St. Franziskus v. Assisi

Bahnhofstraße 34a, 85375 Neufahrn, Telefon: 08165-647090, E-Mail: St-Franziskus.Neufahrn@erzbistum-muenchen.de

Pädagogische Arbeit


Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnungsphase wird in unserer Einrichtung möglichst individuell gestaltet. Um diesen Übergang optimal zu ermöglichen legen wir Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern.
 
Was ist, wenn mein Kind weint?
 
Jeder Neuanfang kann mit Unsicherheiten, Ängsten aber auch mit Freude und Neugierde verbunden sein. Oft ist das Kind das erste Mal in der Situation, sich ohne Eltern auf eine neue Umgebung einlassen zu müssen. Auch für die Eltern ist es ein großer Schritt, Ihr Kind in die Obhut von „noch" fremden Personen zu geben. Wir versuchen behutsam mit dieser Aufgabe umzugehen: 
  • Jede Familie bekommt die Zeit, die sie braucht und wird mit allen Gefühlen angenommen.
  • Es kann für Ihr Kind hilfreich sein, den zeitlichen Rahmen in den ersten Wochen zu verkürzen, d.h. nicht die volle Buchungszeit zu nutzen sondern den Aufenthalt Ihres Kindes z.B. von einer Stunde täglich etwas zu erhöhen.
  • Erleichtern Sie die Ablösung, in dem Sie positiv und mit Freude mit dieser Situation umgehen. Oft ist ein kurzer, liebevoller Abschied am einfachsten. Sie können aber auch gerne noch etwas Zeit im Kindergarten verbringen.
  • Sie können sich  jederzeit bei uns erkundigen, wie es Ihrem Kind geht. Wir informieren Sie gerne über die aktuelle Situation. 
Wird mein Kind unterstützt, wenn es nicht zurecht kommt?
 
Wenn es keine Spielkameraden findet, nichts zum Spielen findet, die Brotzeitdose nicht alleine öffnen kann, sich nicht alleine anziehen kann, wenn es die Sprache nicht versteht........
 
Ihr Kind wird selbstverständlich unterstützt, wo es Hilfe benötigt. Es werden Entwicklungsstand und das Tempo Ihres Kindes, sich auf diese Situation einzulassen, berücksichtigt. Die Gruppe kann ebenso sehr hilfsbereit und einfühlsam wirken.
Zudem werden immer erfolgsversprechende Aktivitäten angeboten, die Ihrem Kind keine besonderen Fähigkeiten abverlangen. So kann Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit aufgebaut werden.
Wir versuchen, die Kinder  zur Selbständigkeit heranzufürhen.

Ethische und religiöse Bildung und Erziehung

Die Kinder lernen christliche Werte und Glaubensinhalte kennen. Ein christliches Füreinander und Miteinander ist in unserem Kindergartenalltag erlebbar. Wir sehen uns als lebendigen Teil der Pfarrgemeinde St. Franziskus.

Umgang mit der Natur

Die Achtung der gesamten Schöpfung ist ein wichtiges Ziel in unserem Kindergarten. Die Kinder lernen, ökologische Zusammenhänge zu erkennen und mitzugestalten um ein Bewusstsein für ihr eigenes Handeln zu entwickeln. Der großflächige Garten mit einem kleinen Beet für Früchte, Kräuter und Blumen wird je nach Witterung täglich genutzt. Ein alter, schattenspendender Baumbestand bereichert unsere Außenanlage. Die nahen Erholungsgebiete wie zum Beispiel Mühlseen, Galgenbachweiher laden zu Ausflügen und vielen Entdeckungs- und Erfahrungsmöglichkeiten ein. Im Gruppengeschehen werden die Kinder an umweltbewusste Verhaltensweisen wie Z.B. Umgang mit Wasser, Energie, Lebewesen, Pflanzen, Müll etc. herangeführt.
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Sprache

Die Kinder lernen sich durch Sprache, Mimik und Körpersprache auszudrücken. Durch verschiedene Methoden erhalten die Kinder sprachliche Anregungen. Sie werden zum aktiven Sprechen motiviert.
Die Besonderheit in unserer Einrichtung ist auch die Pflege des bayerischen Dialektes. Befürchtungen, dass Kinder durch praktizierten Dialekt Schwierigkeiten in der Schule haben, sind widerlegt. Es ist wissenschaftlich von Dialektologen belegt, dass das Umstellen von der Hochsprache auf den Dialekt den Kindern Flexibilität im Umgang mit Sprache bietet. Diese Fähigkeit ist auch für das Erlernen von Fremdsprachen von großer Bedeutung. Es ist erwiesen, dass Kinder, die Dialekt sprechen einen größeren Wortschatz haben und mehr Impulse für ihr Gehirn erhalten.

