Mit dem FSJ von Ecuador ins Erzbistum München und Freising

Herzlich Willkommen Geovanny, Sofía und Jorge!
Zum fünften Mal sind junge Ecuadorianer für ein Freiwilliges Soziales Jahr in die Erzdiözese München und Freising gekommen. Wie fühlen sich Geovanny, Sofía und Jorge nach den ersten Wochen? Wie kommen sie zurecht? BDKJ-Öffentlichkeitsreferentin, Claudia Hoffmann befragte die Drei:
Freiwillige aus Ecuador beim Ecuador-Reversedienst 2016 im Erzbistum
Geovanny, Sofia und Jorge (v.l.n.r.) freuen sich derzeit auf den ersten richtigen Schnee. Mal sehen, ob es dann beim Ecuador-Reversedienst eine ordentliche Schneeballschlacht gibt. (Bild: EJA)
WIE GEHT'S EUCH? HABT IHR EUCH INZWISCHEN EINGELEBT?

Sofía: Mir geht es sehr gut bei meiner Gastfamilie und mit meinen vier Gastgeschwistern. Eine meiner Gastschwestern war bei mir in Ecuador zum Austausch, so dass wir uns schon kannten, das erleichtert die Eingewöhnung.
 
Geovanny: Bei mir in der Gastfamilie spricht niemand Spanisch, deshalb muss ich Deutsch sprechen (Red. Er spricht wirklich sehr gut Deutsch) und lerne es ganz schnell. Meine Gasteltern und zwei Gastschwestern sind sehr nett.
 
Jorge: Ich bin über die Schönstatt-Bewegung hier und wohne deshalb in einer Wohngemeinschaft. Wir sind sechs junge Männer und keiner der anderen spricht Spanisch. Das war in der ersten Woche richtig schwierig. Zwei können noch Englisch, der Rest nur Deutsch. Aber inzwischen komme ich schon ganz gut zurecht.


WO ARBEITET IHR UND WIE GEFÄLLT ES EUCH DA?

Geovanny: Ich arbeite in der Heilpädagogischen Tagesstätte St. Ansgar in Pullach. Das ist ein Kindergarten mit behinderten Kindern. Das war anfangs ungewohnt und es ist nicht so leicht die Kinder zu verstehen, weil sie schnell sprechen und undeutlich. Aber ich spiele gerne mit ihnen und lese ihnen vor. 
 
Sofía: Bei mir ist es so, dass die Kinder auch noch alle aus unterschiedlichen Ländern sind. Ich frage auf Deutsch und das Kind antwortet auf Polnisch oder in einer afrikanischen Sprache, das kann ich dann wieder nicht. Ich bin in der Heilpädagogischen Tagesstätte Ignaz-Perner-Straße in München.
 
Jorge: Im Jugendhaus Schwabing helfe ich bei der Hausaufgabenbetreuung und lerne dabei gleich selbst Deutsch und auch das, womit sich die Kinder beschäftigen müssen. Das ist praktisch. Mir gefällt es gut im Jugendhaus.


WAS FÄLLT EUCH AUF IN DEUTSCHLAND?

Jorge: Es ist viel kälter als in meiner Heimat Guayaquil, das ist ungewohnt. Ich bin schon gespannt, wie es im Winter werden wird, das kenne ich gar nicht. Eine warme Winterjacke brauche ich dann auch.
 
Geovanny: Die Leute sind insgesamt ernster als bei uns und Kontakte außerhalb der Gastfamilie zu knüpfen, ist nicht so einfach.
 
Sofía: Ja, das finde ich auch. Die Leute sind nett und freundlich, aber wirklich neue Freunde zu finden scheint schwieriger zu sein. Aber wir sind auch noch nicht so lange hier.


HABT IHR ANSCHLUSS AN EINE KIRCHENGEMEINDE GEFUNDEN?

Geovanny: Ich bin einmal zu einem Rosenkranz-Gebet gegangen, da war ich aber einer von drei jüngeren Leuten, der Rest waren alte Menschen. Das hat mich schon gewundert.
 
Sofía: Außer dem Besuch der Sonntagsmesse in der Kirche an meinem Wohnort war ich noch nirgends.
 
Jorge: Ich habe es gut, weil ich neben dem Schönstatt Heiligtum wohne. So kann ich immer dorthin gehen, alle Tage, morgens und in der Nacht.

Öffentlichkeitsreferat im Erzbischöflichen Jugendamt
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