Grußworte

Tobias Eschenbacher, Oberbürgermeister von Freising
Freisings Jahreslauf ist durch zahlreiche weltliche und kirchliche Feste geprägt. Ein ganz besonderes Fest findet Ende November statt: Aus dem ganzen Erzbistum strömen Gläubige, große und kleine, auf den Domberg, um sich um den Schrein des heiligen Korbinian zu versammeln. Als Patron des Erzbistums München und Freising ist der heilige Korbinian weit über die Stadtgrenzen hinaus präsent und gerade heuer sehr gegenwärtig. Schon vom 21. bis 24. Juli  2016 stand Korbinian im Mittelpunkt des zweiten Freisinger Musicalsommers und somit im Mittelpunkt unserer jungen Kulturstadt. Nach dieser kraftvollen Hommage an den heiligen Korbinian freuen wir uns nun auf die große Korbinianswallfahrt, zu der wir auch heuer wieder viele Gäste aus historisch verbundenen Orten in Slowenien, Österreich, Italien und Frankreich erwarten. Korbinian, der „europäische“ Heilige, hilft uns, Grenzen zu überwinden und den europäischen Gedanken zu leben. Dies scheint mir in einer Zeit spürbarer Vorbehalte gegen den europäischen Einigungsgedanken von unschätzbarem Wert.
So heiße ich Sie alle auch dieses Jahr wieder in Freising, der schönen alten Bischofsstadt an der Isar, herzlich willkommen, in der Überzeugung, dass wir alljährlich ein großes europäisches Vorbild ehren!

Tobias Eschenbacher
Oberbürgermeister von Freising
 
Prof. Hans Tremmel, Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising
In diesem außerordentlichen Heiligen Jahr sind wir als Christinnen und Christen ganz besonders aufgefordert, unser Augenmerk auf die Werke der Barmherzigkeit zu richten. Wo könnten wir in unserer Erzdiözese dieser Aufforderung besser nachkommen als am Schrein unseres Bistumspatrons? Die Wallfahrt zum heiligen Korbinian ist jedoch keine reine Totenverehrung, sondern Feier der Auferstehung und des Lebens. Eigentlich ist es ja üblich, in einem Heiligen Jahr eine Wallfahrt nach Rom zu machen und dort durch die Heilige Pforte zu schreiten. Papst Franziskus will auch mit dieser Tradition vom Zentrum an die Ränder gehen, um möglichst viele Menschen mit dem Licht des Evangeliums zu erleuchten und die Barmherzigkeit Gottes zu allen Menschen zu bringen. Deshalb haben wir auch im Mariendom in Freising eine Heilige Pforte. Das Durchschreiten der Heiligen Pforte ist aber nicht nur ein persönlicher Gnadenakt für den einzelnen Pilger, sondern darüber hinaus ein Appell, das Heilshandeln Gottes weiterzutragen.
In diesem Sinn wünsche ich uns allen für das diesjährige Korbiniansfest, dass die Tür unserer Herzen für die Mitmenschen offen bleibt, auch wenn nun das außerordentliche Heilige Jahr der Barmherzigkeit mit dem Schließen der Heiligen Pforten einen offiziellen Abschluss findet.

Prof. Dr. Hans Tremmel
Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising