KORBINIAN AIGNER Ein bayerischer Dorfpfarrer zwischen Obstbau und Hochverrat

Filmdokumentation zu Korbinian Aigner in Dachau Plakat
Plakat zur Filmdokumentation in Dachau "Florian Aigner"
Korbinian Aigner verstand sich als politischer Mensch: Neben seinen seelsorgerischen Pflichten war ihm ein Anliegen, dass die Kinder des Dorfes zum Lesen angehalten wurden und eine solide Bildung erhielten, mit seiner Leidenschaft für den Obstbau vertrat er zu seiner Zeit ein durch und durch ökologisches Anliegen. Nicht zuletzt verstand er es auch, die Ernährungsgewohnheiten der ländlichen Bevölkerung zu verändern und so zu ihrer Gesundheit beizutragen.

Aigner ist ein Konservativer im besten Sinne des Wortes: Bewahren und pflegen sind für ihn nicht Floskeln, die er von der Kanzel predigt, sie sind sein Lebensprinzip. Als er 1923 erstmalig bei einer Versammlung der Nationalsozialisten Adolf Hitler reden hörte, erschrak er zutiefst über den paranoiden Hass, den Hitler auf Juden, Kommunisten und katholische Geistliche zum Ausdruck brachte und erkannte sofort die Gefahr, die dieser Mann für die politische Zukunft bedeutete. Seine Person und seine Passion für Äpfel dienen in diesem Film als Schnittpunkt für ein kultur- und zeitgeschichtliches Panorama, das weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Im Mittelpunkt des Films steht die Biographie Korbinian Aigners, der in seiner Person Liebe zur Natur, Vitalität, Leutseligkeit, künstlerische Begabung, Authentizität und Geradlinigkeit vereinigte, wie sie in dieser originären Weise nur in der ländlichen Bevölkerung vorzukommen scheint.

Durch das Attentat Georg Elsers im Münchner Bürgerbräu-Keller im November 1939, das Aigner im Religionsunterricht kommentiert, beginnt eine denkwürdige Verflechtung des Schicksals zweier Männer, die sich mit dem nationalsozialistischen Terror nicht abfinden wollten.

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