St. Agatha

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AB SAMSTAG, DEN 8. OKTOBER FINDEN DIE HEILIGEN MESSEN WIEDER IN UNSERER PFARRKIRCHE STATT!!!!


Momentaner Stand der Innenrenovierung (Rosi Fürst, 26.08.2011)

Wer in diesen Tagen einmal zufällig die seit Mai verwaiste Maitenbether Pfarrkirche St. Agatha aufsucht, findet sich in einem ungewohnt hellen Raum wieder, denn die Arbeiten der Innenrenovierung sind weit fortgeschritten. Bis auf die Nischen oberhalb der Seitenaltäre – hier ist noch der gewaltige Unterschied zwischen dem Zustand vor der Renovierung zu erkennen – erstrahlt der gesamte Raum in einem lichten Gelbton, abgesetzt mit Weiß und dem hellem Grau an den Pilastern. Die beiden Malerinnen Regina und Sabina vom Betrieb Wolfgang Lauber aus Bad Endorf haben in den letzten Wochen und Monaten Wände und Decken von einer dunkelgrauen Schmutzschicht befreit und einen neuen Kalkanstrich aufgebracht. Zuvor hatten Maurer verschiedene Stellen im Sockelbereich mit einem Sanierputz ausgebessert. Abschließende Aufgabe für die Malerinnen wird dann noch die Reinigung und Konservierung der Altäre und der Kanzel sein. Vor den Seitenaltären wurden – um mehr Platz für den Weg zu den seitlichen Bänken zu schaffen – die Stufen und Podeste verschmälert und gekürzt.
Neben den im Gebäude sichtbaren Arbeiten geschieht aber auch im Hintergrund noch allerhand. Die in der landwirtschaftlichen Halle von Josef Grasser eingelagerten Kirchenbänke werden hergerichtet und gleichzeitig neue Heizkörper installiert. Die moderne Heizanlage wird wesentlich energiesparender arbeiten und die Verrußung der Kirche reduzieren. Restauriert und konserviert werden zur Zeit auch viele Gegenstände der Einrichtung. Für die Aufbringung der Kosten für diese Arbeiten haben viele Gemeindebürger, teilweise auch Vereine Patenschaften übernommen, so dass am Ende auf manchen Kirchenbesucher „sein Petrus“ oder „seine Barbara“ in neuem Glanz auf ihn herunterblicken wird. Neue Lampen werden für das rechte Licht sorgen.
Die Gesamtkosten der Innenrenovierung sind mit 125.000 Euro veranschlagt, Zuschüsse gibt es vom Ordinariat , vom Denkmalamt und von der Gemeinde. 30 % hat die Pfarrei aufzubringen , sie werden aus Spenden finanziert.
Die Renovierung des Innenraumes bedeutet für das im Jahr 1707 eingeweihte Gebäude den Abschluß einer umfassenden Instandsetzung, aussen wurde es 2006 mit großem Aufwand hergerichtet. Dass es schon viel früher eine kleinere gotische Kirche gegeben hatte, konnte man nach Abschlagen des Außenputzes erkennen. Teile und vor allen Dingen die Höhe des Urgebäudes – hauptsächlich gemauert aus Feldsteinen und Ziegelstücken wurden deutlich sichtbar. Es präsentierte sich damals wohl als unverputzter Bau, wie man alte Burgen kennt, dem Betrachter.
Ein erstes Zeugnis für eine Kirche St. Agatha Maitenbeth gibt es in Form einer Urkunde von 1488, die einen Grundkauf belegt. Eine christliche Gemeinde „Aetenpet“ ist 1315 in einer Freisinger Matrikel als Filiale der Pfarrei Kirchdorf erwähnt. Ab 1654 liefern Aufzeichnungen der Pfarrei Kirchdorf Informationen, so auch die Tatsache, dass Maitenbeth bereits zu diesem Zeitpunkt auf eine Erweiterung drängte. Kein Wunder, denn der Raum für die Gläubigen maß nur 10 mal 9 Meter, entsprechend klein war auch der Chorraum gegen „Orient“. Im Innenraum betrachtet reichte das alte Langhaus vom Eingang her etwa bis zur Mitte, wo jetzt die langen Stühle beginnen. Ab 1680 wurde unter großen Mühen und materiellen Opfern der Gläubigen erweitert, die Seitenschiffe wurden angebaut und der alte kleine Chorraum durch einen Neubau ersetzt. In der Folge mußte auch der Turm erhöht werden, etwa 6,5 Meter wurden draufgemauert.
Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde das Gotteshaus von den Folgen der Schlacht von Hohenlinden 1800, es wurde von Soldaten als Biwak benutzt. Es waren im Anschluß keine Bänke mehr vorhanden der Innenraum durch die ständigen Lagerfeuer total verrußt. Ältere Bürger werden sich noch daran erinnern, dass er bis in die 50er Jahre mit einem blauen Sternenhimmel ausgemalt war – vermutlich seit 1800 -, sämtliche Altäre standen in Naturholz da. In der Amtszeit von Pfarrer Axenböck wurde eine umfassende Neugestaltung vorgenommen, Decken und Wände hell getüncht und die Altäre farbig gefaßt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Farbigkeit in den gleichen Tönen wie bei der letzten Renovierung von 1987 gehalten.
Ein Wiedereinzug in das Gotteshaus ist für Mitte Oktober geplant. Dr Fortschritt der Arbeiten liegt im Zeitplan, so dass dieser Termin aller Voraussicht nach eingehalten und die Wiedereinweihungsfeier geplant werden kann.

Anbei einige aktuelle Bilder (Stand: 26.08.2011, Rosi Fürst):
Auf den Bildern sind noch nicht gereinigte Bereiche der Wände zu sehen ... im Vergleich zu den bereits gereinigten und bemalten Bereichen ist die starke Verschmutzung erst richtig zu erkennen!
Maler_Innen_1
Maler_Innen_2
Maler_Innen_3

Beginn der Kircheninnenrenovierung

Mit dem Ausbau der Bänke hat die Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Agatha Maitenbeth begonnen. Bis zum Herbst wird die innere Raumschale gereinigt und wo notwendig ausgebessert, die Altäre und Skulpturen werden gereinigt und eine moderne Heizung wird eingebaut.
Innenren_1
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Mit der neuen Heizung soll die starke Verrußung vermindert werden, die wesentlich für den „Grauschleier“ der Innenwände verantwortlich war. Und natürlich wird die neue Heizung auch effektiver und energiesparender arbeiten. Der renovierte Innenraum wird dann von neuen Lampen beleuchtet werden. Voraussichtlich im Oktober diesen Jahres werden die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit finden die Gottesdienste im Saal des Gasthaus Stangl in Marsmeier statt.

Innenren_2

Nähere Infos zur Renovierung finden sich auch im Beitrag von unserem Kirchenpfleger Thomas Stark im Osterpfarrbrief: