Fastenzeit - mehr Zeit für Beziehung und Familie Alte Muster und Gewohnheiten überdenken - auch mit Hilfe

Die Fastenzeit beginnt - nach alttestamentarischer Tradition vor allem eine Zeit des Verzichts, der Buße. Was könnte der spirituelle Gedanke zur Fastenzeit für unsere Beziehungen in der Familie, in der Partnerschaft und in den Freundschaften bedeuten? Täte uns da nicht auch eine Fastenzeit gut, in der wir unsere Gewohnheiten überdenken?
Paar sitzt einsam verloren zusammengekuschelt auf Sofa in großem Wohnzimmer
Zusammen ist man weniger allein. Aber wie lässt sich der gemeinsame Alltag mit mehr Tiefe und Zufriedenheit füllen? Ein Thema zur Fastenzeit. (Bild: imago / Westend61)
Vom Aschermittwoch bis zur Osternacht ist Fastenzeit. Das ist eine christliche Tradition, die im Alten Testament als Akt der Demut und der Buße zu verstehen war. Im jüngeren Christentum wurde diese Tradition in ihrer Bedeutung etwas gelockert: Der Einzelne wird aufgerufen entweder bewusst seine Nächstenliebe zu praktizieren oder spürbaren Verzicht zu üben. Was könnte dieser spirituelle Gedanke für unsere Beziehungen in der Familie, in der Partnerschaft und in den Freundschaften bedeuten? Täte uns da nicht auch eine Fastenzeit gut, in der wir unsere Gewohnheiten überdenken?

Wie den gewohnten Umgang miteinander verändern? Wenn es alleine nicht klappt, gibt es Hilfe.

Familie mit kleinen Kindern beim Brettspiel
Manchmal hilft schon ein Spieleabend im Kreis der Familie. (Bild: imago / Niehoff)
Statt in der üblichen Alltagsroutine weiter zu machen, wäre dies ein guter Anlass einmal inne zu halten und gemeinsam zu überlegen, wie Ehe- und Familienleben bewusster und intensiver gestaltet werden können. Konkret könnten Fernseher, Internet und Smartphone öfter ausgeschaltet bleiben und stattdessen die Zeit für Gespräche, Zweisamkeit, Familienabende und Alles was das Miteinander belebt, genutzt werden.

Manchmal wird hier aber deutlich, wie schwer es fällt, aus diesen Mustern auszusteigen, weil das Miteinanderreden erst mal ungewohnt und vielleicht sogar anstrengend ist. Es kann passieren, dass sich Paare nur noch wenig zu sagen haben oder schnell in alte Konflikte zurückfallen. Das kann als Aufforderung verstanden werden, etwas am Umgang miteinander zu verändern. Meistens betrifft das die Bereiche Kommunikation, Sexualität oder Lebensführung. 

Ob Paare das alleine oder mit professioneller Hilfe lösen, bleibt ihnen überlassen. In jedem Fall gibt es die Möglichkeiten einer Paartherapie, Familientherapie oder Eheberatung. Hier bietet auch die Erzdiözese München und Freising einen psychologischen Fachdienst an:

Eheberatung, Familienberatung, Lebensberatung
Die psychologische Fachberatung der Erzdiözese umfasst 19 Beratungsstellen, an denen insgesamt 80 Beraterinnen und Berater professionelle psychologische Hilfe anbieten. Kontaktdaten und weitere Infos unter www.erzbistum-muenchen.de/eheberatung-oberbayern

Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Erzdiözese München und Freising
Rückertstraße 9
80336 München
Telefon: 089-54 43 11-0
Fax: 089-54 43 11-26
http://www.erzbistum-muenchen.de/eheberatung-oberbayern
Leiter:
Alfred Haslbeck, Dipl.-Psych.

Fastenzeit und Ostern in München

Umfängliche Informationen zu Gottesdiensten, Konzerten, Exerzitien und weiteren Veranstaltungen finden Sie auf www.erzbistum-muenchen.de /Ostern-in-muenchen.de