St. Sebastian

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Katholischer Kindergarten St. Sebastian
Schergenamtsweg 5, 82205 Gilching
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Der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan

Zielsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans ist es, den Fachkräften einen Orientierungsrahmen an die Hand zu geben, wie der gesetzliche Bildungs- und Erziehungsauftrag von Kindertageseinrichtungen und die Begleitung des Übergangs in die Grundschule bestmöglich erfüllt werden kann.
Er ist der erste Versuch in Bayern, Bildungs- und Erziehungsprozesse für Kinder von Geburt an bis zum Schuleintritt umfassend und systematisch zu beschreiben und dadurch einen klaren Bezugsrahmen für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen und für die Zusammenarbeit mit den Grundschulen zu schaffen. Er wendet sich gegen fachliche Beliebigkeit und tritt ein für Chancengerechtigkeit und Qualitätsstandards für alle Kinder.
1. Religiöse und ethische Erziehung
Wir fördern und begleiten Ihr Kind auf dem Weg zum beziehungsfähigen, wertorientierten und schöpferischen Menschen.

  • die Schöpfung Gottes achten und wertschätzen lernen
  • den Glaube als wohltuende Erfahrung erfahrbar machen
  • Feiern kirchlicher Feste, auch konfessionsübergreifend
  • meditatives Gestalten (z. B. nach dem Religionspädagogen Franz Kett)
  • kirchliche Lieder singen
  • andere Religionen kennen lernen
  • Mitgestaltung von Gottesdiensten
2. Sprachliche Bildung und Erziehung
Die Sprache ist der Schlüssel zum Verständnis der Welt. Sprache vermittelt Orientierung und lebensnotwendige Kontakte zur Umwelt. Das Gespräch gehört zu den wichtigsten Formen der Sprachförderung. Wir bemühen uns um sprachliche Begleitung alltäglicher Handlungen, um deutliches, einfühlsames und variationsreiches Sprechen.

  • Einwortsätzen entgegenwirken, in ganzen Sätzen sprechen
  • deutliche Artikulation einfordern
  • phonologische Bewusstheit einüben, in dem man Reime bildet, Silben klatscht und Worte teilt
  • Bücher vorlesen, Texte nacherzählen
3. Mathematische Bildung
Wir fördern das Interesse Ihres Kindes an mathematischen Inhalten u. a. durch
  • Gegenstände zählen
  • Zahlen zuordnen
  • Zusammenfassen und Gliedern von Mengen
  • Erfassen einer Menge mit allen Sinnen
4. Naturwissenschaftliche und technische Bildung
Kinder haben ein großes Interesse an Phänomenen der belebten und unbelebten Natur. Dies zeigen ihre „Warum-Fragen“. Wir wollen ihnen die ersten Zugänge zu naturwissenschaftlichen und technischen Vorgängen ermöglichen. Einzelne Vorgänge lassen sich bewusst erleben, indem sie für Kinder durch aktive Teilnahme an Experimenten sichtbar gemacht werden. Wie z. B.:
  • Notwendigkeit von Luft
  • Schwimmfähigkeit von Gegenständen
  • Wirkung von Wärme und Kälte
  • Gleichgewicht erkennen und beeinflussen
  • Unterschiede zwischen festen, flüssigen und gasförmigen Dingen
5. Umweltbildung und Erziehung
Umweltbildung und -erziehung berührt viele Lebensbereiche. Von der Naturbegegnung über Gesundheit und Werthaltungen bis hin zum Freizeit- und Konsumverhalten. Wir vermitteln den Kindern, dass es Spaß machen kann, sich für eine gesunde Umwelt einzusetzen. Zugleich üben wir zukunftsorientiertes Handeln im Alltag als auch in gezielten Projekten ein.
  • schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und Materialien
  • Achtsamkeit für Lebensmittel und Konsumgüter
  • einfache Lebensvorgänge bei Tieren beobachten (von der Kaulquappe zum Frosch)
  • Mülltrennung
  • jahreszeitliche Veränderungen erfahren und begreifen
6. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
Ausgangspunkt sind die fünf Sinne, nämlich Riechen, Schmecken, Hören, Sehen und Tasten. Sinnliche Erfah-rungen werden bei Kindern von Geburt an von ihren Bezugspersonen verstärkt. Ästhetische Bildung versucht, Kopf (Wissen), Herz (Emotion) und Hand (Motorik) mit ihrem Angebot zu erreichen. Sie setzt eine geeignete und ausreichende Raum- und Sachausstattung voraus.

