Pfarrei
St. Georg Ruhpolding

Die Patronin starb vor 1000 Jahren

Kapelle St.Adelheid
Die Patronin starb vor 1000 Jahren – Kapelle vor 30 Jahren erbaut
 Altenheim nach der hl. Adelheid benannt – Festwoche findet Anfang Februar statt
 
Gleich einen doppelten Anlass gibt es für das Altenheim St. Adelheid, Anfang Februar eine Festwoche zu begehen. Zum einen jährt sich der Todestag der Patronin des Alten- und Pflegeheimes und der Altenheimkapelle zum 1000. Mal und zum anderen wurde vor 30 Jahren diese Kapelle erbaut. Grund genug, in der Vergangenheit zu stöbern.
 
Die Heilige Adelheid von Vilich ist eher unbekannt. Bekannter ist die als Heilige verehrte Kaiserin Adelheid, die von 931 bis 999 lebte. Sie war die Gattin Kaiser Ottos I. Ihr Gedenktag ist am 16. Dezember, an dem auch die meisten „Heidis“ Namenstag feiern. Die Hl. Adelheid von Vilich lebte von 970 bis 1015. Sie war die Tochter des Grafen Megengoz von Geldern. Als ihr Bruder im Böhmenkrieg starb, gründeten ihre Eltern mit dem Erbteil des Bruders das Stift Vilich. Adelheid wurde Äbtissin des Stiftes. Später, nach 1000, wurde sie auch noch Äbtissin des Klostern Maria im Kapitol in Köln und zu einer wichtigen Mitarbeiterin des Hl. Heriberts, des damaligen Erzbischofs von Köln. Sie war bekannt für ihre große caritative Arbeit und ihre Sorge für das Schul- und Bildungswesen. Auch die Krankenpflege lag ihr sehr am Herzen. Sie starb im Ruf der Heiligkeit und wurde im Stift Vilich beigesetzt. Ihr Gedenktag ist der 5. Februar. Schon bald ereigneten sich Wunder an ihrem Grab und so wurde das Stift zu einem Wallfahrtsort. Beim Bau des Alten- und Pflegheimes im Jahre 1971 wählte die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Vinzenz von  Paul die Heilige Adelheid als ihre Patronin.
 
Die Altenheimkapelle wurde 1985 gebaut und am 5. April 1986 durch Weihbischof Matthias Defregger geweiht. Zuvor war die Kapelle im jetzigen Refektorium untergebracht und wurde schließlich zu klein. Schmuckstück der Kapelle ist der neugotische Altar mit einer seltenen Darstellung der „Wurzel Jesse“. Dieser Altar stammte laut einer Notiz von Pfarrer Josef Mühlbacher aus der Kirche in Törwang. Dort stand er vermutlich bis 1923 und war der Altar der dortigen Maria-Trost-Bruderschaft. Die damalige Oberin des Altenheimes, Sr. Mildreda, stammte vom Samerberg. Der Pfarrer von Törwang bot ihren Eltern den Altar für den Bau einer Kapelle an. Diese Kapelle in Törwang wurde aber nicht gebaut und so kam der Altar ins Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern. Von da aus fand er dann den Weg in die Kapelle des neu erbauten Altenheims, für die er aber zu hoch war, so dass das Oberteil an der Rückwand angebracht wurde. Die Altenheimkapelle, die in diesem Jahr ihr 30jähriges Bestehen feiern kann, wurde hoch genug gebaut, damit der Altar dort schließlich samt Gesprenge Platz finden konnte.
 
Im Rahmen des Doppeljubiläums sind eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Gottesdiensten geplant. Am Dienstag, den 3. Februar um 19 Uhr ist ein Gottesdienst mit Blasiussegen, gestaltet vom Kirchenchor und tags darauf gestaltet um 19 Uhr der Frauensingkreis das Abendlob. Am Gedenktag selbst wird am 5. Februar in der Altenheimkapelle um 15 Uhr ein Festgottesdienst zum 1000. Todestag der Hl. Adelheid zelebriert, anschließend gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Am Freitag, den 6. Februar ist schließlich um 9 Uhr ein Gottesdienst zum Herz-Jesu-Freitag. Den Abschluss der Festwoche bildet am Sonntag, den 8. Februar dann die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Raum & Klang – eine musikalische Entdeckungsreise“ mit Kirchenmusiker Richard Krekel. Als Sprecher fungiert wieder Pastoralreferent Georg Gruber. Beginn ist um 18 Uhr in der Altenheimkapelle.         
                                                                                                                                       hab

Bildbeschreibung: 
Die Altenheimkapelle wurde der Hl. Adelheid geweiht, die vor 1000 Jahren gestorben ist