.  Schwerpunkte der Erziehungs- und Bildungsarbeit:
5.a)  Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
Die sozial-emotionale Entwicklung vollzieht sich auf zwei Ebenen, die sich wechselseitig bedingen.
1. Auf der Ebene der Persönlichkeit lernt das Kind, sich als Person mit seinen Gefühlen wahrzunehmen (Ich-Kompetenzen).
Voraussetzungen für eine positive Persönlichkeitsentfaltung sind Erfahrung von Zuwendung und Geborgenheit, Vertrauen, Anerkennung und Bestätigung. Das Kind erlebt Freude, Glück, es entwickelt Selbstvertrauen,  Zuversicht. Es nimmt differenzierter wahr, kann leichter Misserfolg ertragen, Konflikte durchstehen oder lösen.

2. Auf der Ebene des sozialen Lernens lernt es, Beziehungen zu anderen Menschen zu gestalten und es beginnt im Umgang mit seinen Mitmenschen soziale Verhaltensweisen zu entwickeln (Soziale Kompetenzen).
 
Soziales Verhalten wird in der Familie und in weiteren engen Beziehungsformen erlernt. Wichtig ist vor allem eine verlässliche Bindung als Fundament für Vertrauen und Sicherheitsgefühl. In der Kita entsteht diese Bindung im Kontakt zur Bezugserzieherin und den anderen Kindern. In diesem Beziehungsgeflecht lernen die Kinder über sich und andere z.B. das Aushandeln sozialer Regeln, die Achtung vor persönlichen Bedürfnissen und Grenzen, den Ausdruck starker Gefühle, den Umgang mit Konflikten, Rücksicht nehmen, Freundschaften schließen, usw..  
Das Kind lernt, sich für das Gruppenleben mitverantwortlich zu fühlen.
Es lernt, dass Menschen Rechte, Pflichten haben und evtl. andere Meinungen haben.                  
 Die emotionale Kompetenz, die ein Kind erlernt, bedeutet, sich seiner Gefühle bewusst zu sein, sie zuzulassen und sie auszudrücken. Auch mit negativen Gefühlen und Stresssituationen muss es fertigwerden. Es lernt, die Gefühle anderer wahrzunehmen und sich in ihre Lage hinein zu versetzen (Empathie).
Emotionale Kompetenz ist die Basis für soziale Intelligenz, d.h. soziales Miteinander selbstbewusst und einfühlsam zu gestalten.
Wesentlicher Teil der Bildung müsste sein, dass das Kind unterwiesen wird, wie man im Lebenskampf Hass durch Liebe, Unwahrheit durch Wahrheit, Gewalt durch Mitgefühl
besiegt". (Mahatma Gandhi, 1869-1948)
 
Wichtig im Kontakt zum Kind sind in der Kindertagesstätte:
Verlässlichkeit, emotionale Sicherheit, Respekt, Akzeptanz, Anerkennung der Gefühle, Stärkung der Lebensfreude, Klarheit, Hilfestellung, über Lösungswege sprechen, usw...., denn „Beziehungen sind Bausteine des Lebens"
 
4.b) Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
Neugierig zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung, damit sich kognitive Fähigkeiten (geistiges Potential) entwickeln können. Normalerweise ist ein Kind von Natur aus wissbegierig und kann auch mit Freude über neu Entdecktes staunen. Schwierig wird das oft erst, wenn eine psychische oder emotionale Blockade diese Fähigkeit beeinträchtigt. In der Kita kann das Kind beim aktiven Untersuchen und Erforschen Ausdauer entwickeln. Wir als Erwachsene gestehen ihm diese Zeit zu und stellen ihm Raum und Material zur Verfügung. Das können Bastelmaterialien, Konstruktionsmaterial, aber auch Wissensbücher sein, ebenso wie Orte, etwa ein Zoo, ein Museum oder eine Kirche. Aber mit all dem dürfen wir das Kind nicht allein lassen, denn es möchte das Entdeckte mit anderen Kindern und uns als
 
