St. Michael

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Rückblick 2018


Viele Alltagsgegenstände entstehen mit Kinderarbeit

Sternsingeraktion 2018 richtet sich gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit
(wb) Im Rahmen von Aussendungsgottesdiensten wurden rund um das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar, in der Katholischen Pfarrei St. Michael in Inzell 66 Sternsinger und in der zugehörigen Filialkirchengemeinde St. Vinzenz in Weißbach a.d.A. 21 Sternsinger zu den Familien geschickt. Zum einen, um in die Häuser und Wohnungen Segen und Frieden zu bringen, zum anderen um Spenden für die 60te, bundesweite Sternsingeraktion zu sammeln, die in diesem Jahr für Projekte gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit eingesetzt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn durch diesen segenbringenden Einsatz der 87 Sternsinger kamen in Inzell 7365,12 Euro und in Weißbach 1518,10 Euro zusammen.

Die „Aktion Dreikönigssingen“ in Deutschland ist weltweit die größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wurde seit 1959 in diesem Jahr zum 60ten Mal durchgeführt. In dieser Zeitspanne sammelten Sternsinger über eine Milliarde Euro, mit denen mehr als 71.700 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden konnten. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).Wie in den letzten Jahren auch, wurden die Sternsinger-Gruppen in der Pfarrei bereits im Vorfeld von Gemeindereferent Philip Moser und einem Vorbereitungsteam, mit einem Gottesdienst in Inzell und einer adventlichen Bastelstunde mit indischen Gerichten in Weißbach a.d.A., intensiv auf die Aktion und das diesjährige Motto: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“  vorbereitet. Ergänzt wurden diese Termine durch einen erschütternder Film über Kinderarbeit, der allen „unter die Haut ging“. Federführend kümmerten sich in St. Michael Elfriede Wörfel, Zilli Kremsreiter und Martina Christoph und in Weißbach Judith Schuler mit Maria Vötterl um die Organisation. In Inzell waren gingen bereits am 4. und 5. Januar, leider bei Regen und Wind, insgesamt 18 Gruppen und in Weißbach a.d.A. am 6. Januar, bei strahlenden Sonnenschein, 5 Gruppen von Haus zu Haus, sangen ihre Lieder, sagten ihre Segenssprüche auf und schrieben unzählige Male „20*C+M+B+18“ (Christus Mansionem Benedicat) über die Haus- oder Wohnungstüren. Bemerkenswert ist es, dass sich neben den Ministranten auch viele Erstkommunikanten, Firmlingen und sogar andere Kinder freiwillig beteiligten. Ein großer Dank geht auch an alle Gruppen-Begleiter und Fahrer, sowie an die Familien und Gastwirtschaften, welche die „Könige“ Mittags kostenlos verköstigt haben. Gemeinsam wurde so das Motto „Segen bringen-Segen sein“ selbstlos in die Tat umgesetzt.     Bilder Werner Bauregger
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Kinderarbeit geht uns alle an

Auch alle Verbraucher sind zum Handeln aufgefordert um Kinderarbeit vermeiden zu können
(wb) Im Rahmen des Aussendungsgottesdienstes am Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar thematisierte Gemeindereferent Philip Moser zusammen mit den Sternsingern, im Rahmen eines Wortgottesdienstes in der Filialkirche St. Vinzenz in Weißbach a.d.A. die Problematik von Kinderarbeit und deren negativen Auswirkungen für die Kinder. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst die Organistin Rita Staat-Holnzer. Als Dankeschön für ihr langjähriges Engagement in der Vorbereitung der Sternsingeraktionen überreichte Klaus Kremsreiter ein kleines Geschenk an Roswitha Bauregger.
 
  In dem beeindruckenden Wortgottesdienst in der Weißbacher Kirche wurde prägnant herausgearbeitet, dass Gesetze gegen Kinderarbeit in der ganzen Welt nicht nur leere Worthülsen oder wertlose Formulierungen auf Papier bleiben dürfen, sondern Konzerne, Handelsketten, Landespolitiker und letztlich wir alle als Verbraucher angesprochen sind und verantwortungsvoll handeln müssen. Einige Sternsinger im Alter von 10 bis 12 Jahren machten an einigen Beispielen deutlich, dass Produkte wie etwa Silberschmuck, T-Shirts, Bekleidung aller Art oder Sportgeräte wie Fußbälle in Indien, aber auch weltweit oft von gleichaltrigen Kindern gefertigt werden. Dies ist für die Kinder nicht nur sehr anstrengend und gefährlich sondern verhindert auch, dass sie in die Schule gehen und sich bilden können. So entsteht ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gelte. Aus den Wortbeiträgen wurde aber auch sehr deutlich, dass es nicht nur darum geht die Kinder zu schützen, sondern zusätzlich auch deren, meist sehr arme Familien etwa mit fairen Krediten, Schuldenerlass und höheren Löhnen zu unterstützen und Schulen zu bauen. Mit den Spendengeldern konnten und können auf alle Fälle viele kleine Schritte eingeleitet werden. Den Dreikönigstag nahm Klaus Kremsreiter, der sich viele Jahre um die Vorbereitung der Sternsingeraktion in der Pfarrei mit gekümmert hatte die Gelegenheit wahr, eine ebenfalls langjährig tätige Vorbereiterin in Weißbach a.d.A. zu verabschieden. So konnte Roswitha Bauregger nicht nur ein herzliches Dankeschön sondern auch ein kleines Geschenk von ihm entgegen nehmen, begleitet vom anerkennenden Applaus der Kirchenbesucher. Nach der Segnung von Weihrauch, Salz, Kreide und Weihwasser und nachdem sie ihren Segensspruch vorgetragen hatten, machten sich die 21 Sternsinger in fünf Gruppen, bei strahlenden Sonnenschein auf den Weg zu den Weißbacher und Jochberger Familien. Bilder Werner Bauregger
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