St. Michael

Adlgasser Str. 21, 83334 Inzell, Telefon: 08665-219, E-Mail: St-Michael.Inzell@erzbistum-muenchen.de

Schöpfung bewahren

Schöpfung
Gott hat uns Menschen seine Schöpfung anvertraut. Wir dürfen sie nutzen, wir dürfen uns an ihr freuen und in ihr Kraft schöpfen. Orte in der Natur – oft abgeschieden vom Trubel und Lärm der alltäglichen Welt - können für uns zu Orten des Rückzugs, der Verinnerlichung und der Gottesbegegnung werden.

Zugleich erwächst daraus der konkrete Auftrag, auf diese Schöpfung zu achten und mit ihr sorgsam umzugehen, uns nicht als Herren der Schöpfung, sondern als Geschöpfe unter Geschöpfen zu begreifen.[1]

Diese Schöpfung ist heute durch menschliches Handeln bedroht – in einem Ausmaß wie nie zuvor. Beispielsweise tragen die Industrienationen erheblich zur Veränderung des Erdklimas bei. In Deutschland setzt jeder von uns jährlich durchschnittlich etwa 11 Tonnen Kohlendioxid frei – das Zehnfache einer für eine nachhaltige Entwicklung verträglichen Menge![2] Und das ist nur ein Beispiel.

Papst Franziskus ruft jeden und jede von uns seit seiner Amtseinführung und besonders eindrucksvoll in seiner Enzyklika `Laudato Sì´ auf, unser Leben in Verantwortung für die Schöpfung und die künftigen Generationen zu gestalten, gemeinsam nach neuen Wegen für einen zukunftsfähigen Lebensstil zu suchen.

Die Enzyklika sei allen ans Herz gelegt. Sie ist unter diesem Link abrufbar.
[1] vgl. Genesis 2,15
[2] Umweltbundesamt, April 2014

Bei Fragen und Anliegen können Sie sich gerne an die Umweltbeauftragten des Pfarrgemeinderates und die AG Schöpfungsverantwortung wenden:

Hedi Schmied (Tel.: 08665 / 7431),
Lucia Jochner-Freitag (Tel.: 08665 / 9288363),
Hans Huber, Martina Christoph, Franz Osterholzer und Andy Geisreiter

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters für April 2016


Graphik

Schon mal darüber nachgedacht

Um sich gemeinsam auf den Weg zu machen,
schreibt der Pfarrgemeinderat im Wechsel mit den Klimawerklern
 
jede Woche im Inzeller Gemeindeblatt die Rubrik
„Schon mal darüber nachgedacht?“.

Im folgenden finden Sie eine kleine Auswahl dieser konkreten Schritte in eine nachhaltige Zukunft:

Vogel des Jahres 2018

Der Star ist ein "Allerweltsvogel", der fast überall vorkommt. Im Frühjahr sucht er mit seinem schönen, metallisch schillernden Gefieder im lockeren Boden Regenwürmer, Spinnen und Insekten. Im Sommer bereichert er seinen Speiseplan mit Früchten, Beeren und Samen. Derzeit brüten zwischen 3 und 4,5 Millionen Staren- Paare in Deutschland, dies sind etwa 2 Millionen Paare weniger als noch vor zwanzig Jahren. In der deutschlandweiten Roten Liste hat man daher den Star von "ungefährdet" (2007) auf "gefährdet" (2015) hochgestuft. Die Ursachen für seinen Rückgang sehen die Vogelschützer in der intensiven Nutzung von Weiden, Wiesen und Feldern: Der Einsatz von Chemikalien vernichtet Würmer, Insekten und andere Nahrungstiere, beerentragende Hecken zwischen den Feldern sind Mangelware geworden und geeignete Nistplätze fehlen, weil alte Bäume mit Bruthöhlen entfernt werden.
Nicht nur der Star, sondern etwa die Hälfte aller in Deutschland brütenden Arten sind bedroht. Dabei ist der Rückgang der Vogelpopulationen nur Teil des Artensterbens, das weltweit zu beobachten ist. Eine größtmögliche Artenvielfalt ist jedoch erforderlich, um unsere lebenswichtigen Ökosysteme nachhaltig zu sichern.
Mit der Reduzierung der ausgebrachten Chemikalien sowie der Schaffung und Erhaltung von naturnahen Lebensräumen kann die Artenvielfalt und damit auch die Vogelvielfalt gefördert werden. Das betrifft sowohl die Agrarlandschaft, als auch die vielen kleinen Naturräume vor unserer Haustür: unsere Gärten! Vogelfreundliche Pflanzen, Plätze zum Nisten und Verstecken sowie der Verzicht auf Pflanzenschutzmittel bieten unseren gefiederten Freunden eine sichere Bleibe.
Tipps für einen vogelfreundlichen Garten findet man beispielsweise unter www.nabu.de.

Das Gesetz der Wirtschaft

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.
Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.
John Ruskin (1819-1900)

Kaffeegenuss

Immer mehr Menschen trinken nur noch Bio-Kaffee aus fairem Handel – warum?
Ganz einfach, sie nehmen ihre Verantwortung für Mensch und Schöpfung ernst: Jede Tasse Kaffee, die wir trinken, wirkt sich auf Mensch und Natur in weit entfernten Ländern aus. Es liegt in unserer Entscheidung, ob die Kaffee-bauern unter menschenwürdigen Bedingungen leben und arbeiten können und ob die Natur so schonend genutzt wird, dass auch künftige Generationen sie bewirtschaften können.
Sind Sie dabei? Achten Sie beim nächsten Einkauf auf die beiden Siegel:
fairtrade und bio. Da schmeckt´s doch gleich zweimal gut!

Holunder

Holunderbeeren-Würzwein

Im Herbst muss unser Körper besonders viele Abwehrkräfte bereithalten. Um diese auf natürliche und sehr schmackhafte Weise zu mobilisieren hier ein einfaches Rezept:
  • 1 Liter Holunderbeerensaft
  • 3 EL Rohrzucker
  • eine Zimtstange
  • 1 Liter Rotwein
Den Saft mit der Zimtstange und dem Rohrzucker
aufkochen. Danach Zimtstange entfernen und
mit Rotwein auffüllen.
„Die Berufung zum Hüten […] besteht darin, die gesamte Schöpfung, die Schönheit der Schöpfung zu bewahren, wie uns im Buch Genesis gesagt wird und wie es uns der heilige Franziskus von Assisi gezeigt hat:
Sie besteht darin, Achtung zu haben vor jedem Geschöpf Gottes und vor der Umwelt, in der wir leben […].
Alle Verantwortungsträger auf wirtschaftlichem, politischem und sozialem Gebiet, alle Männer und Frauen guten Willens möchte ich herzlich bitten:
Lasst uns „Hüter“ der Schöpfung, des in die Natur hineingelegten Planes Gottes sein […], der Umwelt; lassen wir nicht zu, dass Zeichen der Zerstörung und des Todes den Weg dieser unserer Welt begleiten!

(Papst Franziskus, Amtseinführung 2013)

Lebensstile für eine lebenswerte Welt