Erwachsenen besprechen und reflektieren. Es braucht also Beziehungen und den Dialog, um sich weiterzuentwickeln und sich fragend mit einer Thematik auseinander zu setzen. Wenn es dann bei neuen Erfahrungen seine Gefühle und Ideen mit einbringen kann und konkret erfährt, welche Auswirkungen das soeben Erlebte auf ihn und andere hat, verstärkt sich die Freude am Lernen. Das Erlebte muss für das Kind im wahrsten Sinne des Wortes „merk-würdig" sein. Als Erzieherinnen wollen wir für die Interessen des Kindes sensibel sein und ihm seinen Freiraum zugestehen, so dass es etwas in eigener Verantwortung angehen kann. Es braucht eine Vision, was es tun möchte, es braucht eine konkrete Aktion und es muss in einer Gesellschaft aufwachsen, die es toleriert, dass  gerade Kinder auch durch Fehler lernen. Eigene Lern- und Lösungsstrategien stehen dem Kind zu.
 
„Jeder erfolgreiche Lernprozess ist das Ergebnis von hirngerechtem Lernen. Ordnen wir doch einmal die wichtigsten Erkenntnisse aus der Hirnforschung den vier maßgeblichen Lernabschnitten zu:
1. Reizaufnahme (Sinnesorgane - Wahrnehmung)
2. Denken (Neues mit gespeichertem Wissen verknüpfen)
3. Behalten (Wiedererkennen von gespeichertem Wissen)
4. Anwenden (Übertragen des Gespeicherten, Handeln)"
 
4.c)  Körper - Bewegung - Gesundheit
Als Motorik bezeichnet man alle vom Gehirn gesteuerten Bewegungen des Körpers. Die motorische Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit der Entwicklung der Wahrnehmung, der kognitiven Entwicklung und der Sprachentwicklung. Wir unterscheiden zwischen Grobmotorik (Bewegungskoordination des ganzen Körpers), Feinmotorik (Gebrauch der Hände und Finger) und der Mundmotorik (Bewegungen im Mundbereich).
Kinder brauchen vielfältige Bewegungserfahrungen als Anreize für ihre körperliche und geistige Entwicklung; als aktive Bewegungswesen erschließen sie sich die Welt. Unsere Tageseinrichtung bietet zahlreiche Gelegenheiten, Erfahrungen mit dem eigenen Körper zu machen und die Wahrnehmung zu schulen. Ziel hierbei ist es, eine Vielfalt an sensorischen Erfahrungen (Sensorik = Zusammenwirken und Ordnen der Sinne) zu ermöglichen und das Körperbewusstsein im positiven Sinne zu stärken. Bewegungsfreude der Kinder wird durch Freiräume gefördert, in denen sie sich draußen und drinnen spontan bewegen können und zum Laufen, Hüpfen, Rennen, Kriechen, Klettern, Hangeln, Rutschen, Schaukeln usw. herausgefordert werden.
Durch die Nutzung unserer Turnhalle, den Bereich des Außengeländes, Exkursionen (Ausflüge in den Wald, auf andere Spielplätze) und die Durchführung regelmäßiger Bewegungsangebote kommen die Kinder zu vielfältigen Bewegungserfahrungen.
   
4.d) Sprache und Sprechen
Bereits nach der Geburt tritt der Säugling in die Welt der Sprache ein. Und schon vor der Geburt kann das Kind hören.
Sprache und Sprechen ist ein zentrales Verständigungsmittel. Und jeder spricht anders, hat eine eigene Weise, sich selbst mitzuteilen oder Töne und Stimmlagen zu hören. Wir fördern auf vielfältige Weise unseren Sprachgebrauch: Mit Mimik und Gestik, über die Musik, mit Rhythmusspielen, Reimen, Mundmotorik Übungen, Fingerspielen, Stilleübungen und genauem Hinhören. Auch das Betrachten von Bilderbüchern oder Hören von Geschichten reizt zur Unterhaltung und schult den Satzbau. Sich über die Inhalte auszutauschen fördert die Dialogfähigkeit. Wir halten es für wichtig, mit den Kindern klar und deutlich zu sprechen. Das meint zum einen die Aussprache, zum anderen aber auch klare Absprachen und Aufträge.
Eine weitere Form des Sprachgebrauches ist die schriftliche Art, sich zu verständigen; für die Kinder erste Begegnungen mit dem geschriebenen Wort, mit Buchstaben und Zahlen, Literacy genannt. Sie nehmen wahr, dass Buchstaben und Zeichen etwas bedeuten. Wenn sie daran Interesse zeigen, bieten wir ihnen unser Wissen an, damit sie Zahlen und Buchstaben erlernen.
Für Vorschulkinder bieten wir über 20 Wochen das Würzburger Sprachprogramm.

