Pfarrverband Maria Königin der Engel

Weißenseestr. 35, 81539 München, Telefon: 089-693862190, E-Mail: Zu-den-Hl-Engeln.Muenchen@ebmuc.de

Liebe Pfarrgemeinden!

mitten im Sommer feiert die Kirche das Hochfest Mariä Aufnahme in den
Himmel. Dieses Fest bringt eine trostvolle Botschaft für alle, die mit der Kirche
feiern. Aber auch eine Botschaft für alle, die sich fragen: Was wollen die
Katholiken mit diesem Fest? Warum feiern sie es?

Die Kirche, zu deren engstem Personenkreis Maria von Anfang an gehörte,
hat ihr auch nach ihrem Tod ein besonderes Andenken bewahrt. So
entstanden im Lauf der Jahrhunderte immer neue Gedenktage und Feste,
an denen die Christen sich alljährlich zur besonderen Verehrung Marias
versammeln. Nach dem Konzil von Ephesus (im Jahr 431) bildete sich in der
Ostkirche schon ein Feiertag heraus, der lange Zeit verkürzend „Mariä
Himmelfahrt“ genannt wurde. Zum Ende des 6. Jahrhunderts bestimmte
Kaiser Maurikios (539-602) den 15. August zum staatlichen Feiertag. Die
römische Kirche kennt das Fest seit dem 7. Jahrhundert. Die frühen Christen
waren der Überzeugung: Maria ist die von Gott besonders Auserwählte.
Wie kein anderer Mensch durfte sie die besondere Nähe zu Jesus erfahren.
Deshalb waren schon die Gläubigen in der Frühzeit des Christentums davon
überzeugt: Maria muss bereits ganz bei Gott leben.

Papst Pius XII. schenkte der Kirche am 01.11.1950 das Dogma von der
leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Eine von alters her geglaubte
Überzeugung fand damit ihre endgültige Bestätigung. Die Kirche bringt damit
die Hoffnung für uns alle zum Ausdruck, dass wir normale Sterbliche Anteil
erhalten dürfen an der Herrlichkeit im Himmel. Das Fest Mariä Aufnahme in
den Himmel ist nicht ausschließlich ein Marienfest, sondern ein Glaubensfest
für alle, die an Jesus Christus glauben. Möge Maria für uns ein Wegweiser
der Hoffnung und des Trostes sein, der uns auf dem Weg hält hin zu Gottes
Herrlichkeit.
 
Mit den besten Segenswünschen
 
Ihr Pfarrvikar Dr. Robert Sindani

Liturgiekalender




Lesungstexte für den Dienstag, 22. August 2017

Dienstag der 20. Woche im Jahreskreis

Maria Königin, (-> Lesungen Meßformular Tagesheilige/r)

1. Lesung RI 6,11-24a

Lesung aus dem Buch Richter
Der Engel des Herrn kam und setzte sich unter die Eiche bei Ofra, die dem Abiësriter Joasch gehörte. Sein Sohn Gideon war gerade dabei, in der Kelter Weizen zu dreschen, um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen.
Da erschien ihm der Engel des Herrn und sagte zu ihm: Der Herr sei mit dir, starker Held.
Doch Gideon sagte zu ihm: Ach, mein Herr, ist der Herr wirklich mit uns? Warum hat uns dann all das getroffen? Wo sind alle seine wunderbaren Taten, von denen uns unsere Väter erzählt haben? Sie sagten doch: Wirklich, der Herr hat uns aus Ägypten heraufgeführt. Jetzt aber hat uns der Herr verstoßen und uns der Faust Midians preisgegeben.
Da wandte sich der Herr ihm zu und sagte: Geh und befrei mit der Kraft, die du hast, Israel aus der Faust Midians! Ja, ich sende dich.
Er entgegnete ihm: Ach, mein Herr, womit soll ich Israel befreien? Sieh doch, meine Sippe ist die schwächste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters.
Doch der Herr sagte zu ihm: Weil ich mit dir bin, wirst du Midian schlagen, als wäre es nur ein Mann.
Gideon erwiderte ihm: Wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, dann gib mir ein Zeichen dafür, daß du selbst es bist, der mit mir redet.
Entfern dich doch nicht von hier, bis ich zu dir zurückkomme; ich will eine Gabe für dich holen und sie vor dich hinlegen. Er sagte: Ich werde bleiben, bis du zurückkommst.
Gideon ging (ins Haus) hinein und bereitete ein Ziegenböckchen zu sowie ungesäuerte Brote von einem Efa Mehl. Er legte das Fleisch in einen Korb, tat die Brühe in einen Topf, brachte beides zu ihm hinaus unter die Eiche und setzte es ihm vor.
Da sagte der Engel Gottes zu ihm: Nimm das Fleisch und die Brote, und leg sie hier auf den Felsen, die Brühe aber gieß weg! Gideon tat es.
Der Engel des Herrn streckte den Stab aus, den er in der Hand hatte, und berührte mit seiner Spitze das Fleisch und die Brote. Da stieg Feuer von dem Felsblock auf und verzehrte das Fleisch und die Brote. Der Engel des Herrn aber war Gideons Augen entschwunden.
Als nun Gideon sah, daß es der Engel des Herrn gewesen war, sagte er: Weh mir, Herr und Gott, ich habe den Engel des Herrn von Angesicht zu Angesicht gesehen.
Der Herr erwiderte ihm: Friede sei mit dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.
Gideon errichtete an jener Stelle einen Altar für den Herrn und nannte ihn: Der Herr ist Friede. Der Altar steht bis zum heutigen Tag in Ofra, (der Stadt) der Abiësriter.

Evangelium MT 19,23-30

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen.
Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als daß ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?
Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.
Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?
Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.
Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

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