Stadtkirche Traunstein

Mariä Verkündigung, Haslach | Heilig Kreuz, Traunstein
St. Oswald, Traunstein | Johannes der Täufer, Kammer

Aktuelle Mitteilungen aus der Stadtkirche Traunstein

Ostern 2017

JULI 2017

Freuen Sie sich, wenn Gäste kommen? "Nein", sagen die einen, "beim besten Willen nicht". Gäste seien anstrengend. Es müsse immer etwas Besonderes auf den Tisch. Das setze nur unter Druck. Dagegen eine Mutter: "Unser Ältester bringt oft Freunde mit ins Haus. Ich finde es schön, das wir durch die Kinder ein Haus der offenen Türen haben. Aber manchmal nüssen wir einen Riegel vorschieben, wenn es zu arg wird".
In der Heiligen Schrift heißt es, dass wir gastfreundlich sein sollen, ohne zu murren. Offensichtlich hat es scho ndamals Schwierigkeiten gegeben. Die Gastfreundschaft spielte in den Anfängen des Christentums eine wichtige Rolle. Ohne sie ist die Ausbreitung des Glaubens in den ersten Jahrhunderten gar nicht zu verstehen.
Der Begleitton des Seufezens lässt sich vermeiden, wenn STress und (Selbst-)Überforderung wegfallen. Wenn alles locker geschieht und ohne Zwang. Spontaneität tut gut. Herzlichekeit ist wichtiger als eine aufwändige und reure Bewirtung.
Am Eingang eines französischen Klosters steht auf einer Begrüungstafel: "Du kommst jetzt zu uns herein. Sei willkommen! Unsere Gemeinschaft freut sich, Dir eine Rast auf deiner Reise zu geben. Gib dich aber nicht damit zufrieden, von uns zu profitieren. Lass uns auch profitieren von dem, was du lebst, was du weißt und was du hoffst. Schenke uns die Gemeinschaft mit dir als Gegengabe für das Zusammensein mit uns". In diesem Kloster wäre ich gerne zu Gast. Die Grundeinstellung stimmt .Der Gast ist  keine Figur in einem Tauschgeschäft, die gegen Bezahlung unterkunft und Verpflegung bekommt. Hier scheint man zu wissen, dass der Gast ein Partner ist, auf den man gespannt sein darf. Ein Partner nimmt und gibt: er ist mitverantwortlich dafür, dass es gelungene Tage werden.  Gäste erinnern uns daran, dass das Leben immer eine Balance ist aus Geben und Nehmen.
Gastfreundschaft ist auch eine Möglichkeit, Gott zu begegnen. Viele Mythen und Legenden erzählen, wie Gott uns in einem Fremden erscheint, der unbekannt auf uns zukommt, ohne dass wir es steuern können. In den Mönchsregeln heißt es, dass wir einen Wanderer so beherbergen sollen wie Christus selbst. Haben wir dafür noch Verständnis?
Wer weiß, wer zu uns unterwegs ist. Gott und das Glück kommen überraschend.

Gute Begegnungen wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Georg Lindl

KUNSTAUSSTELLUNG IM JULI 2017
im Rahmen der Chiemgauer Kulturtage

ORT: in der Kirche Hl. Kreuz und an weiteren Orten in Traunstein


"STATTBESETZUNG.kunstimöffentlichenraum"

dazu in Hl. Kreuz spezielle Veranstaltungen:


  • Freitag, 14.Juli, 18.00 Uhr: Kunst am Abend - ein geführter Rundgang mit Gespräch zu allen Austellungsorten, ca. 2 bis 2,5 Stunden.

  • Sonntag, 23.Juli, Gottesdienste zum Thema: 10.30 Uhr und 19.00 Uhr; die Künstler sind anwesend und stehen zum Gespräch nach der Messe zur Verfügung.

  • Mittwoch, 26.Juli, 09.30 Uhr: Kunst am Morgen - ein geführter Rundgang mit Gespräch zu allen Ausstellungsorten, ca. 2 bis 2,5 Stunden.

AKTUELLER PFARRBRIEF DER STADTKIRCHE "Ostern - Das Geschenk des Neuanfangs"