St. Erhard

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Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde

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Der Walpertskirchener Pfarrgemeinderatsvorsitzende Franz Hörmann blickte beim Neujahrsempfang am Sonntagvormittag in der Walpertskirchener Schule vom „harmonischen Miteinander in unserem Mikrokosmos Walpertskirchen” mit kritischem Blick auf das Weltgeschehen.

Dabei äußerte sich Hörmann zur Bildungspolitik: „Auch unter Experten ist anerkannt, dass sich eine längere gemeinsame Grundschulzeit, aber auch alters- und leistungsgemischte Klassen positiv aufs Lern- und Schulklima auswirken.” Die Förderung der ganzheitlichen Entwicklung müsse an vorderster Stelle stehen. „Ob frühzeitige Selektion und Mammutschulen der richtige Ansatz sind, darf bezweifelt werden, kommentierte Hörmann. Seiner Meinung nach sei ein wohnortnahes Schulangebot im Rahmen einer regionalen Entwicklung ein wichtiger Ansatz. Zudem müsse man sich beim Weg zu besseren Schulen auf einen Grundkonsens einigen. „Stattdessen stolpert man von Reform zu Reform.”

Als Erfolg der Kirche wertete er das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Schutz der Sonn- und Feiertage.

Der Pfarrgemeinderatratsvorsitzende prangerte die zunehmende Gewaltbereitschaft und das „Kampftrinken” unter Jugendlichen an. Hier sei jeder einzelne in der Gesellschaft gefordert, diesen Negativtendenzen bereits im Kleinen entgegenzuwirken - auch in einer Kommune wie Walpertskirchen.

Bürgermeister Georg Heilmeier griff den Erziehungsauftrag der Eltern in seinem Neujahrsgrußwort auf. Kinder bräuchten bei allen Betreuungsaufgaben, die selbst eine kleine Gemeinde wie Walpertskirchen leiste, vor allem „funktionierende Familien”.

Dekan Reinhold Föckersperger plädierte dafür, das „Jahr in die Hand Gottes zu legen”. Dies bedeute für den Einzelnen unter anderem, Herausforderungen vertrauensvoll anzunehmen.
(Erdinger Anzeiger vom 11. Januar 2010 - Vroni Voge)l