Evangelisierung

Die Freude am Evangelium führt zur Bereitschaft, die Botschaft Jesu Christi vom Reich Gottes in Wort und Tat zu leben und zu verkünden.

Evangelisierung gehört zur Identität der Kirche.

Sie erfordert die Bereitschaft aller Glaubenden, sich immer neu dem Licht des Evangeliums auszusetzen.

Sie ist kein eindimensionales Geschehen, sondern findet als vielschichtige Wirklichkeit in unterschiedlichen Bezügen statt.


Die fünf Stufen der Evangelisierung

Im Abschlussdokument der Bischofssynode zur Evangelisierung in der Welt von heute - Evangelii nuntiandi - fasst Paul VI Evangelisierung als ein Zusammenwirken von fünf Phasen:

1. Grundlage ist das Zeugnis des Lebens, das sich in Zugegensein, Anteilnahme und Solidarität äußert. Dazu sind alle getauften Christen berufen.

2. Dieses Zeugnis braucht die Deutung durch das Wort in der Verkündigung; diese Verkündigung ist jedoch nicht schon identisch mit Evangelisierung.

3. Beides ist aufeinander verwiesen und zielt auf die Zustimmung des Herzens, die zur Bereitschaft führt, das ganze Leben aus christlicher Überzeugung zu gestalteten.

4. Dies führt zu dem Entschluss, ein Leben in der Gemeinschaft der Glaubenden zu führen.

5. Diese Gemeinschaft beginnt ihrerseits wieder zu evangelisieren.