4.e)  Lebenspraktische Kompetenzen
Das Lernfeld Lebenspraxis ist ein wichtiger Baustein im Prozess der frühen Bildung. Im zweiten Lebensjahr entdeckt das Kind sein „Ich". Fortan ist es damit beschäftigt, dieses zu stärken. Es sieht, welche Tätigkeiten andere, Kinder und Erwachsene, ausüben und möchte sie nachahmen.
Manchmal verhindern aber Über-Fürsorglichkeit oder mangelnde Zeit diese „natürlichen" Erfahrungen, die jedes Kind reifen lassen. Wir glauben an die Eigenmotivation des Kindes. Besonders deutlich ist diese auch zu spüren beim selbstständigen Toilettengang, Händewaschen, beim eigenen An- und Ausziehen der Kleidung, beim Erledigen eines Dienstes (Abwaschen, Teller austeilen…), bei Portfolio Arbeit.
4.f)  Mathematisches Grundverständnis
In der Kita erobern die Kinder das mathematische Grundverständnis spielerisch, mit Fantasie, Spaß und Freude. Im Alltag sowie in Projekten finden sich viele Gelegenheiten, Erfahrungen mit Raum und Zeit, Ordnen, Vergleichen, Messen. Mengen und Größen zu machen. Den Zahlen begegnen wir täglich in der Kita, dazu gehört z.B.
  • Das Durchzählen der Kinder im Morgenkreis
  • Zu Zweit anfassen, wenn wir spazieren gehen        
  • Zu Zweit nebeneinander an der Treppe warten, bis alle fertig sind
  • Unsere Treppenstufen sind gezählt und mit Ziffern entsprechend gekennzeichnet
  • Es werden Würfelspiele gespielt, das Würfelbild wird gezählt und von älteren Kindern auch schon simultan erfasst.
  • Beim Tisch decken soll eine bestimmte Anzahl von Tellern und Tassen aufgedeckt werden.
Wichtig ist aber auch die Sprache für das mathematische Grundverständnis. Abzählverse bzw. -reime, Fingerspiele, Lieder, usw. tragen dazu bei.
Die Raumlage, die Orientierung im Raum ist ebenfalls von großer Bedeutung. Das Erkennen und Benennen von links und rechts, oben und unten, vor und dahinter; all diese Dinge erfahren die Kinder beim Spielen in der Turnhalle, im Garten oder im Wald.
Dass geometrische Formen unser tägliches Leben begleiten, erleben die Kinder ebenfalls. Ein Teller ist rund, ein Reifen auch, das Fenster ist eckig, ein Blatt Papier ebenfalls. Ein quadratisches Blatt Papier, in der Mitte gefaltet, wird auf einmal ein Rechteck und wenn wir auf dem Quadrat ein Hausdach bauen wollen, falten wir es dreieckig.
Länge und Höhe begegnet den Kindern, wenn sie sich mit kleineren oder größeren Kindern messen und vergleichen. Und auf dem Bauteppich können sie sich mit langen oder kurzen, dicken oder dünnen Bausteinen etwas gestalten. Die alltäglichen mathematischen Aktivitäten animieren die Kinder  zum eigenen Denken und Ausprobieren.
 
4.g)  Ästhetische Bildung
Ästhetik umfasst alles sinnliche Wahrnehmen und Empfinden. Von Beginn an nimmt ein Kind durch Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören und Sehen Kontakt zu seiner Umwelt auf, und zwar mit der Gesamtheit seiner Sinne. Um die Welt kennen und verstehen zu lernen,
beschreiten die Kinder eigene Wege mit unterschiedlichen Mitteln. Sie zeichnen, malen, arbeiten mit Ton, kneten, kleben, tuschen, usw.. Wir stellen den Kindern mit Papier, Wasser, Sand, Naturmaterialien, Klebstoff und Schere, das nötige Material zur Verfügung. So haben sie die Möglichkeit, auf kreative Art und Weise damit umzugehen.