Ziele
  • mit anderen in Kontakt zu kommen
  • sich mitzuteilen und sich durch Sprache einzubringen
  • Gefühle, Bedürfnisse, Erlebnisse zu verbalisieren
  • Sich angemessen zu artikulieren
  • Meinungen und Ideen äußern
  • Begriffsbildung
  • den Wortschatz zu erweitern und zu vertiefen
  • Freude am Sprechen zu erleben
  • Textinhalte zu verstehen und wiederzugeben
  • Phonologische Wahrnehmung
  • Dialekt zu hören, zu verstehen und zu üben
  • Gesprächsregeln kennen lernen
Spezielle sprachliche Förderung erhalten die Kinder mit Migrationshintergrund in einem Vorkurs für Deutsch durch die Grundschule am Ort und im Kindergarten.

Mathematische Bildung und Erziehung

Spielerisch werden die Kinder angeregt, mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen zu experimentieren. Sie können das Zählen, Messen von Längen, das Wiegen von Gewichten üben.

Musikalische Bildung und Erziehung

Musik und Klänge können Menschen auf eine wunderschöne Art und Weise miteinander verbinden.

Es ist uns wichtig, die Freude an der Musik und das Interesse für verschiedene Musikinstrumente bei den Kindern zu wecken. Sie werden unterschiedliche Musikrichtungen, Komponisten, Interpreten und Instrumente kennen lernen. Das Experimentieren mit Stimme, Klängen und Rhythmen sensibilisiert die Wahrnehmung. Sich von diesen Schwingungen berühren zu lassen, sich selbst durch Musik auszudrücken, sich auf andere einzulassen und mit ihnen auf diesem Weg zu kommunizieren ist für viele Kinder eine neue Erfahrung und Herausforderung.

Kreativität

Durch den Umgang mit unterschiedlichen Materialien, Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten versuchen wir Impulse für das Entwickeln der kindlichen Kreatvität zu geben. Das Experimentieren mit Farben (Aquarellfarben, Wasserfarben, Hozlstiften, Acrylfarben, Künstlerölkreide, Kohle etc.) und Materialien (Holz, Metall, Stoffe, Leder, Sand, Steine, Ton, Gips, verschiedene Naturmaterialien etc.) weckt neue Kompetenzen. Spielerisch findet so eine Auseinandersetzung mit der eigenen Phantasie und Kreativität sowie mit Kunstrichtungen, Künstlern und Kunstwerken statt.

Körperwahrnehmung und Bewegung

Für eine gesunde physische und psychische Entwicklung müssen ausreichende Bewegungsmöglichkeiten vorhanden sein.

Gruppenübergreifend können die Kinder während der Freispielzeit z.B. im Turnraum, Bällebecken und bei entsprechender Witterung im Garten ihrem Bewegungsbedürfnis nachgehen. Unser alter Baumbestand und insbesondere der „Kletterbaum" genießt seit vielen Jahren eine unerschöpfliche Attraktivität.

Während des Tagesablaufes fließen kreative und situative Bewegungsangebote ein. Eine zusätzliche gezielte Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung bietet jede Gruppe einmal pro Woche an. Inhalte dieser Einheiten können unter anderem auch Rhythmik, Tänze und meditative Übungen sein.

Vorbereitung auf die Schule

Unter Vorbereitung auf die Schule (Vorschule) verstehen wir den gesamten Bildungs- und Erziehungsprozess in der Elementarpädagogik. Vorschulpädagogik sollte deshalb nicht ausschließlich als ein vom Gruppenalltag isolierter Bereich betrachtet werden. Ein Jahr vor Schuleintritt nimmt jedes Kind zusätzlich an schulspezifischen Förderangeboten teil z.B. mathematische und naturwissenschaftliche Übungen, Wahrnehmungsübungen etc.

Bei der Planung dieser Angebote ist die gute Zusammenarbeit mit den Grundschulen am Ort sehr wichtig.