Pfarrverband Kraiburg

Marktplatz 33, 84559 Kraiburg a. Inn, Telefon: 08638-88570, E-Mail: PV-Kraiburg@erzbistum-muenchen.de

Einweihung der Säle am 22. Oktober 2017

Schon lange war der Termin festgelegt. Hat der Bischof Zeit, sind die Arbeiten abgeschlossen, ist das Fest organisiert und, und, und. Spannend verliefen die Vorbereitungen, aber eigentlich müsste alles klappen. Nun es schien ein perfektes Timing zu sein. Die Absperrungen waren weg, nichts mehr zu sehen von Baugeräten oder Hinweisschildern.
Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Marktpfarrkirche begann der Festtag in Kraiburg. Die Kirche war voll und Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger zelebrierte die Messe zusammen mit Pfarrer Seifert, Pfarrer Aneder und Pfarrvikar Hilger. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Chor und Orchester mit der Chiemsee-Messe von Johann Michael Haydn unter der Leitung von OStDir a.D. Eduard Kästner. Nach dem Gottesdienst, es regnete zufällig nicht, formierte sich der Festzug mit den Fahnen der Vereine und angeführt von der Blaskapelle Kraiburg, um zum Ort des Ereignisses, dem Bischof-Bernhard-Haus zu marschieren.
 
Im Saal angekommen folgten programmgemäß und auch entsprechend der Bedeutung Reden und Grußworte. Vorausschickend sei erklärt, dass alle politischen Würdenträger der Region anwesend waren. Staatsminister Dr. Marcel Huber, Stephan Mayer MdB, Günther Knoblauch MdL, Landrat Georg Huber und viele Bürgermeister des Landkreises statteten Kraiburg einen Besuch ab und sprachen Grußworte.
Die Geistlichkeit war vertreten mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger und Prälat Josef Obermaier. Mit dabei auch Pfarrer Herbert Aneder aus Buchbach. Er war einige Jahre Pfarrer in Kraiburg und als Kirchenverwaltungsvorsitzender verantwortlich für die Umkehr des Abbruch-Beschlusses.
 
Pfarrer Seifert begrüsste die Festgäste im neuen Saal und erinnerte an die Herkules-Aufgabe, die er als neuer Pfarrer in Kraiburg vorfand. Lobende Worte klangen aus seinem Mund für die vielen ehrenamtlichen Helfer, für die vorzügliche Arbeit der Kirchenverwaltung, insbesondere nannte er Kirchenpfleger Robert Haider, der die Aufgabe der kirchlichen Bauleitung weitgehend übernommen hat.
Nach ihm berichtete der Hausherr, Bürgermeister Dr. Herbert Heiml über die Anfänge der Gespräche zwischen Gemeinde und Kirche. Zögerlich, schleppend und manchmal auch nachdenklich erschien es und doch war man überzeugt von dem Gedanken, für Kraiburg etwas zu schaffen, was dem Miteinander in Kraiburg Zukunft gibt. Den Marktplatz mit Leben zu füllen, das Bischof-Bernhard-Haus als Stätte der Begegnung zu machen, das war der Antrieb. Die eigenen Gedanken, die Vorstellungen des erzbischöflichen Ordinariats, des Landesamtes für Denkmalpflege und die der Architekten zusammen zu bringen, für wahr eine nicht leichte Aufgabe. Es wäre zu viel geschrieben, wenn man all die Schwierigkeiten, all den Aufwand, der von verantwortlichen Personen betrieben wurde, aufzählen würde. Bürgermeister Dr. Heiml dankte allen am „Kunstwerk Bischof-Bernhard-Haus“ Beteiligten für den unermüdlichen und persönlichen Einsatz.
 