Diese kreativen Tätigkeiten haben Verbindung zu zwei unterschiedlichen Erkenntnisebenen:
Erfahrungsebene:
Z.B: Aus Blau und Gelb wird Grün
Viel Wasser benutzen - die Farbe wird heller
Mit Wasser wird die Farbe dünner
Empfindungsebene:
Das ist mein Bild und es ist schön oder es gefällt mir nicht.
Es fühlt sich klebrig, kalt, warm, weich oder hart an.
All diese Erfahrungen wecken die Kunst des Staunens und die Freude über neue Entdeckungen und Empfindungen.
Neben der Malecke bieten wir weitere Darstellungsmöglichkeiten in Musik und Tanz oder Theater und Pantomime an. Im Morgenkreis oder in einem Projekt lernen die Kinder, sich und ihre Empfindungen zum Ausdruck zu bringen.
 
4.h)  Natur und Lebenswelt
In unserer Kita haben die Kinder vielfältige Möglichkeiten, sich mit der Natur auseinander zu setzen. Unser Außengelände bietet Erde, Sand, Wasser, Bäume und Gebüsch zum Erforschen an, so dass wir zu jeder Jahreszeit die Veränderungen der Natur beobachten können. Kälte und Wärme, Licht und Schatten, Steigung und Gefälle und vieles mehr kann über die Gefühle aufgenommen werden. Pflanzen und Naturphänomene fordern die Kinder zum Experimentieren heraus und wir können uns mit den Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde beschäftigen. Auch Tiere gehören zum ökologischen System, sei es im Wald oder in der Wüste. Die Tiere, die wir nicht in unserer Nähe haben, können wir über Wissensbücher oder Computer kennen lernen. Der Kontakt zu Tieren entsteht bei Besuchen, wobei die Kinder über die Vielfalt und Schönheit staunen und sich eine Meinung über die Haltung bilden können.
Auch das weitere Umfeld wird erkundet; es gibt die Kirche, die Schule, einen Schreiner, eine Bäckerei...Unendlich viele Fragen sind damit verbunden und alle Sinne werden geschult.
 
4.i)  Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz
Unser Kindergarten steht unter katholischer Trägerschaft, deshalb beinhaltet die religiöse Erziehung eine christlich-katholische Ausprägung. Andersgläubige werden selbstverständlich gerne aufgenommen, müssen aber die religiöse Erziehung akzeptieren, bzw. dulden.
Das Kind lernt christliche Wertvorstellungen kennen:
Den liebenden Gott, den nahen Gott, den ansprechenden Gott, Nächstenliebe.
Es lernt Gott als Schöpfer und Urheber des Lebens kennen und dafür zu danken.
Schon von klein auf spüren Kinder Glück und Trauer, Geborgenheit und Verlassenheit, Vertrauen und Angst. Dies sind existenzielle Erfahrungen, die alle Menschen in ihrem Leben machen und die von kleinen Kindern intensiv erlebt werden.
In unserer Kita sollen die Kinder vorrangig positive Grunderfahrungen machen; Geborgenheit, Vertrauen und Angenommen sein, sowie auch Stolz und Freude sind die wichtigsten. Sie sind eine wertvolle Basis, um den Spannungen in der Welt gewachsen zu sein. Die Kinder brauchen eine stabile und sichere Bindung. Alle Mitarbeiter/Innen nehmen ihre Verantwortung wahr, den Kindern eine gute Begleitung zu sein. Sie stellen sich den Warum- und Woher-Fragen und begeben sich mit dem Kind auf die Suche nach Antworten. Die Kinder lernen Werte kennen; sie erfahren Toleranz, Solidarität mit anderen, die Achtung
vor der Um- und Mitwelt und den Mitmenschen hautnah. Dies geschieht im Miteinander, durch das Vorbild der Erwachsenen und durch gelebte Demokratie in der Kita.

Erst wenn sich das Kind in seiner neuen Umgebung wohl fühlt, kann es sich frei entfalten, mitarbeiten, reifen, wachsen und Entscheidungen treffen