Pfarrverband Aschau

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Zur Baugeschichte

Baugeschichte
Angeblich soll eine erste Pfarrkirche von Aschau im Bereich des unteren Dorfes (heute beim Meierhof) errichtet worden sein. Der in der Spätgotik um 1430 entstandene heutige Bau (Kirchenschiff mit vier Jochen, Chor mit Fünfachtelschluss) entstand auf dem Areal einer mittelalterlichen Burganlage. Das Untergeschoss des Turms dürfte ein Teil dieser Burg sein. 1594 wurde der Turm erhöht und hat jetzt sechs Geschosse. In der Barockzeit ab etwa 1650 wurde das Gotteshaus mit Hochaltar, Kreuzaltar und je einem Seitenaltar des hl. Georg und hl. Vitus ausgestattet.

1748 wurde der Hochaltar neu gestaltet. Die Wände, die Pfeiler und das Netzrippengewölbe wurden mit Stuckdekor überzogen. 1885 wurde die gesamte barocke Einrichtung sowie der Wand- und Deckenschmuck durch neugotische Arbeiten ersetzt. Die Werkstatt des bekannten Münchener Architekten Josef Elsner fertigte Hochaltar, Seitenaltäre, Kirchenbänke und alle anderen Ausstattungsteile bis hin zu den Fenstern und Wand- und Gewölbedekorationen im damals sehr beliebten neugotischen Stil. Im Zuge der Umgestaltung wurde die Pfarrkirche nach Westen hin erweitert. Die wertvollste Schnitzarbeit, eine Madonna mit Kind, aber stammt aus der Zeit um 1420/1430. Szepter, Apfel und Kronen sind Zutaten der Barockzeit. Die Skulpturen der hl. Apostel Petrus und Paulus werden dem 16. Jahrhundert zugeordnet.

Erwähnenswert sind noch die vier Grabplatten, die davon Zeugnis geben, dass die Aschauer Pfarrkirche früher Grablege der ortsansässigen adeligen Familien war:
               
- zwei Platten der Familie von Überacker von Haselbach (hinter dem Hochaltar)
- eine Platte der Schlossherrin Anna Gries-stätter auf Haselbach, 1624
 (an der südlichen Kirchenwand)
- eine Platte des Hofrats Carl Ignaz Benno von Schmid auf Haselbach, 1736 (ebenfalls an der südlichen Kirchenwand / siehe Abbildung)