Nun trug Kirchenpfleger Robert Haider die wichtigsten Stationen in der Sanierungsgeschichte vor. Beginnend damit, dass die neugewählte Kirchenverwaltung über Umwege erfahren musste, dass der Abriß des BB-Hauses bereits beschlossen war und nur noch ein kleines Zeitfenster blieb, diesen Beschluß rückgängig zu machen. Verhandlungen, Gedankenaustausch, Vorschläge und viele Gespräche waren erforderlich, um dem erzbischöflichen Ordinariat die Sanierung des BB-Hauses schmackhaft zu machen. Mit der Marktgemeinde Kraiburg, damals unter Bürgermeister Michael Loher, wurden Gespräche geführt, eine Mehrheit im Gemeinderat schien nicht sicher. Doch im Laufe der Zeit wurde immer klarer, dass mit den angebotenen Mitteln aus dem Topf des Erzbistums und den angedachten Zuschüssen aus der Städtebauförderung sowie dem Landesamt für Denkmalpflege eine Realisierung des Vorhabens immer wahrscheinlicher werde. Die rechtliche Seite zeigte in die Thematik Erbbaurecht. Beide Seiten zeigten sich für diese Variante bereit. Nun war die Planung des Vorhabens gefragt. Architekten des erzbischöflichen Ordinariats, der von der Marktgemeinde beauftragte Architekt und die Beauftragten des Landesamtes für Denkmalpflege mussten nun einen gemeinsamen Weg zur Verwirklichung finden. Es war natürlich, dass diese Maßnahme nicht wie am Schnürchen ablaufen wird. Unerwartet kamen Hindernisse dazu, bauliche Probleme tauchten auf und so konnte die Vorstellung über den Zeitraum der Maßnahme nicht ganz eingehalten werden. Insgesamt aber ist festzustellen, dass zum Einweihungstag das Objekt im neuen Glanz erstrahlt. Der große Saal ist, so drückte es Bgm. Heiml aus, der schönste Saal zwischen München und Salzburg, er hat wohl nicht übertrieben. Der kleine Saal ist von der Marktgemeinde langfristig an die Pfarrei verpachtet und fungiert als Pfarrheim für die Pfarrei Kraiburg.
Auch dieser kleine Saal ist renoviert und ist für kleinere Veranstaltungen für bis zu 120 Personen bestens geeignet.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass Kirchenpfleger Robert Haider seit mehreren Jahren seine Freizeit vorwiegend für diese Maßnahme eingesetzt hat. Auch Mesner und Hausmeister Jürgen Schwab ist mit allen Einzelheiten dieses Hauses bestens vertraut, man möchte schon meinen, er habe Tag und Nacht für dieses Projekt gelebt. Ein herzlicher Dank an Robert Haider und Jürgen Schwab für diese ehrenamtliche Arbeit zum Wohl der Bürger in Kraiburg.
 
Der beauftragte Architekt Josef Anglhuber berichtete eindrucksvoll über die gestellte Aufgabe. Es ist wohl reizvoll für Architekten, etwas Besonderes zu gestalten, aber mit dem BB-Haus war eine große Anforderung verbunden. Seine Tätigkeit und sein persönliches Engagement wurde von allen Rednern herausgestellt. Symbolisch übergab er den Schlüssel zu den Sälen an Bürgermeister Dr. Heiml und Pfarrer Seifert.
 
Aus Sicht des Erzbistums stellte Dr. Gastberger die Entwicklung des Vorhabens dar. Er meinte insbesondere, dass es der Hartnäckigkeit des Bürgermeister Dr. Heiml und des Kirchenpflegers Haider zu verdanken sei, dass dieses Kunstwerk Bischof-Bernhard-Haus zustande gekommen ist.
 
Der Vorsitzende des Fördervereins Bischof-Bernhard-Säle eV, Gregor Kifinger, stellte mit Recht heraus, dass viele freiwillige Helfer angepackt haben. In über 1.200 Arbeitsstunden wurden vor allem Abbruch-Arbeiten samt Entsorgung geleistet.
 
Nun stand aber noch die kirchliche Weihe an. Wie erwartet, wurden die Säle durch Weihbischof Haßlberger geweiht.
 
Alle Redner waren sich in den Glückwünschen einig, das Bischof-Bernhard-Haus soll ein Haus der Begegnung, ein Haus für ein Miteinander und ein geselliges Zuhause für die Vereine werden.
 
