Pfarrverband Maria Königin der Engel

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Liebe Pfarrangehörige im Pfarrverband!

der Advent bedeutet für uns Christen Aufbruch in eine heilige Zeit und in ein
neues Kirchenjahr. Bereiten, Besinnen, Erwarten, Entgegengehen… all diese
inneren Haltungen verbinden wir mit dem Advent. Der 3. Adventssonntag
aber verweist uns gleich zu Beginn in seinem Eröffnungsvers auf eine weitere
ganz wesentliche, innere christliche Grundhaltung:
„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! (…)
Denn der Herr ist nahe“,
so fordert Paulus seine Gemeinde in Philippi auf.
(Phi. 4, 4-5)
Dass Gott Mensch wird, ist schließlich eine frohe Botschaft! Freude kann man
nicht verordnen. Das weiß auch der Apostel Paulus. Und doch scheint es ihm
wichtig zu sein, dass sich die Christen freuen. Das verbindet ihn mit Papst
Franziskus, der sein erstes großes Apostolisches Schreiben „Die Freude des
Evangeliums“ genannt hat. Trotz unserer alltäglichen Sorgen können wir
zulassen, dass die Freude in uns erwacht und wächst.
Freude und Glück – wir haben es in der Hand.
Weniger Konsum und mehr Freude an den kleinen Dingen! – das ist für Papst
Franziskus ein wichtiger Weg zu mehr Freude. Immer wieder weist uns der
Papst darauf hin: Gott selbst will unsere Freude. Er will, dass wir froh durch
das Leben gehen. „Evangelium“ bedeutet: frohe Botschaft!

Ich finde es wunderbar, dass man diesem Papst diese Freude oft ansieht: Er
lacht gerne, er strahlt gerne. Die Freude ist ein Markenzeichen unseres
Glaubens. Unser Gott ist ein Gott der Freude und der Fülle des Lebens.

Wir können jetzt im Advent ein wenig mehr daran denken, dass es wunderbar
ist, zur großen Gemeinschaft der Christen zu gehören, die sich freut,
gemeinsam das Weihnachtsfest zu feiern. Denn dass Gott als Kind geboren
ist, ist das größte Zeichen seiner Liebe zu uns. Er schenkt uns Freude und
die Hoffnung darauf, dass unser Leben gelingen wird, auch wenn es nicht an
jedem Tag danach aussieht. Zeigen wir mit Freude, dass wir zu Jesus
Christus gehören und teilen wir diese Freude miteinander über die
Weihnachtszeit und an jedem Tag im neuen Jahr.

Gesegnete Weihnachten und ein gnadenreiches neues Jahr wünscht
Euch
 
Dr. Robert Sindani
Pfarrvikar 

Liturgiekalender




Lesungstexte für den Donnerstag, 14. Dezember 2017

2. Donnerstag im Advent

Heiliger Johannes vom Kreuz, Ordenspriester, Kirchenlehrer (-> Lesungen Meßformular Tagesheilige/r)

1. Lesung JES 41,13-20

Lesung aus dem Buch Jessaja
Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand ergreift und der zu dir sagt: Fürchte dich nicht, ich werde dir helfen.
Fürchte dich nicht, du armer Wurm Jakob, du Würmlein Israel! Ich selber werde dir helfen - Spruch des Herrn. Der Heilige Israels löst dich aus.
Zu einem Dreschschlitten mache ich dich, zu einem neuen Schlitten mit vielen Schneiden. Berge wirst du dreschen und sie zermalmen, und Hügel machst du zu Spreu.
Du worfelst sie, und es verweht sie der Wind, es zerstreut sie der Sturm. Du aber jubelst über den Herrn, du rühmst dich des Heiligen Israels.
Die Elenden und Armen suchen Wasser, doch es ist keines da; ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der Herr, will sie erhören, ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht.
Auf den kahlen Hügeln lasse ich Ströme hervorbrechen und Quellen inmitten der Täler. Ich mache die Wüste zum Teich und das ausgetrocknete Land zur Oase.
In der Wüste pflanze ich Zedern, Akazien, Ölbäume und Myrten. In der Steppe setze ich Zypressen, Platanen und auch Eschen.
Dann werden alle sehen und erkennen, begreifen und verstehen, daß die Hand des Herrn das alles gemacht hat, daß der Heilige Israels es erschaffen hat.

Evangelium MT 11,7b.11-15

Aus dem Evangelium nach Matthäus
Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?
Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.
Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.
Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz (über diese Dinge) geweissagt.
Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll.
Wer Ohren hat, der höre!

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