St. Michael

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Schöpfung bewahren

Schöpfung
Gott hat uns Menschen seine Schöpfung anvertraut. Wir dürfen sie nutzen, wir dürfen uns an ihr freuen und in ihr Kraft schöpfen. Orte in der Natur – oft abgeschieden vom Trubel und Lärm der alltäglichen Welt - können für uns zu Orten des Rückzugs, der Verinnerlichung und der Gottesbegegnung werden.

Zugleich erwächst daraus der konkrete Auftrag, auf diese Schöpfung zu achten und mit ihr sorgsam umzugehen, uns nicht als Herren der Schöpfung, sondern als Geschöpfe unter Geschöpfen zu begreifen.[1]

Diese Schöpfung ist heute durch menschliches Handeln bedroht – in einem Ausmaß wie nie zuvor. Beispielsweise tragen die Industrienationen erheblich zur Veränderung des Erdklimas bei. In Deutschland setzt jeder von uns jährlich durchschnittlich etwa 11 Tonnen Kohlendioxid frei – das Zehnfache einer für eine nachhaltige Entwicklung verträglichen Menge![2] Und das ist nur ein Beispiel.

Papst Franziskus ruft jeden und jede von uns seit seiner Amtseinführung und besonders eindrucksvoll in seiner Enzyklika `Laudato Sì´ auf, unser Leben in Verantwortung für die Schöpfung und die künftigen Generationen zu gestalten, gemeinsam nach neuen Wegen für einen zukunftsfähigen Lebensstil zu suchen.

Die Enzyklika sei allen ans Herz gelegt. Sie ist unter diesem Link abrufbar.
[1] vgl. Genesis 2,15
[2] Umweltbundesamt, April 2014

Bei Fragen und Anliegen können Sie sich gerne an die Umweltbeauftragten des Pfarrgemeinderates und die AG Schöpfungsverantwortung wenden:

Hedi Schmied (Tel.: 08665 / 7431),
Lucia Jochner-Freitag (Tel.: 08665 / 9288363),
Hans Huber, Martina Christoph, Franz Osterholzer und Andy Geisreiter

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters für April 2016


Graphik

Schon mal darüber nachgedacht

Um sich gemeinsam auf den Weg zu machen,
schreibt der Pfarrgemeinderat im Wechsel mit den Klimawerklern
 
jede Woche im Inzeller Gemeindeblatt die Rubrik
„Schon mal darüber nachgedacht?“.

Im folgenden finden Sie eine kleine Auswahl dieser konkreten Schritte in eine nachhaltige Zukunft:

Kaffeegenuss

Immer mehr Menschen trinken nur noch Bio-Kaffee aus fairem Handel – warum?
Ganz einfach, sie nehmen ihre Verantwortung für Mensch und Schöpfung ernst: Jede Tasse Kaffee, die wir trinken, wirkt sich auf Mensch und Natur in weit entfernten Ländern aus. Es liegt in unserer Entscheidung, ob die Kaffee-bauern unter menschenwürdigen Bedingungen leben und arbeiten können und ob die Natur so schonend genutzt wird, dass auch künftige Generationen sie bewirtschaften können.
Sind Sie dabei? Achten Sie beim nächsten Einkauf auf die beiden Siegel:
fairtrade und bio. Da schmeckt´s doch gleich zweimal gut!

Hunger im Überfluss

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Mahatma Gandhi

Unter diesem Leitgedanken steht der Flyer, mit dem der Diöze-sanrat der Katholiken für einen bewussten Umgang mit Lebens-mitteln und Ressourcen aufruft und Wege zeigt, wie jeder im Kleinen zu einer gerechteren Welt beitragen kann. 

Hier sind einige Anregungen:
  • Gehen Sie sorgfältig mit Lebensmittel um, kaufen Sie nur was Sie wirklich brauchen und verwenden Sie möglichst alles ge-kaufte.
  • Kaufen Sie Lebensmittel, die regional, ökologisch, fair, sozial-verträglich und ohne Gentechnik produziert werden.
  • Klasse statt Masse heißt das Motto insbesondere beim Fleisch-konsum. Es schont den Geldbeutel und ist langfristig gesünder.
  • Kaufen Sie im fairen Handel und werben Sie dafür. Er hilft die kleinbäuerlichen Strukturen im Süden zu stärken.
  • Investieren Sie nicht in Fonds mit Nahrungsmitteln, landwirt-schaftlichen Flächen oder Anbau von Energiepflanzen. Fragen Sie Ihre Bank, wenn Sie Geld anlegen wollen.
  • Gehen Sie sparsam mit Energie im Haus und Verkehr um.

„Der Mensch ist was er ißt“

Dieses Zitat von dem Philosophen Ludwig Feuerbach sagt in kurzen Worten die Bedeutung der Ernährung für den Menschen und besonders für die Gesundheit des Menschen. Die Nahrungsmittelindustrie bringt immer wieder neue Produkte auf dem Markt, dessen Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen aber sich erst nach Jahren zeigen.
 
Eine ausgewogenen Kost aus Produkten die 
  • ökologisch erzeugt,
  • aus der Region kommen und nur
  • saisonal angeboten werden und
  • richtig zubereitet ist
ist für die Gesundheit und die Umwelt gut und schmeckt auch noch.
 
Das Hähnchen, für das der Mäster in der Massentierhaltung nach 6 Wochen Aufzucht 0,60 € bekommt, das Obst, das aus China oder Chile kommt oder das Gemüse, das zu jeder Jahreszeit mit hohen Energieaufwand und Wasserverbrauch erzeugt wird, ist kein zukunftsfähiger Weg um die gesamte Menscheit ausreichend und und mit gesunden Lebensmittel zu versorgen.
„Die Berufung zum Hüten […] besteht darin, die gesamte Schöpfung, die Schönheit der Schöpfung zu bewahren, wie uns im Buch Genesis gesagt wird und wie es uns der heilige Franziskus von Assisi gezeigt hat:
Sie besteht darin, Achtung zu haben vor jedem Geschöpf Gottes und vor der Umwelt, in der wir leben […].
Alle Verantwortungsträger auf wirtschaftlichem, politischem und sozialem Gebiet, alle Männer und Frauen guten Willens möchte ich herzlich bitten:
Lasst uns „Hüter“ der Schöpfung, des in die Natur hineingelegten Planes Gottes sein […], der Umwelt; lassen wir nicht zu, dass Zeichen der Zerstörung und des Todes den Weg dieser unserer Welt begleiten!

(Papst Franziskus, Amtseinführung 2013)

Lebensstile für eine lebenswerte Welt