Nach diesen Vorträgen ersehnten die Gäste schon das Mittagessen. Zeit für Gastwirt Sahlstorfer und sein Team, etwa 300 Gäste in kurzer Zeit mit Schweinebraten und Schnitzel zu versorgen.
 
Danach begann die Zeit für die Bürger. Marktgemeinde und Pfarrei wollten das neu geschaffene Ensemble präsentieren. Viele Frauen haben über 50 Kuchen gebacken, dazu eine große Anzahl Auszogne, es war Kaffeezeit.
Ein herzlicher Dank an alle Helferinnen und Helfer fürs Backen, Herrichten und Servieren von Kaffee und Kuchen. 
Neben den beiden Sälen gab es aber auch noch die Nebenräume zu besichtigen. Die neue Teeküche, das Musikzimmer, der Ministrantenraum, die neue Garderobe, der neu gestaltete Treppenaufgang und der Arkadenhof sowie, neu für Kraiburg, ein Schaudepot.
 
Schon vor vielen Jahren wurde in der Kirchenverwaltung über die Aufbewahrung der wertvollen Gegenstände wie Messgewänder, Kelche, Figuren und andere sakrale Exponate gesprochen. Der Gedanke, das Bischof-Bernhard-Haus zu sanieren, gab neue Inspiration. Anfangs ohne Chance, wurde während der Bauzeit der Gedanke reifer und dank der Kunstkommission in die Tat umgesetzt. Im 2. Obergeschoß wurde ein Schau-Depot eingerichtet. Ich, als Schreiber dieses Berichts, bezeichne das Schau-Depot als Herzensangelegenheit, es wurde erfüllt. Beeindruckend, welche Kunstgegenstände gezeigt werden können und vor allem die Art der Präsentation, versetzt in Staunen. Über die Möglichkeiten, dieses Schau-Depot der Öffentlichkeit zu präsentieren, wird noch beraten.
Besonders hervorzuheben ist auch die Neugestaltung des gesamten Eingangsbereichs. Es hat den Anschein als würden die Gäste in eine Säulenhalle eintreten. Dieser eindrucksvolle Bereich eignet sich bestens für Empfangs-Rituale. Gleich anschließend ist der Garderobenbereich, wo Gäste ihre Mäntel udgl. ablegen können.
 
Fazit:
Mit der Sanierung der Säle wurde für die Bürger und Gäste in der guten Stube von Kraiburg, dem Marktplatz, ein gesellschaftlicher Mittelpunkt geschaffen. Veranstaltungen und Feste sollen im friedlichen Miteinander gefeiert werden.
 
Die Säle sind freundlich und einladend, in einem Satz zusammengefasst könnte man sagen, „das Werk lobt seinen Meister“, in diesem Fall waren es mehrere Meister, die zum Kunstwerk Bischof-Bernhard-Haus beigetragen haben.
Saaleinweihung
Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger bei der Weihe.
Saaleinweihung-Gottesdienst
Festgottesdienst mit Weihbischof Haßlberger
Saaleinweihung-Schlüsselübergabe
Schlüsselübergabe durch Architekt Anglhuber
Saaleinweihung - KP Haider
Kirchenpfleger Haider bei der Historie zur Saal-Renovierung
Saaleinweihung-Hausgang
Blick in die "Säulenhalle"

Übergabe der renovierten Säle - Kraiburg hat wieder ein kulturelles Zentrum

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden am Freitag, 24. Februar 2017 die Säle, zumindest offiziell, an die Marktgemeinde übergeben. Erschienen waren die Markträte, Architekt Anglhuber, Statiker Scheitzeneder, Bürgermeisterin Maria Maier aus Jettenbach und Bürgermeister Jakob Bichlmaier aus Taufkirchen. Eingeladen waren zudem die Mitglieder der Kirchenverwaltung, die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und die Vertreter vieler örtlicher Vereine.
Bürgermeister Dr. Heiml begrüsste die Anwesenden und sprach den Dank an die zuständigen Behörden, an das Planungsbüro Anglhuber und an die Handwerker aus. Besonders erwähnte er auch die vielen freiwilligen Helfer, die einen erheblichen Beitrag zum Projekt geleistet haben. Architekt Anglhuber schilderte in kurzen Worten den Beginn des Vorhabens unter dem damaligen Bürgermeister Loher und meinte verschmitzt, es war eine Planung zu machen, das BB-Haus muß neu werden, aber es darf nichts kosten.

