Mariä Himmelfahrt

Kirchweg 7, 83317 Teisendorf, Telefon: 08666-7255, E-Mail: Maria-Himmelfahrt.Weildorf@erzbistum-muenchen.de
1. Rahmenplan
Unter folgenden Gesichtspunkten erstellen wir gemeinsam im Team (und unter Einbeziehung der Kinder – siehe auch Partizipation) einen gewissen Leitfaden für einen absehbaren Zeitraum: 
Märchen, Geschichten, Gespräche, Religiöse Themen, Bastelangebote, Fingerspiele, Verse, Intensivförderung, Rhythmik, Turnen, Besonderes, Feste, Rätsel, Spiele, Orff , Lieder usw.... .
Dieser Leitfaden kann sich ganz unterschiedlich entwickeln. (Unterthema, Länge, Intensität...)
 
2. Arbeitsaufteilung: siehe  IV. Personal - Aufgaben
Die Aufteilung der Arbeit erfolgt innerhalb des Teams z. B.: Gestaltung, Dekoration, Putzarbeiten (außer Böden und Sanitäranlagen) , Blumenpflege, Aufbewahrung sämtlicher Utensilien, Pflege der Einrichtungen....
 
3. Partizipation:
Gespräche – Stuhlkreise – Kinderkonferenz
 
Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in der Kindertagesstätte. Da wir unsere Einrichtung nicht als Aufbewahrungsstätte sehen, sondern als Lebensraum für Kinder, ist es uns wichtig, den Alltag und das Zusammenleben  gemeinsam mit den Kindern zu gestalten.
Partizipation (= Teilhabe) basiert auf Demokratie, deren drei Grundwerte Freiheit, Gleichberechtigung und Solidarität sind. Wir leben in einem Land, in dem sich Demokratie als Staatsform bewährt hat. In der Kita geht es nicht um Demokratie als Staatsform, sondern als Lebensweise. Partizipation ist ein wesentliches Element demokratischer Lebensweise und bedeutet für uns, Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die ihre Person betreffen, einzubeziehen und sie an vielem, was das alltägliche Zusammenleben betrifft, zu beteiligen.
Kinder teilhaben zu lassen, bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen!
Es geht um das Recht der Kinder, ihre Meinung frei zu äußern und diese Meinung angemessen und entsprechend ihres Alters und ihrer Reife zu berücksichtigen.
Partizipation findet ihre Grenzen dort, wo das körperliche oder seelische Wohl des Kindes gefährdet wird.
Partizipation als fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit setzt eine bestimmte Haltung/Einstellung der Erzieherinnen Kindern gegenüber voraus: Wir sehen Kinder als kompetente kleine Menschen, die in der Lage sind, ihren Alltag eigenständig zu gestalten.

Wir trauen Kindern etwas zu, nehmen sie ernst und begegnen ihnen mit Achtung, Respekt und Wertschätzung.
Was tun wir dafür, dass Partizipation in unserer Kita gelingt?
•        Wir machen Demokratie für Kinder erleb- und begreifbar.
Kinder lernen anderen Menschen nur mit Achtung, Respekt und Wertschätzung zu begegnen, wenn sie dies selbst erfahren. Wir versuchen mit unserem Handeln den Kinder ein Vorbild zu sein.
Wir ermöglichen den Kindern die Erfahrung, dass sie ihre Meinung frei äußern können und dass ihre Meinung wichtig ist.
Entscheidungen, z. B. ob oder was im Morgenkreis gespielt wird, treffen wir gemeinsam. Bei Abstimmungen zählt jede Stimme gleich viel.
•        Wir fordern die Kompetenzen der Kinder heraus.
Um sich „einmischen" zu können, müssen Kinder eine Vorstellung davon entwickeln können, was für sie gut ist und sie müssen in der Lage sein, ihr Umfeld kritisch zu betrachten.
Wir ermutigen die Kinder, ihre Bedürfnisse in Worte zu fassen, z. B. in dem wir den Kindern Fragen stellen.
Wir lassen die Kinder Handlungsmöglichkeiten erproben/nach eigenen Lösungen suchen und begleiten und unterstützen sie dabei.
Wir finden altersgerechte Beteiligungsformen (Morgenkreis, Abstimmungen, Punkten).
•        Wir nehmen Kinder ernst.
Wir gehen auf Vorschläge/Ideen der Kinder ein, indem wir sie gemeinsam mit den Kindern realisieren oder gemeinsam erforschen, warum sich ein Vorschlag nicht umsetzen lässt.
Wir nehmen Kindern Lösungswege nicht vorweg oder legen sie ihnen in den Mund, sondern wir begleiten und unterstützen sie auf ihrem Weg der Lösungssuche.
Wir geben Kindern die Möglichkeit, eigenständig Beschlüsse zu fassen und die positiven und negativen Folgen ihrer Entscheidung zu erleben. Später reflektieren wir gemeinsam die Entscheidung und ihre Folgen.
 
