St. Erhard

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Pfarrversammlung 2013

Pfarrversammlung 2013_01
Von einem regen Leben in der Pfarrgemeinde St. Erhard konnten sich die zahlreichen Besucher der Pfarrversammlung im Gasthaus Lex überzeugen.

In seinem Rechenschaftsbericht ging PGR-Vorsitzender Franz Hörmann nochmals auf die herausragenden Ereignisse des vergangenen Jahres ein.
Auch wenn die Erhebung des Pfarrverbandes Walpertskirchen, die Verabschiedung von Pfarradministrator G.R. Reinhold Föckersperger und die Begrüßung vom neuen Leiter des Pfarrverbandes Pfarrer Dr. Angelo Kangosa den Berichtszeitraum prägten, darf man darüber die vielen kleinen Bausteine des pfarrgemeindlichen Lebens aber nicht vergessen.
Tagaus und tagein sind viele Ehrenamtliche unermüdlich unterwegs um das sehr umfangreiche Angebot für alle Bevölkerungsgruppen aufrecht zu erhalten.

Unverzichtbar sind mehr denn je die vielfältigen Laiendienste bei der Vorbereitung und Gestaltung von Gottesdiensten, Andachten oder dem Bibeltag. Die Pfarrgemeinde verfügt nach wie vor über eine große Anzahl an Wortgottesdienstleitern, Lektoren, Kommunionspendern und Ministranten die sich in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen.

Die Anzahl der Katholiken in der Pfarrgemeinde mit Filialorten ist mit 1.775 Katholiken leicht rückläufig, der prozentuale Anteil an der Katholiken gemessen an der Einwohnerzahl Walpertskirchens ist in den letzten 10 Jahren allerdings deutlich von 73,6% auf 69,6% gesunken.

Zentrales Anliegen der Pfarrgemeinde für die nächsten Jahre ist die Verbesserung der Raumsituation im Pfarrheim. In einem gemeinsamen Vorhaben mit der Kommune soll ein Pfarr- und Gemeindezentrum entstehen. Ein Arbeitskreis aus ca. 20 Gemeindebürgern hat dazu ein grobes Nutzungs- und Raumkonzept erstellt. Im nächsten Schritt muss sich der strategische Vergabeausschuss des Ordinariats erklären, ob man ein gemeinsames Unterfangen mit der Kommune mitträgt.

Keinen Hehl machte Franz Hörmann aus seiner Unzufriedenheit in der Zusammenarbeit mit dem Ordinariat. Sowohl bei der personellen Ausstattung des Pfarrverbandes als auch in der Frage der Kindergartenverwaltung sind seit längerem offene Baustellen, für die endlich eine Lösung gefunden werden muss.

Umso wichtiger ist es, dass die Pfarrgemeinde auf gute engagierte Leute zurückgreifen kann. Mit diesem Appell informierte Andrea Ismair über die bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahlen am 16. Februar 2014 und rief dazu auf, sich als Kandidat oder Kandidatinnen zur Verfügung zu stellen oder Wahlvorschläge einzureichen.

Kirchenpfleger Josef Renner legte einen ausführlichen Bericht über die finanzielle Situation der Pfarrgemeinde, über Ausgaben und Rücklagen für Unterhalt und Baumaßnahmen an den kirchlichen Gebäuden vor. So haben die Kosten für Umbau und Ausstattung am Pfarrhof als Verwaltungssitz des neuen Pfarrverbandes insgesamt 68.000 Euro betragen. Zudem stellte er den Gräberplan im Erweiterungsteil des Friedhofes vor und erinnerte dabei an die Gestaltungsvorschriften für die Grabmale in der Friedhofsordnung, die verpflichtend einzuhalten sind.

Pfarrer Angelo Kangosa brachte in seinem Grußwort die Freude über die guten Fortschritte bei der Entwicklung des Pfarrverbandes zum Ausdruck. Ein großes Anliegen ist ihm auch die Arbeit mit den Jugendlichen und er hofft hier auf neue Impulse durch die jetzt wieder besetzte Stelle in der Kreisjugendstelle.

Maria Eschbaumer von der KLB sowie Josef Glockhuber und Michael Mayr von der KLJB gaben Einblick in die Aktivitäten der beiden kirchlichen Vereine und Anni Hartl erzählte in einem sehr interessanten Bildervortrag über die Renovierung des Kreuzweges in der Filialkirche Obergeislbach.