Die verantwortlichen Personen während der Renovierungszeit hatten eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Nach außen erscheint davon wenig, aber so viel sei erwähnt, es war nicht leicht, Ansichten und Meinungen immer unter den berühmten Hut zu bringen. Das Ergebnis aber kann sich sehen lassen. Die Bischof-Bernhard-Säle sind wohl für die Bevölkerung in und um Kraiburg ein gutes neues Zuhause für das kulturelle Zusammenleben.

Großer Saal:
Er strahlt in einem neuen Glanz. Die bisherige Holzdecke wurde durch eine Akkustikdecke ersetzt. Schon durch diese Maßnahme wurde der Saal heller. Der Parkettboden wurde bei den Abrißarbeiten arg in Mitleidenschaft gezogen, er wurde in den letzten Wochen geschlifffen und eingelassen und ist wie neu. Der Thekenbereich wurde als Box ausgebildet. Hier findet die Ausgabe von Essen und Getränken statt. Durch eine gekonnte Abschottung können die Mitarbeiter im Hintergrund für die Zubereitung sorgen. Der Zutritt zum großen Saal erfolgt derzeit noch über den Seiteneingang, führt an der fertigen Garderobe vorbei und dann durch die Treppenführung wie bisher noch oben. Allein dieser Aufgang sorgt mit den Spiralleuchten und den Bogenelementen zu einem ah-Erlebnis. Dann betritt man den großen Saal und staunt erstmals über die positive Veränderung. Der große Saal kann auch über den Arkadenhof und dem kleinen Saal erreicht werden. Die bestehende Treppe blieb erhalten und erhielt mit Fenstersegmenten eine Art Aussichtsplattform über Kraiburg hinweg bis zur Nachbarstadt Waldkraiburg.

Kleiner Saal:
Der kleine Saal ist ebenso fertig gestellt und wird in Kürze von der Marktgemeinde Kraiburg an die Pfarrei Kraiburg übergeben. Der kleine Saal wird von der Gemeinde langfristig an die Pfarrei Kraiburg als Pfarrheim vermietet.

Nutzungsmöglichkeiten:
Die Säle können nun nach der erfolgten Renovierung durch die Öffentlichkeit genutzt werden. Je nach Art der Veranstaltung kann die Bestuhlung erfolgen. Im großen Saal wurden Tische und Stühle in weiß aufgestellt, im kleinen Saal wurden schwarze Stühle angeschafft. Dies hat den Vorteil, dass bei Reihenbestuhlung, z. B. bei Theater o. ä. die Anzahl der Stühle ergänzt werden, jedoch wieder leicht zugeordnet werden können. Im großen Saal können je nach Bestuhlung knapp 400 Personen untergebracht werden und im kleinen Saal bis zu 120 Personen. Die Versorgung im großen Saal erfolgt verpflichtend mit einem Caterer, dazu wurden von der Gemeinde das Restaurant Hardthaus und der Gastwirt Sahlstorfer unter Vertrag genommen. Für Feierlichkeiten hat der Saalnutzer die Möglichkeit, sich für einen Caterer zu entscheiden, eine Eigenversorgung ist nicht möglich.

Anfragen zum großen Saal sind an die Marktgemeinde Kraiburg und Anfragen zum kleinen Saal sind an das Pfarrbüro zu richten.

