Pfarrverband Maria Königin der Engel

Weißenseestr. 35, 81539 München, Telefon: 089-693862190, E-Mail: Zu-den-Hl-Engeln.Muenchen@ebmuc.de

Liebe Pfarrangehörige im Pfarrverband!

der Advent bedeutet für uns Christen Aufbruch in eine heilige Zeit und in ein
neues Kirchenjahr. Bereiten, Besinnen, Erwarten, Entgegengehen… all diese
inneren Haltungen verbinden wir mit dem Advent. Der 3. Adventssonntag
aber verweist uns gleich zu Beginn in seinem Eröffnungsvers auf eine weitere
ganz wesentliche, innere christliche Grundhaltung:
„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! (…)
Denn der Herr ist nahe“,
so fordert Paulus seine Gemeinde in Philippi auf.
(Phi. 4, 4-5)
Dass Gott Mensch wird, ist schließlich eine frohe Botschaft! Freude kann man
nicht verordnen. Das weiß auch der Apostel Paulus. Und doch scheint es ihm
wichtig zu sein, dass sich die Christen freuen. Das verbindet ihn mit Papst
Franziskus, der sein erstes großes Apostolisches Schreiben „Die Freude des
Evangeliums“ genannt hat. Trotz unserer alltäglichen Sorgen können wir
zulassen, dass die Freude in uns erwacht und wächst.
Freude und Glück – wir haben es in der Hand.
Weniger Konsum und mehr Freude an den kleinen Dingen! – das ist für Papst
Franziskus ein wichtiger Weg zu mehr Freude. Immer wieder weist uns der
Papst darauf hin: Gott selbst will unsere Freude. Er will, dass wir froh durch
das Leben gehen. „Evangelium“ bedeutet: frohe Botschaft!

Ich finde es wunderbar, dass man diesem Papst diese Freude oft ansieht: Er
lacht gerne, er strahlt gerne. Die Freude ist ein Markenzeichen unseres
Glaubens. Unser Gott ist ein Gott der Freude und der Fülle des Lebens.

Wir können jetzt im Advent ein wenig mehr daran denken, dass es wunderbar
ist, zur großen Gemeinschaft der Christen zu gehören, die sich freut,
gemeinsam das Weihnachtsfest zu feiern. Denn dass Gott als Kind geboren
ist, ist das größte Zeichen seiner Liebe zu uns. Er schenkt uns Freude und
die Hoffnung darauf, dass unser Leben gelingen wird, auch wenn es nicht an
jedem Tag danach aussieht. Zeigen wir mit Freude, dass wir zu Jesus
Christus gehören und teilen wir diese Freude miteinander über die
Weihnachtszeit und an jedem Tag im neuen Jahr.

Gesegnete Weihnachten und ein gnadenreiches neues Jahr wünscht
Euch
 
Dr. Robert Sindani
Pfarrvikar 

Liturgiekalender




Lesungstexte für den Sonntag, 21. Januar 2018

Sonntag der 3. Woche im Jahreskreis

Heiliger Meinrad, Mönch, Einsiedler (-> Lesungen Meßformular Tagesheilige/r)

Heilige Agnes, Jungfrau (-> Lesungen Meßformular Tagesheilige/r)

1. Lesung JONA 3,1-5.10

Lesung aus dem Buch Jona
Das Wort des Herrn erging zum zweitenmal an Jona:
Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde.
Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.
Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!
Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, groß und klein, zogen Bußgewänder an.
Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, daß sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.

2. Lesung 1 KOR 7,29-31

Lesung aus dem ersten Brief an die Korinther
Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine,
wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer,
wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.

Evangelium MK 1,14-20

Aus dem Evangelium nach Markus
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

zum Seitenanfang