Jahr der Orden 2015

Jahr der Orden

Alle Informationen zum Jahr der Orden 2015 im Erzbistum:
www.erzbistum-muenchen.de/jahrderorden

"Ein Schatz für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kirche"

Kardinal Marx würdigt Bedeutung der Orden: Gebet wirkt sich aus auf Hinwendung zu Schwachen
Jahr der Orden 2015
Im Jahr der Orden – vom 2. Februar 2015 bis zum 2. Februar 2016 – wanderte eine Christusikone innerhalb der Erzdiözese von Ordensgemeinschaft zu Ordensgemein-schaft. Auf ihren 19 Stationen machte sie kurze Zeit bei den einzelnen Gemeinschaften Halt und wurde dabei zu einem zentralen Punkt des Gebets und der Andacht. (Foto: Kiderle)
München, 3.  Februar 2016. Kardinal Reinhard Marx hat die große Bedeutung der Orden für das Leben der Kirche gewürdigt: Die Frauen und Männer des geweihten Lebens seien „ein Schatz für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kirche“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Dienstagabend, 2. Februar, in seiner Predigt zum Fest Darstellung des Herrn, auch Mariä Lichtmess genannt, im Münchner Liebfrauendom. An Mariä Lichtmess wird seit 1997 auch der „Tag des geweihten Lebens“ gefeiert, in diesem Jahr endete am 2. Februar zugleich das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr der Orden“. Die Ordensleute zeigen nach Ansicht von Marx, wie sich „die Kraft des Gebets auswirkt auf die Hinwendung zu den Kranken, Armen, Schwachen und auch zu den Flüchtlingen“.
 
Mit ihrem Handeln und in ihren Gebeten drückten die Orden die zur europäischen Kultur gehörende Überzeugung aus, dass „Liebe, Gewaltlosigkeit, Hoffnung, Freude das letzte Wort haben“ und „nicht Waffen, nicht Terroristen, nicht Gewalt, nicht Hass“, so Marx. Die Ordensleute bezeugten das Evangelium, indem sie „aus dem Geist des Gebets, der Innerlichkeit, der unmittelbaren Begegnung mit Jesus“ den Weg beschritten „zu den Menschen, zu den Armen, den Schwachen, den Weg der Begegnung und der Gewaltlosigkeit“.
 
Dieses Zeugnis der Ordensleute stelle „eine Ermunterung für die ganze Kirche“ dar, sagte der Erzbischof. Beten sei „der erste und wichtigste Weg in den Glauben hinein“, ohne „die Entdeckung des inneren Menschen gibt es keinen christlichen Glauben“, betonte Marx. Das Gebet erschließe „eine Wirklichkeit, die tiefer ist als das, was mit den leiblichen Sinnen von uns wahrzunehmen ist“, und zeige einen „Weg in die Freiheit und die Freude“. Die Entdeckung des inneren Menschen im Gebet führe zu einer „Liebe, die alles annimmt, die alles verzeiht, die uns hineinführt in ein Leben, das unzerstörbar ist“. Das besondere Geschenkt der Orden sei, so Kardinal Marx, dass sie „Menschen helfen zu beten und den inneren Menschen zu entdecken“.
 
Das „Jahr der Orden“ wurde am 30. November 2014 im Vatikan eröffnet und sollte laut den Zielen der Religiosenkongregation „weltgewandt und himmelwärts dankbar der Zeit seit dem Zweiten Vatikanum gedenken, voll Hoffnung auf die Zukunft zugehen und die Gegenwart mit Leidenschaft leben“. Es sollte die Aufmerksamkeit verstärkt auf die verschiedenen Formen des Ordenslebens lenken und daran erinnern, welchen Dienst Ordenschristen für die Kirche und die Gesellschaft übernehmen. Die Ordensgemeinschaften nutzten das Jahr, um mit zahlreichen Veranstaltungen auf die Vielfalt des Ordenslebens aufmerksam zu machen. (ck)