Sonstiges:
Leider ist der Zugangsbereich noch nicht fertiggestellt, so dass der Zugang zu den Sälen derzeit noch ein Provisorium über den Nebeneingang ist. Auch der Arkadenhof ist noch eine Baustelle. Die Bauarbeiten gehen allerdings noch weiter. Die Räume im vorderen Gebäudeteil sind noch fertigzustellen. Es sind die Funktionsräume für die Pfarrei. Es ist also noch etwas Geduld bis zur endgültigen Fertigestellung erforderlich.

Einweihung und Festtage:
Bereits im Juli wird das 550-jährige Weihefest des Bischof Bernhard des Kraiburgers gefeiert. Es beginnt mit einer Festmesse, Erzbischof Lackner aus Salzburg hat sein Kommen zugesagt. Am 15. und 22. Juli wird dieses Jubiläum eine weltliche Feier erfahren. Ein Historienspiel, es beginnt an der Remise und endet am Marktplatz. An diesen beiden Tagen wird der Marktplatz zu einem Festplatz für die Bürger. Die Einweihung der beiden Säle wird am 22. Oktober durch Weihbischof Haßlberger vorgenommen.
Saal-Übergabe
Saal - Ausblick
Blick über das Inntal nach Waldkraiburg vom Treppenaufgang zum großen Saal
Aufgang BB-Saal
Ein Blickfang - das Treppenhaus zum großen Saal
Saalübergabe.1
Ein Prost auf die neuen Säle
Marktplatz.1
Der Blick auf das Ensemble, wie man es am Marktplatz kennt.
Zukunft für Kraiburg - Kultureller Mittelpunkt wird saniert

Gerne kann ehrenamtlich geholfen werden, Meldungen sind erbeten bei Gregor Kifinger, Tel. 08638/72626 oder in der Marktgemeinde Kraiburg.



Die Fotos zeigen den Bauzustand am 18.02.2016

Ansicht BBH
Von außen erkennbar, hier ist eine Baustelle

BBH-Rohbauzustand.01
Das ehem. Cafe
BBH-Rohbauzustand.02
Das Bild zeigt, dass einige Fundamentarbeiten erforderlich sind.

BBH-Rohbauzustand.03
So schaut es derzeit im großen Saal aus. Durch Eigenleistungen vieler Helfer wurde die Decke abgebaut, Leitungen demontiert und sonstige Einbauten entfernt.

BBH-Rohbauzustand.04
Ein Blick in den Zustand des kleinen Saals. Dieser Raum ist das künftige Pfarrheim.

Arkadenhof oder auch unser Pfarrgarten

Arkadenhof
Der Arkadenhof ist vermeintlich ein fester Bestandteil des BB-Hauses, es ist aber in der Tat der Pfarrgarten. Dieser wunderschöne Innenhof hat eine direkte Verbindung zu den Sälen und eignet sich daher für Feste im Freien. Hochzeiten, Musikveranstaltungen und sonstige Feiern werden hier abgehalten. In den vergangenen Jahren wurde auch als weltliche Feier zum Patrozinium unserer Pfarrkirche, der Barthlmä-Kirta als Frühschoppen veranstaltet. Ein wahrlich schönes Ambiente für Freiluft-Veranstaltungen. Leider müssen diese mit Rücksicht auf die Anwohner eingeschränkt werden.

Kultur im Saal am 7. Oktober

Das Fest "Kultur im Saal" fand unerwartet guten Zuspruch. Die Verantwortlichen unter der Führung des Fördervereins konnten sich nicht so recht vorstellen, wie der Tag verlaufen sollte. Man hatte sich gut vorbereitet. Am Samstag vorher wurde der Saal geschmückt, die Einzelheiten besprochen, die Arbeit der Freiwilligen eingeteilt und am Sonntagmorgen der letzte Schliff gemacht. Es regnete in Strömen und zugleich war die Bürgermeister-Wahl. Es waren gute Voraussetzungen.
Schon nach der Kirche ging es rund. Die Blaskapelle Kraiburg spielte zum "Einmarsch" und das Mittagessen im Saal zog viele Gäste an. Das vorgelegte Programm lief wie am Schnürchen ab. Der Nachmittag setzte sich bei Kaffee und Kuchen fort und die Befürchtung, dass es am späten Nachmittag abreißen würde, trat nicht ein. Die Veranstalter setzten mit der "Wahlparty" noch einen drauf. Vielleicht aus Neugier, wie die Wahl gelaufen ist, vielleicht auch, um noch ein Glas Wein zu trinken. Der große Saal war plötzlich wieder Mittelpunkt. Die Bürgermeister-Kandidaten trafen ein und der neu gewählte Bürgermeister, Dr. Herbert Heiml, nahm die Glückwünsche entgegen.