Warum ist uns Partizipation wichtig?
Indem Kinder ernst genommen werden, diskutieren, Entscheidungen treffen, Vorschläge machen, Kompromisse erarbeiten usw. lernen sie viel und machen zahlreiche Erfahrungen:
•        Sie werden angeregt, sich eine eigene Meinung zu bilden.
•        Sie lernen Bedürfnisse in Worte zu fassen.
•        Sie stärken ihr Selbstbewusstsein.
•        Sie lernen Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung kennen.
•        Sie lernen Verantwortung zu tragen (für ihre Entscheidung und deren Folgen).
•        Sie lernen andere Meinungen, Standpunkte zu tolerieren und Kompromisse einzugehen.
•        Sie erfahren, dass Engagement etwas bewirken kann.
•        Sie lernen sich mit ihrer Umwelt kritisch auseinander zu setzen.
•        Sie lernen anderen zuzuhören und andere aussprechen zu lassen.
 
Auch Integration und Inklusion sind in unserer Einrichtung eine Selbstverständlichkeit.
Wir dürfen unseren Familien 2 Plätze zur Einzelintegartion in Kindergartenalter anbieten.
Die Kinder lernen, dass jedes Kind ein einzigartiges Individuum ist und als solches anerkannt wird. Sie lernen Verantwortung anderen Menschen gegenüber, sich für Schwächere, Benachteiligte einzusetzen und sie zu achten – egal, ob es Kinder in ihrer Gruppe, andere ihnen bekannte Menschen oder Fremde sind.

4. Qualitätssicherung
Für unsere qualitative Weiterentwicklung ist auch Vernetzung auf verschiedenen Ebenen wichtig. Die Leitung unseres Hauses nimmt an Treffen aller kath.Leitungskräfte des Landkreises BGL teil. Die Fachberatung Fr. Gabriele Benkewitz informiert über Neues und Wichtiges, was von der Leitung dann wieder in die Einrichtung gebracht und umgesetzt  wird. 
 Neueste Entwicklungen werden auf diese Weise schnell bekannt und können erörtert und genutzt werden.
 
Das Landratsamt bietet 1 – 2 mal jährlich eine Dienstbesprechung für Leiterinnen.
Die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen unserer Kita bilden ein verlässliches Team.
Alle bringen sich mit ihren individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen zum Wohl der Kinder ein. Unser Miteinander ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung und Offenheit.
Wir pädagogischen Mitarbeiterinnen planen gemeinsam in regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen. Wir unterstützen uns durch kollegiale Beratung bei Beobachtungen und deren Auswertungen. In wöchentlichen Dienstbesprechungen reflektieren wir unsere Arbeit und suchen gemeinsam Problemlösungen.
Wir dokumentieren und werten unsere Arbeit aus, um sie kontinuierlich zu verbessern und Fehler zu vermeiden.
Durch die finanziellen Zuwendungen des Trägers an Fortbildungen haben wir die Möglichkeit, uns aktuellen Erfordernissen immer zeitnah zu stellen und uns weiter zu entwickeln.
Durch Elternbefragungen zur Zufriedenheit kann die Qualität überprüft werden.
 
Missbrauchsverdacht:
Die Erzdiözese München und Freising hat für die Prüfung von Verdachtsfällen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch kirchliche Mitarbeiter zwei externe Rechtsanwälte ernannt:
Ute Dirkmann                                                  Dr. Martin Miebach
Schloss-Prunn-Straße 5a                                  Pacellistraße 4
81375 München                                               80333 München
Tel.: 089/74160023                                          Tel.: 089/212147-0
   
5. Datenschutz
Alle Mitarbeiterinnen, sowie Praktikantinnen, die Mitglieder des Elternbeirates und die Elternvertreter sind an den Datenschutz gebunden (§62 SGB VIII).
Sozialdaten werden bei den Personensorgeberechtigten/Eltern nach 3 Kriterien erhoben:
 
1. Nach dem Erforderlichkeitsgrundsatz  (sie dienen nur zur Erfüllung bestimmter Aufgaben)
2. Nach dem Zweckbindungsprinzip (sie werden nur zu dem verwendet, wozu die Daten erhoben worden sind)
3. Nach dem Transparenzgebot (für die Betroffenen ist ersichtlich, wozu die Daten gebraucht werden)
Da wir also nicht ohne die Zustimmung der Eltern berechtigt sind, z.B. die Adresse oder Informationen an die Grundschule weiterzugeben, haben wir dem Bildungs- und Betreuungsvertrag eine Anlage mit Einverständniserklärungen beigefügt. Selbstverständlich
Respektieren wir Verweigerungen der Einverständniserklärung. Und natürlich beachten wir, mündlich Anvertrautes diskret zu behandeln.

6. Öffentlichkeitsarbeit
Durch die Eröffnung einer Internetseite und der Auslage von Flyern ist die öffentliche Bekanntmachung unserer Einrichtung sichergestellt. Bei aktuellen Ereignissen laden wir auch die Presse zur Berichterstattung ein oder schicken Artikel an die Lokalzeitungen.  Selbstverständlich tragen auch die Zufriedenheit der Eltern, glückliche Kinder, freundliches Personal und guter Service zu einem positiven Ruf bei.