St. Erhard

Kirchenplatz 1, 85469 Walpertskirchen, Telefon: 08122-42950, E-Mail: St-Erhard.Walpertskirchen@erzbistum-muenchen.de

Gesprächsabend zur Dialogphase II

Um den Fragen der Teilnehmer möglichst breiten Raum zu geben verzichtete Msgr. Bischof auf ein einleitendes Impulsreferat und die Fragen beschäftigten sich zunächst natürlich mit den Auswirkungen der Strukturreform vor Ort.

Konkrete Antworten zu Details des künftigen Pfarrverbandes konnte und wollte Msgr. Bischof noch nicht geben, da die Planungen noch laufen und voraussichtlich erst gegen Ende dieses Jahres abgeschlossen sein werden. Mit der stufenweisen Umsetzung kann frühestens begonnen werden, wenn der Orientierungsrahmen von Erzbischof Marx im Frühjahr 2010 in Kraft gesetzt wurde. Er betonte aber, dass diese Umsetzung nur in Zusammenarbeit mit allen haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen vor Ort erfolgen kann und das der Bestand der einzelnen Pfarreien nicht zur Diskussion steht.
Aber er machte auch deutlich, dass es in den einzelnen Pfarreien zu Einschnitten kommen wird, sei es in der Verwaltung oder auch beim Gottesdienstangebot. Andererseits betonte Msgr. Bischof, dass größere Einheiten aber auch bessere Voraussetzungen bieten, um mit neuen Angeboten z. B. auf das geänderte Freizeitverhalten einzugehen. Auch hier ist es wichtig, dass ein konstruktiver Dialog aller Organe wie Kirchenstiftungen, Kindergärten und Pfarrgemeinderäte in Gang kommt, um sowohl für die Struktur als auch für die Seelsorge tragfähige und zukunftsträchtige Konzepte zu erarbeiten.
Wie schon bei seiner Predigt im Rahmen des Vorabendgottesdienste bat Msgr. Bischof die Pfarrgemeinden, sich in einem fairen Miteinander den Herausforderungen der Zeit zu stellen anstatt mit eifersüchtigen Blicken aufeinander zu schielen und um vermeintliche eigene Vorteile zu kämpfen.

Im zweiten Schwerpunkt des Abends lenkte Msgr. Bischof die Aufmerksamkeit auf die „10 vordringlichen Zeichen der Zeit“ als Ergebnis eines umfangreichen Dialoges im bisherigen Verlauf des Zukunftsforums. Unsere heutige Zeit ist geprägt von Freiheit, Individualisierung und persönlicher Autonomie in allen Gesellschaftsbereichen und somit auch im Bereich der Religion. Die Folge ist, dass viele eine eigene Vorstellung von Kirche und Religion entwickeln, was den Dialog untereinander erschwert oder gar unmöglich macht. Diesen Dialog wieder in Gang zu setzen muss die Aufgabe jedes Christen in der Gemeinde sein.

Um dies zu verdeutlichen erweiterte Msgr. Bischof das Motto des Zukunftsforums: es reicht nicht aus, dem Glauben Zukunft zu geben, man muss der Zukunft auch Glauben geben.




Miteinander in Gespräch kommen wurde auch gleich praktisch umgesetzt. V.l. PGR-Mitglied Hedwig Lindner, Dekanatsratsvorsitzender Armin Schalk, Msgr. Wolfgang Bischof, PGR-Vorsitzender Franz Hörmann, Dekan Reinhold Föckersperger.