Anhand einer von ihm erstellen Diashow ließ schließlich PGR-Mitglied und „Pfarrfotograf“ Josef Meier die Ereignisse der vergangenen beiden Jahren Revue passieren und gab Einblick in so manches interessante Detail der Veranstaltungen.
Pfarrversammlung 2013_02

Anton Wimmer stellt Gedenkband über Kriegsteilnehmer vor

Vortrag Wimmer
Auf der Pfarrversammlung stellte Anton Wimmer in einem sehr interessanten Vortrag sein neuestes Werk vor - ein Gedenkbuch über die Kriegsteilnehmer der beiden Weltkriege aus Walpertskirchen. Anlass für das Werk ist der 100. Jahrestag des Beginns des 1. Weltkrieges im kommenden Jahr. In kalendarischer Form zeigt das Buch für jeden Tag des Jahres die wesentlichen Informationen zu den 463 Kriegsteilnehmern der beiden Weltkriege aus der Gemeinde und der Pfarrei Walpertskirchen.

Als Vorlage diente Anton Wimmer dabei ein Gedenkbuch im Dom von Ahrweiler, das er anlässlich einer Fahrt der Deutschen Kriegsgräberfürsorge im Mai d.J. besichtigen konnte.

In akribischer Kleinarbeit hat Anton Wimmer die Daten zusammengetragen und soweit verfügbar mit Bildern versehen. Als Quellen dienten ihm dabei u.a. die Vereinschronik und Gedenktafel am Kriegerdenkmal, Matrikelbücher aus dem Pfarramt Walpertskirchen, Urkunden der Vereinsmitglieder, die Chronik der Gemeinde Walpertskirchen und Auskünfte des Standesamtes, private Sammlungen von Sterbebildern, Todesanzeigen in der Tagespresse, Inschriften der Grabsteine, Angaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Auskunft der Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin und der internationalen Suchdienste sowie Angaben in historischen Presseartikeln.

In der Pfarrversammlung hat  Anton Wimmer das Gedenkbuch nun an PGR-Vorsitzenden Franz Hörmann übergeben, mit der Bitte das Gedenkbuch in der Pfarrkirche an einen geeigneten Ort zur Ansicht aufzulegen.

Franz Hörmann berichtet zu den Kindertagesstätten

Franz Hörmann gab als Beauftragter für die Kindertagesstätten einen Bericht zur aktuellen Situation im Kindergarten und der Kinderkrippe ab. Träger der Einrichtung ist die Pfarrkirchenstiftung.

Für das laufende Kindergartenjahr sind 74 Kinder im Kindergarten und 14 Kinder in der Kinderkrippe angemeldet. Beide Einrichtungen sind damit gut ausgelastet. Betreut werden die Kinder von insgesamt 13 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, die mit viel Flexibilität und Einfühlungsvermögen auf die gewachsenen Anforderungen reagieren. Darunter sind 7 Teilzeitkräfte, die u.a. dabei helfen, besonders die Randzeiten und Betreuungsspitzen z. B. während des Mittagessens zu bewältigen.

In diesem Kindergartenjahr nehmen durchschnittlich 25 Kindergartenkinder und 6 Krippenkinder an der Mittagsverpflegung teil. Wegen der stetig steigenden Zahl an Essensteilnehmern wurden vom Träger ca. 5.000 Euro in die Verbesserung der Küchenausstattung investiert sowie eine zusätzliche Unterstützungskraft eingestellt.

Der Haushaltsplan für 2013/2014 weist bei einem Volumen von ca. 455.000 € derzeit ein kleines Plus von 1.000 € aus. Die Kosten werden durch Elternbeiträge (ca. 85.000 Euro), Finanzierungsanteil der Gemeinde (145.000 Euro) sowie staatlicher Finanzierungsanteil (195.000 Euro) gedeckt. Zusätzlich trägt die Gemeinde Walpertskirchen auf freiwilliger Basis die Betriebskosten von 25.000 Euro pro Jahr für den Gebäudeunterhalt.

Neben Kindergarten und Kinderkrippe erfreuen sich auch der Zwergerlgarten sowie das Eltern-Kind-Programm unverändert hoher Beliebtheit. Diese beiden Einrichtungen werden auf ehrenamtlicher Basis geführt und finanzieren sich ausschließlich über die Elternbeiträge - die Gemeinde stellt dafür unentgeltlich die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Pfarrgemeinde und Gemeinde arbeiten im Bereich Kindertagesstätten eng zusammen um ein bestmögliches Angebot für die Kleinsten bereitstellen zu können.