Wieder ein Argument für die Sanierung der Säle im Bischof-Bernhard-Haus. Sie bleiben Mittelpunkt für das kulturelle Leben in Kraiburg.

Um den gesamten Ablauf nochmals im Überblick zu sehen, rufen Sie einfach das Programm auf unter "Kultur im Saal"

Diskussion um die Säle

Es ist gut, wenn diskutiert wird, wenn über Für und Wider gesprochen wird. Grundsätzlich ist festzustellen, dass es sich die Verantwortlichen in der Marktgemeinde Kraiburg und in der Kirchenverwaltung nicht leicht machen, eine gute Entscheidung zu treffen. Es ist aber erforderlich, dass Fehlinformationen geklärt werden.

In einem Leserbrief werden verschiedene Darstellungen geliefert, warum der Saal nicht erforderlich ist. Hier besteht Erklärungsbedarf, denn diese Meinung kann klar widerlegt werden. Die Säle im BB-Haus in Kraiburg werden seit Jahrzehnten von der Kirche unterhalten und für Veranstaltungen bereitgestellt. In den vergangenen Jahren wurde die Betriebsgenehmigung durch das Landratsamt unter Auflagen gegeben. Flucht- und Rettungswege und der Brandschutz unterliegen strengen Vorgaben. Ein Saal, der für nahezu 400 Personen zugelassen ist, erfordert auch entsprechende Schutzbestimmungen.

Die Hinweise, dass Kraiburg mehrere Säle bietet, sind leicht zu widerlegen. In Kraiburg wird von keinem Gasthaus ein Saal betrieben. Die genannte Schul-Aula ist für öffentliche Veranstaltungen nicht zugelassen und auch keineswegs geeignet. Die Remise fasst bei voller Bestuhlung max. 140 Personen. Nimmt man die Tische hinzu, schafft der Raum knapp 100 Personen und für Tanzveranstaltungen müsste man eine Tischreihe wegnehmen, es erübrigt sich eine weitere Betrachtung. Außerdem ist anzumerken, dass für Feierlichkeiten von Vereinen (dazu gehören auch Tanzveranstaltungen) und private Feiern die Gemeinde keine Genehmigung erteilt. Weitere öffentliche Räumlichkeiten, Fehlanzeige.

Es geht nun darum, für das gesellige Leben und für das Vereinsleben in Kraiburg entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Glücklicherweise ist schon ein geeigneter Gebäudebestand vorhanden, noch dazu in der guten Stube von Kraiburg, am Marktplatz. Die Säle hatten im vergangenen Jahr eine sehr gute Belegung und dies ist nach den bisherigen Anmeldungen auch für 2012 zu erwarten. Ein Vergleich mit dem Stadtsaal Mühldorf, mit dem Kulturhof in Mettenheim oder mit dem Haus der Kultur in Waldkraiburg ist abwegig. Im Vergleich zu diesen Objekten finden im Bischof-Bernhard-Haus vor allem Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Familienfeiern, Vereinsfeste und Konzerte statt. Der kleine Saal soll weiterhin der Pfarrsaal bleiben.

Kraiburg muß diese einmalige Chance nutzen, den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu erhalten. Die Finanzierung ist durch den hohen Anteil aus der Kirche und den bereits zugesagten öffentlichen Zuschüssen vertretbar und belastet die Marktgemeinde Kraiburg nur mit einem Anteil von ca. 25 %. Zukunft Kraiburg ist das Motto. Ein Ort im schönen Inntal mit historischer Vergangenheit, lebenswert und liebenswert.