Halbzeit für den derzeitigen FSJ-Jahrgang Berufsfelder austesten, Wertschätzung bekommen und ein Jahr durchhalten

Insgesamt 103 Freiwillige absolvieren seit September ihr Freiwilliges Soziales Jahr FSJ in der Trägerschaft von BDKJ und Caritas in der Erzdiözese München und Freising. Nun ist Halbzeit und es lässt sich über erste Erfahrungen berichten. Die Bandbreite der Einsatzstellen ist groß – vom Universitätsklinikum, über Behindertenzentren und -werkstätten bis zu Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen und sozialen Vereinen und Organisationen.
junge Frau mit Frau im Rollstuhl in Behindertenwerkstatt beim FSJ
Eine Entscheidung, die wohlüberlegt getroffen werden muss: für ein Jahr beim Freiwilligen Sozialen Jahr (imago / HRSchulz)
Eine Befragung des BDKJ Fachreferats FSJ unter den FSJ-Freiwilligen zeigte, dass sie sich vor allem für ein FSJ-Jahr entschieden haben, weil sie Berufsbilder im sozialen Bereich kennenlernen wollen. Manche haben auch schon ganz konkrete Vorstellungen, wie Amelie, die sagt: „Ich gehe jeden Tag zu meiner FSJ-Arbeit ins Krankenhaus, weil ich das Bedürfnis habe kranken Menschen zu helfen und für mich herausfinden will, ob ich später im Krankenhaus arbeiten möchte“. Genauso oft wird bei der Frage für die Hauptgründe ein FSJ zu machen, so geantwortet, wie Kilian es ausdrückte: „Ich mache ein FSJ, weil ich nicht genau wusste, was ich nach dem Abitur machen sollte, die Zeit sinnvoll nutzen möchte und etwas Soziales machen will“.

Tipps für alle, die am Freiwilligen Sozialen Jahr interessiert sind

Warum sie jeden Tag in die Arbeit gehen, dazu meinten die FSJ-Freiwilligen zur Halbzeit, dass sie gerne in ihre Einsatzstellen sind, weil dort eine gute Arbeitsatmosphäre sei, sie dort Bestätigung und Wertschätzung erfahren, gerne Leuten helfen, nette Kolleginnen und Kollegen haben und auch, dass sie nach den Schuljahren jetzt „endlich arbeiten“ und das Arbeitsleben kennenlernen können.
 
Ganz konkrete Tipps haben die FSJ-Freiwilligen nach sechs Monaten für alle, die sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr interessieren.
  • „Überlegt euch bewusst, dass es ein ganzes Jahr ist“
  • „macht vielleicht vorher ein Praktikum mit der gewünschten Zielgruppe“
  • „traut euch auch, zu sagen, wenn ihr etwas nicht möchtet“
  • „hört euch bei Freunden um welche Erfahrungen es dort gibt“
  • „geht in euch und informiert euch über die Möglichkeiten“
  • „entscheidet euch für die richtige Zielgruppe“
  • „hört auf euch selbst und macht das, was ihr wirklich wollt“
  • „bleibt euch selbst treu“
  • „bewerbt euch frühzeitig, damit ihr eine große Auswahl an Einsatzstellen habt“.
Weitere Informationen unter: www.fsj-münchen.de

Text: Claudia Hoffmann

Öffentlichkeitsreferat im Erzbischöflichen Jugendamt
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Telefon: 089-48092-2140
Fax: 089-48092-2319
weitere Mailadresse: choffmann@eja-muenchen.de

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FSJ-ler im Interview

Von den Erfahrungen anderer lernen - das geht am besten, wenn man jemanden fragt, der zum Beispiel schon mal ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht hat.
Drei Freiwillige, die derzeit ihr FSJ absolvieren, geben im Interview Antworten zu ihrem derzeitigen Alltag und vor allem auch Tipps für Gleichgesinnte.

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