St. Johannes der Täufer

Hauptstr. 6, 85419 Mauern, Telefon: 08764-224, E-Mail: PV-Mauern@ebmuc.de
Adventsingen_2016

Adventsingen

Das Adventsingen gehört zu den vorweihnachtlichen Höhepunkten in der Pfarrei, sagte Pfarradministrator Viktor-Roland Spielauer zu Beginn der Feier am vierten Adventsonntag in der Pfarrkirche St. Johannes. Mit vorweihnachtlichen Klängen und mit spannenden Momenten aus der biblischen Geschichte könne am Ende auch in den Herzen der vielen Besucher der Sternenhimmel leuchtend aufgehen. Spielauer wünschte, dass die Besucher des Adventsingens eintauchen in die Stille des Universums, der Stille der Heiligen Nacht und damit in die Stille in sich selbst. „Je staader das´s bist  umso mehr hörst!“, habe  einst der Sternengucker Kasper gesagt, als er zusammen mit seinen Begleitern in die endlosen Weiten des Universums blickte, die in der unendlichen Stille des nächtlichen Himmels das adventliche Geschehen erlebten. Die mühselige Herbergssuche von Maria und Josef – die „Niederboarische Weihnacht“ vom Ponzauner Wigg -  erzählte Markus Mayer so leidenschaftlich und ausdrucksstark in seiner warmherzigen lebendigen Art, dass die Figuren zu leben begannen und man schier den Weg von Nazareth nach Betlehem mitgegangen ist. „Anno 75, im Heiligen Jahr, domois wia Weihnachtn no winterlich war, d´Luft voia Frost und d´Landschaft voi Schnee, do hod se da Ponzauner Wigg denkt, des miassad geh, dass mans in unserer Art a moi macht, die selbige Gschicht von da Heiligen Nacht. Mid am gläubigen Herzn – vom Zweife ganz frei und ohne theologische Wortglauberei, mia baggans in Gotts Nam und fangan o ganz vorn, so wias´s uns von de Oidn überliefert is worn.“, führte Markus Mayer auf seine Erzählung hin.  „De Menschheit, de war zu der selbigen Zeit, grod wia jetzt a – mitm Herrgott im Streit. Damit se de Leit mitm Glauben wida leichter dean, woit da Hergott selba a Menschenkind wean. Und wia Gott Mensch worn is auf derer Wäid, des wead auf boarisch heid erzäid“, sagte der Lektor. Die Geschichte führte von der Verkündigung über die beschwerliche „Roas“,  bis Maria und Josef endlich eine „Liegestatt“ für die Nacht gefunden hatten. „Und a dera Nacht hod koa Windal ned gwaht, do sagt d´Maria zum Josef ganz staad: I hob so a Gfui, grod ois kammad no heid, für d´Leid auf da Erdn a ganz neue Zeit“. Hervorragend ausgefüllt hatte auch der Kirchenchor unter der Leitung von Gabriele Kaspar das Geschehen um Christ Geburt. Mit „Gegrüßt seist du Maria“ beeindruckten sowohl die Frauenstimmen als auch die Männer, die einzelnen Strophen wurden abwechselnd präsentiert und in der letzten Strophe vereinten sich die Stimmen zu einem großen Ganzen. Stimmgewaltig, aber dennoch gefühlvoll erfüllten Lieder wie „Maria unsre liebe Frau“ und schließlich am Ende der „Andachtsjodler“ die Herzen.  Die Sängerinnen Sonja Riedmaier und Andrea Klem brillierten mit Harfenistin Katharina Seipp und boten gefühlvoll, äußerst hochklassig und professionell Marienlieder wie „Es blüht eine Rose“ und „Advent is a leuchten“. Stolz war man in den Reihen des Kirchenchores schon, da die jungen Frauen alle drei aus Mauern stammen. Die einzelnen Musikstücke, die Katharina Seipp auf der Harfe gefühlvoll und präzise darbot, gaben Zeit zum Verweilen in der biblischen Geschichte und zauberten eine ganz besondere Stimmung. Mit herzlichem Applaus endete ein  bewegender Abend mit vielen Emotionen – ein Höhepunkt in der Mauerner Adventszeit.
Adventsingen_2016
Adventsingen_2016
Adventsingen_2016