  • im Schnee spazieren, Skulpturen aus Schnee, Baustellen besuchen, einen Spielplatz aufsuchen, in den Wald gehen, Ausflüge machen
  • das nahe Umfeld kennen lernen ( Gebäude, Plätze...)
  • Erfahrung mit den unterschiedlichsten Gestaltungsmaterialien (Papier, Farbe, Naturmaterialien, Recyclingmaterial..)
  • besondere Unternehmungen mit Vorschulkindern (z. B. Theater, Museum, Bahnfahrt etc.)
  • Werken mit richtigem Werkzeug (Materialeigenschaften kennen lernen, umsichtige Handhabung von Werkzeugen...)
  • Anregung zum „Bauen“ (Konstruktionsmaterial finden...)
  • Entwicklung einer eigenen Ausdrucksmöglichkeit ( z.B. Stimmungen und Gefühle im Bild ausdrücken)
7. Musikalische Bildung und Erziehung
Musik fördert die soziale Kompetenz, regt die Fantasie und Kreativität an, fördert die motorische Entwicklung sowie die Sprachentwicklung, z. B.
  • „Klangphantasie“ durch Klang-Erfahrungen mit verschiedenen Instrumenten anregen
  • Kinder zum Umgang mit Musik motivieren, ihre Freude am Musizieren fördern
  • Rhythmusgefühl entwickeln
  • traditionelles Liedgut und neue Lieder vermitteln
8. Bewegungserziehung und Förderung, Sport
Bewegen, Fühlen und Denken sind bei Kindern noch eng miteinander verbunden. Sie drücken ihre Gefühle in Bewegung aus. Durch Bewegung fördern wir die kognitive und soziale Kompetenz:
  • regelmäßige Turntage der Gruppen
  • „Bewegungsbaustelle“ in der Turnhalle
  • sportliche Angebote im Garten (Fußballspielen, Schlittenfahren ...), um Bewegungsmangel auszugleichen
  • einfache Kindertänze und Kreisspiele
  • Gleichgewichtsinn und taktile Wahrnehmung entwickeln (Einbeinstand, auf der Linie gehen, springen ...)
9. Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und
körperliches Wohlbefinden; grundlegende Hygienemaßnahmen

Ihr Kind lernt bei uns, dass Essen Freude bereitet und ein schön gedeckter Tisch die Sinne und die Lust anregen. Es wird über den gesundheitlichen Wert einzelner Lebensmittel informiert und entwickelt eine positive Einstellung gesunder Ernährung gegenüber. Nebenbei lernt ihr Kind grundlegende Hygienemaßnahmen selbstständig auszuführen.
  • eigenes Geschirr abwaschen, abtrocknen, aufräumen
  • Gesundheitserziehung (Hände waschen, Zähne putzen, Nase putzen, gesunde Brotzeit zusammenstellen)
  • An- und Ausziehen
  • eigene Dinge wiedererkennen
  • Wie trage ich einen Stuhl?
  • Essen mit Besteck
  • wie kleide ich mich bei verschiedenen Temperaturen
10. Medienerziehung
Die Beziehung vom Kind zum aktuellen Medienhelden macht deutlich, wovon es innerlich gerade bewegt wird. Medien zur Sensibilisierung der Sinne:
  • Aufforderung zum genauen hinsehen, hinhören ( Kassette, Dias..)
  • Interviews (Fragen stellen, antworten aufnehmen)
  • „Kid`s on Air“ (die eigene Stimme aufnehmen, wiedererkennen)
  • Hörspiel - Werkstatt
  • Geräuschekiste: verschiedene Geräusche erzeugen, aufnehmen, wiedererkennen
Medien als Erinnerungs- und Erzählhilfe: Erinnerungsschachtel oder Erinnerungsbuch anlegen mit Fotos, Zeich-nungen, CD`s und Fundstücken.

Ruhe!
Wir wollen während des Kindergartenalltages auch die „Muße“ pflegen; träumen lassen, anderen zusehen dürfen. Wir wissen, dass sich nur in der Ruhe, während der Entspannung, schöpferisches Denken und Handeln entwickelt.