Eröffnung Hausgottesdienst im Advent

A = Alle, S = Sprecher/-in, V = Vorbeter/-in
V1: Beginnen wir unseren Gottesdienst mit dem Kreuzzeichen: + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A: Amen.

Lied

Wo zwei oder drei (GL 716) oder Wir sagen euch an (GL 223,1)

Während des Liedes kann die 1. Kerze am Adventskranz entzündet werden.

Gebet

V1: Herr, unser Gott, wir haben uns an diesem Abend versammelt, um miteinander zu beten, zu singen und auf dein Wort zu hören. Wir möchten zur Ruhe kommen, für einen Augenblick die Hektik des Alltags hinter uns lassen. Wir möchten ganz Ohr sein für dich. Hilf uns dabei. Sei du in unserer Mitte.

A: Amen.

Hinführung

V2: Komm, Herr Jesus! – Dies sind eines der letzten Worte in der Heiligen Schrift, der Bibel. Komm, Herr Jesus! – Das ist ein Ausdruck von Sehnsucht, eine Bitte: Komm, sei uns nahe! Komm in unsere Welt, die friedlos ist, wo es so viele Probleme gibt. Komm in unser Leben.

V3: Komm, Herr Jesus! – Dieser Satz mag auch Erinnerung und Einladung sein: Ich vertraue darauf, dass Jesus da ist, in unserer Welt, in meinem Leben. Und ich lade ihn ein und lasse ihn ein in mein Haus, in mein Leben.

V2: Wie sieht es denn momentan aus in meinem Leben? In meinem Lebenshaus? In unserer Welt? Was erlebe ich? Was verspüre ich? Ist es Sorge, Freude, Glück, Trauer, Angst, Chaos ...?

kurze Stille zum Überlegen – evtl. Austausch

V3: Neben all dem Schönen und Guten, das wir täglich erfahren dürfen, erleben wir auch, dass unser Leben und auch unsere Welt nicht vollkommen ist. Vieles ist bruchstückhaft. Es gibt manches das uns Angst macht, uns traurig stimmt oder wütend werden lässt. Manches erschwert unser Leben. In die Begrenzungen unseres Lebens hinein ermutigt uns Johannes mit seiner Vision.

Schriftlesung

L: Wir hören eine Lesung aus der Offenbarung des Johannes (Offb 21,1­6a):

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu. Und er sagte: Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr. Er sagte zu mir: Sie sind in Erfüllung gegangen.

Lied

O Herr, wenn du kommst (GL 233) oder O Heiland, reiß die Himmel auf (GL 231,1.4)

Grafik Hausgottesdient Heilig Abend

Eröffnung Hausgottesdienst am Heilig Abend

V1: Beginnen wir unseren Gottesdienst mit dem Kreuzzeichen: + Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A: Amen.

Lied

Nun freut euch, ihr Christen (GL 241)

Gebet

V1: Guter Gott, du willst bei uns Menschen wohnen, uns nahe sein und das Leben mit uns teilen. So bist du selbst Mensch geworden in Jesus. Voll Freude feiern wir heute die Geburt Jesu. Wir danken dir für deine Liebe und Nähe. Und wir bitten dich, lass uns dieses Geheimnis immer mehr begreifen.

A: Amen.

Evangelium

L: Wir hören das Weihnachtsevangelium nach Lukas (Lk 2,1­7):

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

Lied

Zu Betlehem geboren (GL 239,1-3)

L: Der Evangelist Lukas berichtet weiter (Lk 2,8­14)

In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Verherrlicht ist Gott in der Höhe / und auf Erden ist Friede / bei den Menschen seiner Gnade.

Lied

Engel auf den Feldern singen (GL 250,1-3)

L: Der Evangelist Lukas berichtet weiter (Lk 2,15­20):

Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war.

Lied

Ihr Kinderlein, kommet (GL 248,1-3)