Entdecken Sie Orte der Barmherzigkeit auf dem Domberg

Die Orte sind nach den "7 Werken der Barmherzigkeit" benannt

Dombergplan
Marienkapelle
Hungrige speisen
Ort: Marienkapelle
Fast Food ist nicht nur aus ernährungswissenschaftlichen Gründen problematisch. Oft geht es einher damit, dass die Begegnung beim Essen zu kurz kommt. Letzteres brauchen Menschen aber ebenso dringend wie die reine Nahrungsaufnahme. Wir bieten Ihnen Ideen, die Kraft einer gemeinsam eingenommenen Mahlzeit zu entdecken. Sie erwarten Genusshappen, Tischgebete für unterschiedliche Geschmäcker und Tischgespräche über gelungene Gastfreundschaft.
Innenhof Kardinal-Döpfner-Haus beim Labyrinth
Durstige tränken
Ort: Innenhof Kardinal-Döpfner-Haus beim Labyrinth
Worauf haben Sie Durst? Auf spritziges Wasser mit Zitrone, herzhaften Tomatensaft oder genussvollen Kaffee? Ein Bildungszentrum ist dazu da, Wissensdurst zu löschen und auf verschiedene Geschmäcker und Bedürfnisse einzugehen. Bildung ist dabei eine Quelle der Selbstverwirklichung und des Glücks. Global gesehen ist unser Zugang zu Bildung ein Privileg, denn vielen Menschen ist das Recht auf Bildung verwehrt. Wir stellen Projekte und Ansätze vor, wie Bildung weltweit zugänglich gemacht wird.
Arkadencafé Kardinal-Döpfner-Haus
Fremde beherbergen
Ort: Arkadencafé Kardinal-Döpfner-Haus
„Die sind nicht wie wir!“ Oft macht uns das Fremde Angst. Es stellt eine (scheinbare) Bedrohung dar – für das Gewohnte, das Vertraute. Im Kontakt mit Fremden müssen wir unweigerlich Stellung beziehen und unser Weltbild hinterfragen. Vor dieser Auseinandersetzung mit dem Eigenen im Spiegel des Fremden scheut so mancher zurück. Doch was ist das eigentlich genau, dieses Fremde? Wir laden Sie ein, dem Eigenen, dem Fremden und dem Gemeinsamen auf die Spur zu kommen und stellen Ihnen regionale Projekte vor, die individuelle Begegnungen ermöglichen.
Gartenhaus (über der Tiefgarage)
Nackte bekleiden
Ort: Gartenhaus (über der Tiefgarage)
Kleidung vermittelt Ansehen. Das Diktat der Mode und der gesellschaftliche Druck grenzen die Armen aus, entwürdigen sie – bei uns wie auf der südlichen Erdhälfte. Wo und unter welchen Bedingungen lassen wir unsere Kleidung produzieren? Immer billiger, immer mehr?
In Freising gab und gibt es Beispiele, wie es auch anders geht: Sie hören die Geschichte von Katharina Weiß und ihren Helferinnen, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts abgetragene Kleidung von Freisinger Bürger/innen zu Kleidungsstücken für die Bedürftigen der Stadt umnähten, an dem Ort, an dem heute das Domberg-Gartenhaus steht. Ganz aktuell stellt sich Ihnen der Laden „Fashion and more“ aus der Oberen Hauptstraße vor. Er hat sich – in der FairTrade-Stadt Freising – ganz der ökologisch und gesellschaftlich einwandfreien Kleidung verschrieben.
Domkrypta
Kranke pflegen
Ort: Domkrypta
Wenn Menschen erkranken oder sich gekränkt fühlen, zeigt dies, wie verletzlich wir sind, obwohl wir nach außen oft recht robust wirken. Wie gehen Sie damit um, wenn Sie Verletzungen und Wunden anderer (Familienangehöriger, Bekannter, Kollegen/innen oder Nachbarn) wahrnehmen? Alte Rituale, die in der Krypta praktiziert werden, aktualisieren wir, sodass für Sie sinnlich erlebbar wird, wie Menschen einander aufhelfen, stärken und Trostpflaster sein können.
Nordturm Kardinal-Döpfner-Haus
Gefangene besuchen
Ort: Nordturm Kardinal-Döpfner-Haus
Auf dem Domberg gab es bis ins 19. Jh. ein Verlies: im nicht mehr vorhandenen großen Nordturm der Bischofsresidenz. Ganz in der Nähe, im Untergeschoss des kleinen Turms, spüren Sie Erfahrungen von Gefangensein und Befreiung in Ihrem Leben nach. Wie können Sie sich und anderen Menschen helfen, die – wovon auch immer – gefangen sind? Und wie kann dabei die Bibel ins Spiel kommen, in der Befreiung und Erlösung geradezu den roten Faden bildet?
Kreuzgang
Tote begraben
Ort: Kreuzgang
„Es gibt nichts, was die Lücke, die der Tod eines Menschen gerissen hat, füllt. Aber indem sie wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden“. Darüber hinaus beschreibt Dietrich Bonhoeffer, wie wertvoll es ist, sich in besonderen Momenten an seine Verstorbenen zu erinnern. Im Kreuzgang laden Sie gestaltete Orte dazu ein genau das zu tun. Unterschiedliche Rituale ermöglichen Ihnen, Ihrer Erinnerung Ausdruck zu verleihen. Vielleicht wird beim Innehalten sogar ermutigend spürbar, dass das Leben angesichts des Todes keinen Aufschub duldet.

Jeweils zur vollen und halben Stunde erwartet Sie von 13.00 bis 14.30 Uhr ein inhaltlicher Impuls!